- Zug der SchneegänseDie arktischen Schneegänse verlassen Flur und Feld, ein weißer Zug im Abend, der durch die Lüfte fällt. Sie heben sich in Reihen, vom Frosthauch noch umweht, als trügen sie die Stille dorthin, wo Wind sie weht. Die Äcker liegen… Zug der Schneegänse weiterlesen
- Der Winter überlegt!Der Winter, der Winter, hat plötzlich beschlossen: „Es wird jetzt gefroren – der Sommer ist flossen.“ Er rüttelt am Fenster, er schüttelt die Tür, als sagte er streng: „Ein bisschen Manier!“ Er malt an die Scheiben Kristalle mit Schwung… Der Winter überlegt! weiterlesen
- Der Winter kommtDer Winter, der Winter, zieht leise ins Land, mit silbernem Schleier und frostiger Hand. Er rüttelt am Tore der nächtlichen Welt, dass träumend der Himmel sein Sternenzelt hält. Er streift durch die Wälder, durch Hügel und Tal, lässt schweigend… Der Winter kommt weiterlesen
- Der Winter, der Winter!Der Winter, der Winter, kommt klirrend ins Land, mit frostiger Stimme und eisiger Hand. Er rüttelt an Fenstern, er klopft an das Tor, er fährt durch die Gassen mit stürmischem Chor. Er zerrt an den Mützen der Kinder im… Der Winter, der Winter! weiterlesen
- Im Werk des WintersSo ordnet sich die kalte Macht, nicht hart – nur klar in ihrer Nacht. Sie nimmt zurück, was überstand, und legt es still in ihre Hand. Was zu viel war im lauten Licht, verliert im Frost sein Übergewicht. Die… Im Werk des Winters weiterlesen
- Beratung der SchneegänseDie arktischen Schneegänse verließen Flur und Feld. Sie hatten offenbar beschlossen: „Hier ist es doch zu kalt für Welt.“ Der Wind war streng, der Teich war hart, der Bauer murrte leis. Da sprach die Gans: „Man reist, bevor man… Beratung der Schneegänse weiterlesen
- Warten auf den MorgenwindAm ersten Hauch des Tages stand ich am stillen Meer. Die Nacht verließ ihr dunkles Lager, und ihre Last war nicht mehr schwer. Ich warte auf den neuen Himmel, auf Wege, die noch unbenannt, auf Wellenlicht, das neu nun… Warten auf den Morgenwind weiterlesen
- HoffnungenDichter vereinigt euch, die Welt gehört der Menschheit, Künstler malt gemeinsam, und ihr Musiker spielt das Lied von unserem Morgen. Schreiben wir alle die alten Worte gegen dunkle Mächte, finden wir uns zusammen in neuen Gedichten, sprechen wir gemeinsam,… Hoffnungen weiterlesen
- MeerwehHäng dein Haar in den Salzwind. Nichts duftet besser als Meer. Barfuß im Sand wie ein Kleinkind lauf‘ den Wellen hinterher. Es spritzt und zischt und tost und schäumt. Davon hast du schon lang geträumt. Du fühlst dich neu,… Meerweh weiterlesen
- FrühlingsgefühleDie Sonne lacht, Ein gold’ner Glanz erwacht, Der Frühlingswind, so sanft durch die Zweige weht, Das Glücksgefühl, das jetzt im Herzen ersteht. Ein wisperndes Lied, das leichte Freude in Herzen bringt, In jedem Blatt, das frisch zum Leben schwingt.… Frühlingsgefühle weiterlesen
- Am SeeWie schön ist’s am Ufer zu wandern, Im Nebel – den See seh ich nicht. In Gedanken bin ich bei andern, Doch ansprechen muss ich sie nicht. Das Wasser – zu kalt für die Füße, Trotz Nebel die Sonn‘… Am See weiterlesen
- „Der Winter richtet sich ein“Der Winter richtet sich ein, ganz leis, legt Schweigen über Feld und Kreis. Die Wege ruh’n, der Himmel steht, als hielte Zeit den Atem an und geht. Der Frost bewacht den stillen Grund, die Erde schläft zur tiefen Stund’.… „Der Winter richtet sich ein“ weiterlesen
- In den WipfelnWer an den Wipfeln, in den Gipfeln, sich vergnügt mit Schnee und Zipfeln, wer dem Wind beim Tanze lauscht, wie er durch die Tannen rauscht, der versteht des Winters Sinn: Nicht Stillstand liegt in ihm, Gewinn. Denn wo das… In den Wipfeln weiterlesen
- WinterliebhaberWer mag den Winter nicht, der ist um einen Zauber ärmer. Wenn an den Wipfeln leis und licht die silbernen Tannenzapfen wippen, weiß jede Seele, was ihr fehlt. Die Wälder tragen stillen Glanz, kein Blatt, das klagt, kein Ast,… Winterliebhaber weiterlesen
- Zwiegespräch im WinterErste Stimme Der Winter steht und hält das Maß, die Welt wird still, der Atem klar. Was unnütz war, fällt leis vom Ast, zur Ruhe kommt, was eilig war. Die Felder schweigen, weit und rein, kein Drängen stört den… Zwiegespräch im Winter weiterlesen
- WintermaßDer Winter steht. Nicht drohend, nicht verzehrend, sondern sammelnd wie ein Hüter des Wesentlichen. Die Erde hält ihr Wort zurück, die Felder schweigen im klaren Gesetz, und über den ruhenden Linien der Hügel spannt sich das Licht in strenger… Wintermaß weiterlesen
- Der Winter denkt nachDie Kälte denkt: So geht das nicht. Zu viel Gefühl. Zu wenig Licht. Sie ordnet schnell, sie räumt ein wenig, macht die Welt übersichtlich und fröhlich-wenig. Was gestern laut „Ich!“ gerufen hat, liegt heute brav im weißen Spat. Der… Der Winter denkt nach weiterlesen
- Im Licht der KälteDie Kälte formt die Welt erneut, nicht feindlich, nein – in stiller Treue. Sie sammelt, was im Sommer streute, und führt es heim ins klare Maß. Die Erde hält den Atem an, als lausche sie dem tiefen Sinn. Im… Im Licht der Kälte weiterlesen
- Kälte im Maß des WintersDie Kälte formt die Welt so sacht, legt Silber auf des Tages Pracht. Was alt erschien im Sommerlicht, ruht neu im Frost und klagt sich nicht. Ein leiser Glanz auf Ast und Stein, die Zeit scheint still, will anders… Kälte im Maß des Winters weiterlesen
- Im Maß der KälteDie Kälte formt die Welten neu, was früher alt, wird heute treu dem stillen Wandel übergeben, der ordnet, prüft und neu lässt leben. Was hart erscheint, ist nur bewahrt, im Frost wird Wesentliches klar. Die Formen schärfen sich im… Im Maß der Kälte weiterlesen
- Der LaufWas hast du denn sportlich geschafft – die Augen, brauen Augen in strahlende Form gebracht. Du kannst nur vermuten, wie schnell alles Graue die unterbuttern; Man brauche keine Hantel, nur Rauschen freudig durch Welt. Die tragen besonderes Licht, Ich… Der Lauf weiterlesen
- AusgesetztEs besteht aus einem einzigen Blatt, gefaltet entlang klarer Linien. Die Kanten sind scharf. Sie wissen, dass sie es nicht bleiben. Ich setze mein Gedicht aus, denn Schreiben beginnt, wenn es mich verlässt. Für einen Moment ist es unterwegs,… Ausgesetzt weiterlesen
- Unter SternenMeine Seele findet Frieden unter Sternen, wo Lärm und Unrast wie im Traum vergeh’n. Mein Innerstes muss noch das Ruhen lernen. Die Zeit bleibt einfach ohne Regung steh’n. Gedanken lösen sich aus ihren Zwängen. Kein Ziel ruft meinen Namen… Unter Sternen weiterlesen
- Schade um den MondWir streiten uns in der Nacht. Worte blitzen auf. Der Zorn glüht nach. Keiner hört zu. Jeder hat recht. Über uns der Mond. Er wandert um den Teich, uns belauschend. Schade um den Mond, er lässt die Sterne so… Schade um den Mond weiterlesen
- Zwischen Gischt und GesangDer Sturm erwacht, die Wellen steigen. Der Himmel reißt auf wie Zeichenpapier. Blitze zucken wie zischende Peitschen. Der Salzwind schreit zornig über dir. Die wütende Gischt weiß noch ihre Namen, die damals nicht nach Hause kamen. Der Wal richtete… Zwischen Gischt und Gesang weiterlesen