Allan Edgar Poe

VERSE AUFS ALE

Schaumgebräu ins Glas laß tanken,     Trocken stell ich’s wieder hin. Solche fröhlichen Gedanken     Ranken sich durch meinen Sinn. Phantasien – Sonderlinge     Stelln sich ein und ziehen ab; Was schert mich der Lauf der Dinge,     Wenn ich Ale zu trinken hab!

Ein Traum

In dunkler Nacht ein Traumgesicht     Wies mir entschwundnes Glück – Ein Wachtraum aber von Leben und Licht     Ließ Weh und Verzweiflung zurück. Ach! was ist schon ein Traum am Tag     Dem, dessen Blick nur streift Die Welt, die ihn umgeben mag,     Und in Vergangnes schweift? Das holde …

Ein Traum Weiterlesen »

Ein Traum

Laß die Stirn mich küssen dir! Und indem ich geh von hier, Gönn dies Bekenntnis mir – Du täuschest dich wohl kaum: Meine Tage warn ein Traum; Wenn die Hoffnung ist entflohn, In den Tag, in die Vision, In die Nacht, zu anderm Ort, Ist sie darum weniger fort? Was wir sehn und schaun, Ist …

Ein Traum Weiterlesen »

AN

Wie soll ich denn dein Herz regieren?   Ach! Ich beherrsche meines nicht, Auch mag ich nicht Gedanken rauben   Dem, der allein dort herrscht und spricht; Wir fühlen lebenslang die Liebe,   Die lindert unsrer Seelen Pein; Doch sollten wir nicht, edle Freundin,   Einander das Zweitbeste sein? Die Liebe, die von Trieben frei,   Die süße, reine Zärtlichkeit, …

AN Weiterlesen »

AN – –

Man soll dich lieben? – Irre nicht Vom Weg, der dir gewiesen ist, Mach, was du bist, zu deiner Pflicht, Sei nichts, was du bist. Dann wird dein Wesen von der Welt, Wird Tugend, Jugend, Anmut Gepriesen, weil es ihr gefällt, Und Liebe wird dein Gut.

Annabel Lee

Das war vor manchem langen Jahr, Im Königreich an der See, Da lebt eine Maid, ihr wißt, wer es war, Ihr Name war Annabel Lee. Ich liebte sie, und sie liebte mich Und lebte und hegte nur Liebe in sich. Ich war ein Kind, und sie war ein Kind Im Königreich an der See, Da …

Annabel Lee Weiterlesen »