Christian Hofmann v. H.

Strophe

NIEMAND weiß, wie schwer mirs fällt, Flammen in der Brust zu hegen, Und sie dennoch vor der Welt Nicht ans freie Licht zu legen. Feuer läßt sich nicht verhehlen, Denn sein Glanz ist allzu klar, Und die Glut verliebter Seelen Macht sich selber offenbar.

Ach, was wollt ihr trüben Sinnen

Ach, was wollt ihr trüben Sinnen Doch beginnen! Traurigsein hebt keine Not. Es verzehret nur die Herzen; Nicht die Schmerzen Und ist ärger als der Tod. Auf, o Seele! Du mußt lernen, Ohne Sternen, Wenn das Wetter tobt und bricht, Wenn der Nächte schwarze Decken Uns erschrecken, Dir zu sein dein eigen Licht.