Felix Dörmann

Zurück

Den guten Freunden Mein Innerstes wollt Ihr nach außen kehren, Betasten wollt Ihr meiner Seele Schwären, Durchwühlen wollt Ihr branderfaßte Wunden, Bis Ihr zum Sitz der Qual Euch durchgefunden, Erbarmungslos wollt Ihr das Spiel der Nerven Zum wahnwitzwüsten Wirbeltanz verschärfen. – – Ja, wenn Ihr kämt zu retten und zu heilen, Ihr aber wollt Euch …

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Vergebens

Nimmer löschen, nimmer stillen Kann ich diese dunkle Sehnsucht Nach dem Tode. All mein atemloses Kämpfen, Sie zu zwingen, ist vergebens. Jene Zeiten, wo ich glaubte Eine heiße, tiefe Liebe Könnte tilgen diese Sehnsucht, Sind vorüber – tot – begraben; Denn die Liebe ist gekommen Und die dunkle Sehnsucht blieb, Und die Liebe ist geschieden, …

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Stille Stunden

Dem »Berghof« zugeschrieben Widmung Ich bin nicht einer, dem die Worte fließen, Dem leicht das rechte von der Lippe springt, Und meiner Lieder Nachtviolen sprießen Nur dann empor, wenn mich die Qual bezwingt. O grausenvolle Marter – sich enthüllen, Aufschließen seiner Seele düst’ren Dom, In eisig starre, todte Worte füllen Tiefgründiger Gefühle scheuen Strom. O …

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Schweigend

Wir haben in seligen Nächten Blutsaumige Küsse getauscht, Wir haben in stöhnenden Wonnen Die hungernden Seelen berauscht. Wir liebten uns bis zur Erschöpfung Und liebten auch dann uns noch fort, Doch niemals entglitt unsren Lippen Ein einziges zärtliches Wort.

Lautlos

Lautlos, Mit geschlossenen Augen, Dürstend die Lippen gewölbt, Harrt meine Seele Reglos am rauschenden Strome des Lebens. Aus bangen Träumen Mondlichttrunkener Sommernächte Schauert ein Ahnen auf Selig und scheu… Herüberwehen aus weiter Ferne Fühlt sie den heißen Duft des Glückes… Lautlos betend Harrt meine Seele Jener Stunde, Wo es hereinbricht In schweren Wellen Das große …

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Julinacht

Die Mondeslichter rinnen Aus sterndurchsprengtem Raum Zur regungslosen Erde, Die müde atmet kaum. Wie schlummertrunken schweigen Die Linden rund umher, Des Rauschens müde, neigen Herab sie blütenschwer. Nur manchmal, traumhaft leise, Rauscht auf der Wipfel Lied, Wenn schaurig durchs Geäste Ein kühler Nachthauch zieht. Mein Herz ist ruh-umfangen, Ist weltvergessen still, Kein Sehnen und Verlangen …

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