Kein Schmuck verhüllt die harten Tage,
kein Ritus trägt, was nicht besteht.
Die Woche legt sich wie die Frage,
die durch das eigne Leben geht.
Nicht Bilder halten diese Stunden,
nicht Form, die sich zur Wahrheit stellt.
Was gilt, wird innerlich gefunden –
geprüft am Maß, das Gott gefällt.
Das Herz, sich selbst zu oft genügend,
erschafft sich Götter still und sacht.
Was wir rechtfertigen im Innern,
wird Ordnung, die uns selber macht.
So fällt der Schein, der uns bewahrte,
so bricht, was lange sicher schien.
Nicht äußre Reinheit, streng bewahrte,
kann vor dem wahren Urteil flieh’n.
Der Tisch ist schlicht, das Wort ist Gabe,
kein Zauber bindet Brot und Wein.
Was wir empfangen, wird zur Aufgabe –
im Andern wirklich Mensch zu sein.
Das Kreuz steht nackt, entzieht sich Deutung,
kein Trost verkürzt, was hier geschieht.
Hier endet jede Selbstbedeutung,
die sich vor Gottes Wahrheit flieht.
Der Mensch bleibt nicht in sich begründet,
sein Maß ist ihm nicht selbst gegeben.
Was ihn vor Gott als schuldig findet,
allein kann ihn zum Leben heben.
Und selbst das Grab bleibt ohne Zeichen,
kein schneller Sinn erklärt den Stein.
Nur wer im Schweigen nicht will weichen,
lässt Gott noch Gott und sich selbst klein.
So führt die Woche ohne Schimmer
durch Urteil, Wahrheit, klares Licht:
Der Mensch besteht vor Gott nicht immer –
doch Gottes Gnade besteht für ihn – und bricht ihn nicht.