Es gibt mehr

Wir wissen so viel und verstehen so wenig. Wir kartieren den Himmel, zählen Sterne, berechnen Bahnen, simulieren das Ende der Welt auf glatten Bildschirmen – und scheitern doch am eigenen Herzen, an einem Blick, an der Stille nach einer Nachricht. Die Welt ist größer als ihre Verwaltung. Etwas entzieht sich immer. Nicht trotzig, nicht feindlich […]

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Keine Hilfsbereitschaft

Wenn du anderen stets zur Seite stehst, für sie jederzeit durch dick und dünn gehst und ihnen ausnahmslos die Treue hältst, selbstverständlich nicht in den Rücken fällst, ihnen deine Freundschaft dadurch beweist, dass du dir für sie den Hintern aufreißt, findet dich jeder garantiert sehr nett, hast drum bei allen „einen Stein im Brett.“ Doch

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Die schwierigste Turnübung

Ein Mensch, der regelmäßig Sport betreibt, häufig fit bis ins hohe Alter bleibt, die nötige Bewegung nicht vergisst, weil sie für ihn eine Medizin ist, die für ein verlängertes Leben wirbt, sicherlich er aber gesünder stirbt. Täglich er an seine Gymnastik denkt, seine Gliedmaßen nach Herzenslust renkt, so die schwierigste Turnübung vornimmt, sie mit viel

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Gold

Tapfere sind Gold. Mutige sind Gold. Stille sind Gold. Starke sind Gold. Herzen sind Gold. Denke! Und die Sterne sind Gold! Reisen sind Gold. Feste sind Gold. Spiele sind Gold. Briefe sind Gold. Lieder sind Gold. Liebe! Und die Zeiten sind Gold! Sterne sind Gold. Engel sind Gold. Blumen sind Gold. Blicke sind Gold. Wege

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Gedankenkarussel

Gedankenkarussell fragt nach dem Notausgang. Du hast dich zu hoch geschaukelt, um wieder herunterzugehen, zugleich bist du zu routiniert und zu gelangweilt, um im gleichen Hamsterrad weiter deine Runden zu drehen. Du strebtest nach Ruhe und bekamst Leere. Vielleicht hattest du es – voll verpackt und entsprechend, du konntest es aber nicht verstehen, ohne dich

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Delegiertes Lachen

Viele Menschen in den früheren Jahren, noch nicht so fortschrittlich wie heute waren, mussten damals über lustige Sachen, doch tatsächlich selber humorvoll lachen. Manch einer sich sogar krumm und schief lachte, bis plötzlich Bauchweh ihm zu schaffen machte. Aber heute man sein Lachen delegiert, von Smileys dieser Part übernommen wird. Um keine Energie mehr zu

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Der andere Weg

Manchmal beginnt ein Leben mit dem stillen Wissen, dass die vorgezeichneten Wege gut ausgeleuchtet, geordnet, beinahe freundlich sind, aber nicht für dich. Du gehst den schwereren Weg. Kein Versprechen. Keine Rettung. Nur nichts, das dir etwas vormacht. Er führt dich in eine größere Kälte, in eine ehrlichere Einsamkeit. Du weißt: Lieber gehst du durch die

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Unter deinem Namen

Die Dinge tragen kein Urteil. Nicht der Regen. Nicht die Nacht. Nicht das Schweigen zwischen zwei Menschen. Erst dein Denken tritt hinzu und macht daraus Trost, Drohung, Verlust. So belädst du die Welt, bis sie unter deinem Namen eine andere wird. Gut. Böse. Liebe. Schuld. Dabei war sie zuvor nur dies: offen, stumm, unerbittlich ohne

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Alle tun es

Immer, wenn der Frühling ins Land zieht, man es die Fauna freudig tun sieht. Hierzu sämtliche Vögel zählen, es zur Hauptbeschäftigung wählen. Sogar die Bienen sich nicht zieren, es mit Freude auszuprobieren. Schmetterlinge und bunte Falter, machen es bis ins hohe Alter. Selbst Menschen es zu tun versuchen, jedoch keinen Erfolg verbuchen, es ganz einfach

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Den Daumen schonen

Ein Mensch, der es im Leben zu was brachte, eine beispielhafte Karriere machte, zunächst, bevor er die Richtung festlegte, das „Für und Wider“ präzise abwägte. Die Erkenntnisse in die Waagschale warf und hundertprozentig dann ins Schwarze traf. Letztendlich ohne Schwierigkeiten und glatt, er den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Diese Verfahrensweise sich durchaus lohnt,

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Eichenwort

Wir zweifeln nicht, wir stehen fest, wie uns die deutschen Eichen lehren; sie tragen still aus alter Zeit den Klang von Treu und Ehre. Von Ruhm und Pflicht vergangner Tage raunt leis ihr starkes Blätterdach; und was wir sind, in ernster Lage, wächst aus dem, was zuvor geschah. So wollen wir der Heimat dienen, nicht

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Frühlingsfreiheit

Im Lenz, wenn lichte Strahlen sinken auf Feld und junges Blütenkleid, beginnt das Herz sich neu zu schwingen in Gottes sanfter Gegenwart. Die Knospen öffnen sich im Lichte, ein Hauch von Leben zieht durchs Land; und in der stillen Frühlingsdichte legt Hoffnung sich in jede Hand. O Freiheit, die im Herzen wohnet, nicht laut, doch

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Beständigkeit

In meinen Garten die Sonne scheint und wärmt mir das Gemüt. So manches Blümlein jetzet meint, dass es nun gerne blüht! Ich sitze und genieß‘ die Pracht, die hier entsteht zur Freud‘, sie bildet sich zurück zur Nacht, am Tag kommt sie erneut. Wie können wir doch fröhlich sein ob dieser Wiederkehr! Der Frühling schenkt

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Meine Seele

Meine Seele Meine Seele die weint und kommt nicht zu ruh, sie will einfach nur noch leben und weißt nicht wozu. Meine Tränen sind Balsam für meine Seele, aber auch nicht sehr lange, weil ich mich weiter hin quäle. Ich will diese Qualen aus meiner Seele vertreiben, um endlich wieder frei und glücklich zu sein.

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Abendruh

Lass des Tages Werk nun warten bis die Sonne wieder scheint; aber vorher ist der Garten mit des Mondes Licht vereint. Ausgetrunken ist die Kanne Tee, er hat mir gut getan. Nur noch in die Badewanne, aufgegreht der Wasserhahn. In des Abends sanfter Stille höre ich ein leises Lied. Nun zu ruhen ist mein Wille.

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Sachzwang

“Hell is empty and all the devils are here“,Ariel to Prospero, Shakespeare: The Tempest, Act 1, scene 2 Chandrika Wolkenstein Sachzwang Die Hölle ist leer. Nicht weil das Böse ausgestorben wäre. Sondern weil es umgezogen ist, in Großraumbüros und Kommentarspalten, in Gremien und Ministerien, in dem beruhigenden Tonfall, mit dem man Härte als Sachzwang verkauft.

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