August Graf von Platen

Sehnsucht

Wandl‘ ich im stillen Hain mit Lust, Sitz ich an klaren Bächen, Da fühl ich was in tiefer Brust Unfähig, es auszusprechen. Und glänzt mein Bild in der ruhigen Flut, Und säuseln die Wipfel der Buchen, Da erneuert sich mir die sehnende Glut Und mein vergebliches Suchen. Was ist es, das innig und tief mich …

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Aschermittwoch

Wirf den Schmuck, schönbusiges Weib, zur Seite, Schlaf und Andacht theilen den Rest der Nacht nun; Laß den Arm, der noch die Geliebte festhält,        Sinken, o Jüngling! Nicht vermummt mehr schleiche die Liebe, nicht mehr Tret‘ im Takt ihr schwebender Fuß den Reigen, Nicht verziehn mehr werde des leises Wortes       Üppige Keckheit! Mitternacht ankünden die …

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