Wie der Nebel dich versteckte

Wie der Nebel dich versteckte,
Ich sinne noch der Täuschung nach –
Wie sie mich, den Sklaven, schreckte,
Deine Stimme selbst war schwach.

Eine märchenhafte Krone
Krönte dich aus Morgenlicht,
Ich weiß noch den Weg zum Throne
Und dein strenges – mein Gericht!

Was für blasse weiche Schleier,
Und dein Blick so fremd, so leer!
Welcher Stille große Feier!
Die Umarmung lilienschwer.

Wo das war, ich will es fragen,
Wo versank der lichte Stern?
Welche Worte wolltest du sagen
Oder schwiegst du, kühl und fern?

O die Kleider, diese bleichen,
Und die Lilie, weiß und schön,
Konnte ich etwa das Zeichen
Jener Blume mißverstehn?

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