Alexander Puschkin

Vorbedeutungen

Es folgen meines Weges Spur Viel frohe Träume zum Geleite, Als ich zu Ihnen abends fuhr, Da schien der Mond zur rechten Seite. Doch folgten Träume meiner Spur, Von denen keiner mich erfreute, Als ich gen Morgen heimwärts fuhr, Da schien der Mond zur linken Seite. Der Traum, der einem Dichter gilt Als Omen, als …

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Du und Sie

Kein leeres Sie – ein innig Du Hat, sich versprechend, sie gesprochen. Da läßt des Glücks Gewalt im Nu Mein lodernd Herz vernehmlich pochen. Ihr Zauber bannt und bindet mich, Ihr schönes Antlitz ist berückend. Ich sag zu ihr: Sie sind entzückend! Und denke still: Dich liebe ich!

Der Vertraute

Ich höre deine Liebesklagen, Fast geht es über meine Kraft, Solch eine Beichte zu ertragen, Solch einem Sturm der Leidenschaft! Verhehl das Ärgste mir, verhehle, Wovor dein wundes Herz erbebt! Im Aufruhr kommt die eigne Seele, Erfahre ich, was du erlebt.

An Morpheus

Sei gnädig Morpheus, und entrücke Mich meiner bittren Liebesqual, Mit einem holden Traum beglücke Mich diese Nacht ein einzig Mal! Laß nicht – wie stets – mein Herz beschweren Der Trennung Fluch, der mich zerbricht, Laß ihre Stimme nur mich hören, Ihr einmal sehn ins Angesicht! Und wenn der Morgen wieder trennte Mich von dem …

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