Weiche, geh

Weiche, geh. Doch fühl‘ ich, dass von nun an
ich im Schatten deiner steh‘. Nimmermehr
werd‘ ich in meiner Welt, so wie bisher,
allein mit meiner Seele sein. Fortan

nicht mehr gelassen heben auf die Hand
ins Licht der Sonne grüßend, wie zuvor,
ohne zu spür’n, dass deine ich verlor.
Und wenn das Schicksal, wenn das weit’ste Land

uns trennt, dein Herz find‘ sich in meinem ein:
sie schlagen doppelt mir. Was ich verricht‘
und träum‘, es schließt dich ein, so wie der Wein

die Wesenheit der Beere trägt. Und bitt‘
ich Gott um mich, so klingt dein Name drein,
gleich wie die Träne doppelt mir ins Auge tritt.

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