Ada Christen

Menschen

Als ich, mit der Welt zerfallen, Schweigend ging umher, Da fragten die lieben Menschen: Was quälet dich so sehr? Ich sagte ihnen die Wahrheit; Sie haben sich fortgedrückt Und hinter meinem Rücken Erklärt, ich sei verrückt.

Nichts mehr

Nicht mehr die heißen, süßen Küsse, Nicht mehr die Worte mild und warm, Nicht mehr den treuen Blick der Augen, Nicht mehr den Druck von deinem Arm. Nichts mehr von allen jenen Wonnen Die Liebe hat und Liebe giebt, Nichts will ich – um noch fortzuleben – Sag‘ nur, dass du mich einst geliebt

Nach Jahren

Wie seltsam! Unser feiger Mut Lässt alles Elend uns tragen; O hätten wir doch den echten Mut, Das lösende Wort zu sagen. Wir laufen neben einander her Und werden müder und müder; Ich werde blässer und kränker stets Und du wirst kälter und rüder. O raffe dich auf und fasse Mut Und sei zum letzten …

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