Sergej Jessenin

Nackt die Wälder

Nackt die Wälder, kahl die Fluren, Auf den Wassern Nebel brauen. Sonne rollt in flachen Spuren Dorthin, wo die Berge blauen. Aufgewühlt vergessen Wege Ihren Wintertraum zu zügeln: Daß sich neuen Leuchten rege Bald, o bald mit weißen Flügeln! Ach, ich selber will mir holen Träume aus der Nebel Mitten. Sieh: der Mond, fuchsrotes Fohlen, …

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Die goldnen Schatten

Den See befährt das Abendrot mit glühenden Kähnen. Im Tann das klagende Gebalz von Auerhähnen. Und ein Pirol schluchzt an verborgnem Quell. Nur ich klag nicht, in meiner Seele ist es hell. Ich weiß, du kommst dorthin, wo sich der Weg verläuft: Zur Nachbarscheune, wo das frische Heu gehäuft. Ich küß dich, bis du außer …

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