Lu Xun

Was ich erfahren habe

Laternen leuchten dem Gelage: wie maßlos die Familie! Das zarte Mädchen, fein gekleidet, gießt Jadebecher ein. Plötzlich der Schmerz, ach, seine Eltern: nun tot in dieser Erde! Es bückt sich nach den Seidenstrümpfen und zeigt nicht, daß es weint.

Gegen einen Spötter

Nicht alle nenne echte Helden, die stets kaltblütig sind. Warum soll der kein starker Mann sein, der seine Kinder liebt? Der Tiger läßt mit seinem Brüllen den Wind im Tanz erzittern. Und weißt du nicht, wie viele Male er nach den Jungen sieht?

Ich lache über mich selbst

Ich bin mit den Einflußreichen bekannt, was soll ich mich noch bemühn? Ich wage nicht umzuschwenken, denn ich stieß mir den Kopf schon wund. Mit zerschlissenem Hut und verstecktem Gesicht gehe ich durch die geschäftige Stadt. Mit leckem Boot und Wein an Bord treibe ich mitten in der Strömung. Zornigen Blickes habe ich kalt gegen …

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Für Feng Huixi

Zum Töten gibt es Generäle, Zu retten sind die Ärzte da. Die einen töten gut die Hälfte, Die andern retten, wer noch da. Füllt man denn so die Lücken auf? Sagt ihr noch immer dazu ja?

An die Lotosknospe

m Kleid aus Algen, naß den Gürtel, stehst du in Feenluft; Auch wenn der Wind sich legt im Grünen, umfächelt dich dein Duft. Nicht länger droht der Reiher Schatten, der Herbst ist da und rauscht; Schilfblüten schützen deine Träume, von Perltau sacht betupft. Geschminkt, zart glänzend deine Wangen, siehst du sehr edel aus; Legst du …

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