Herbstgedichte

  • Vom Wandel in der Natur.

    Es fließt der Bach, es fällt das Blatt, der Morgen wird, der Abend matt. Was gestern war, ist heut schon fern, und dennoch suchen wir den Kern. Das Feuer wandelt Holz in Glut, das Wasser trägt, was ruhen tut. Die Luft bewegt, die Erde hält – vier alte Bilder unsrer Welt. Doch tiefer noch als…

  • Der Wohnblock

    Der Block in dem ich wohn Ist grau und aus Beton Die Miete ist mein halber Lohn Mehr kann ich nicht bekommen Die Wände warm und rauh Doch die Menschen hier sind kalt Der Himmel spiegelt Betongrau Weit und breit kein Wald Im Treppenhaus sehe ich kein Als ob sie in ihren Zimmern weinen Auch…

  • Geisterstunde

    Es war einmal um Mitternacht, da sind die Geister aufgewacht. Sie irrten durch die Zimmer, und heulten immer schlimmer. Fast hab ich in das Bett gemacht!

  • Was bleibt, wenn der Abend niedergeht.

    Wenn über stillen Höhen der Abend niedergeht, wenn durch die dunklen Buchen ein kühler Atem weht, dann klingt aus Wald und Wegen ein Ton, uns wohlbekannt: Nicht bloß aus Stein und Grenzen besteht ein Vaterland. Es lebt in alten Worten, im Pflug, der Furchen zieht, im Bach, der durch die Wiesen, im Wind, der heimwärts…

  • Herbstgedanken

    Die Jahreszeiten sie sind wunderschön und so bunte Farben – ich kann sie gut sehen Die Blätter der Bäume, so bunt und gesund, Kastanien und Eicheln- oval und auch rund. Die Jahre vergehen und auch so die Zeiten, das Lächeln der Kinder, das Singen und Streiten. Wir werden ja älter und auch viel gescheiter- das…

  • Bitte warten !

    Im Supermarkt, das ist doch klasse, ich kaufe ein, und geh´ zur Kasse. Was ich will, hab´ ich bekommen, und da steh´ ich nun benommen, und warte – warte mit der Masse! Auch zum Amt, da geh´ ich hin, denn dort hab´ ich den Termin, und so zieh´ ich da die Nummer. Schon beginnt auch…

  • Supermarkt

    Im Supermarkt, das ist doch klasse, ich kaufe ein und geh´ zur Kasse. Was ich will, hab´ ich bekommen, und da steh´ ich, wie benommen, und warte – warte mit der Masse!

  • Wenn der Herbst an der Wupper zieht

    Wenn morgens Tau auf Wiesen steht und Nebel durch die Täler geht, wenn fahles Licht die Zweige streift und erstes Laub zu Boden reift, dann trägt der Herbst sein stilles Kleid, aus Kupfer, Rauch und Müdigkeit. Kastanien liegen kühl im Gras, der Morgen glänzt von Nebelnass. Die Wupper zieht durch Wald und Stein, nimmt gelbe…

  • Wenn der Herbst durchs Land zieht

    Wenn morgens Tau auf Wiesen liegt und Nebel durch die Gärten zieht, wenn Sonnenlicht durch Zweige fällt und still die Blätter golden hält, dann trägt der Herbst sein buntes Kleid, halb Abschied schon, halb Erntezeit. Die Kastanie fällt ins feuchte Gras, ein Kind hebt sie auf und freut sich daran. Der Ahorn brennt in Rot…

  • Was der Oktober weiß

    Die Hagebutte steht am Rain, vom Morgenregen blank gewaschen; im Gras liegt eine Kastanie, noch glatt und braun in grünen Taschen. Die Rotbuche hält länger fest. Der Ahorn gibt sein Gelb schon preis. Am Zaun verblüht die letzte Aster, und über Wiesen zieht es weiß. Ein Rotkehlchen prüft kahle Zweige, als wären sie für ihn…

  • Herbst macht was draus

    Wenn die Nächte länger werden und die Kälte zieht ins Haus, sagt der Herbst mit krummen Fingern: „Nun, mein Freund, mach was daraus!“ Draußen murrt der Wind am Fenster, drinnen dampft bereits der Tee. Und die Katze kennt das Leben: Sie bleibt liegen. Das ist okay. Blätter kleben auf den Wegen, Nebel hängt am Gartenzaun.…

  • Der Herbst kommt ohne Rücksprache

    Wenn Nächte länger, Tage kleiner und kalte Luft durchs Treppenhaus, wird selbst der größte Sommermeiner auf einmal gern zum Stubenherrn zu Haus. Der Regen schreibt an Fensterscheiben, der Wind verteilt das Laub im Hof. Man kann darüber Trübsal treiben — doch Trübsal bleibt, bei Licht besehn, recht doof. Drum stellt man Tee und Bücher hin,…

  • Wenn das Dunkel früher kommt

    Wenn die Nächte länger werden, wenn die Kälte zieht ins Haus, holt man Wärme aus der Stille und macht aus dem Herbst was draus. Denn im Grau nur Grau zu sehen, macht die dunklen Tage schwer; wer noch Licht im Kleinen findet, braucht vom Sommer gar nicht mehr. Eine Lampe, warme Räume, Tee und Bücher,…

  • Erntedank

    Ährengold auf weiten Feldern gab es und in unsern Wäldern leuchten Blätter kunterbunt, denn der Herbst gibt allen kund: Äpfel, prall mit roten Backen, Nüsse reif, bereit zum Knacken, Wein, so lieblich wie im Traum; Ernte satt, man glaubt es kaum! Birnen, Pflaumen, Kohl und Mais sind, wie jeder von uns weiß, genau wie’s Korn…

  • Die Kirchweih´

    Jährlich ist es stets soweit, die Kirchweih´ steht bereit. Zur Andacht kommt die Kirchengemeind´ die Kirchenglocken erklingen wunderschön. Ein angenehmer Duft von Kirchweihrauch breitet sich aus im Kirchenschiff. Aus der Kirchensakristei kommt geschritten der Kirchenpriester mit der Kirchenbibel in der Hand. Kirchenlieder ertönen wunderbar aus dem Mund der Kirchgemeinde. Kirchenmusik erklingt wunderbar von der Kirchenorgel…

  • Gemeinschaft

    So ist es gut, so ist das recht, wenn´s einer sagt, ist das nicht echt. Stammt dies aber von euch beiden, müssen all die andern leiden. Gemeinsam wird das ein Geflecht!

  • Vom Öffnen neuer Räume

    Die Vögel ernten orangefarbene Beeren, sie befreien die Büsche von ihrer fruchtigen Last. An einem sonnigen Morgen gingen wir über die Felder spazieren, du ließest glänzende Spinnfäden schweben wie Spielzeugdrachen durch die milde Luft. Und ich will jetzt von den Bäumen lernen, Kräfte sammeln in meinem Kern, um mich in einem neuen Frühjahr dann weiter…

  • Vor dem frühen Winter

    Der Herbst liegt schwer auf Feld und Wegen. Die Birken stehen still und fahl, als hätten sie im matten Schweigen ihr letztes goldnes Wort vertan. Ein nasser Wind geht durch die Gärten, streift Dächer, Zäune, morsches Holz. Die Erde riecht nach kaltem Regen, nach Müdigkeit und altem Trotz. Schon sinkt der Tag vor seiner Stunde.…

  • Weltkindertag

    Heute ist Weltkindertag, was das auch bedeuten mag. Kümmert euch um die Natur, Menschlichkeit, und Leben pur. Diese Welt bringt den Ertrag!

  • Leben

    Heute ist ein schöner Tag, ohne Sorgen, ohne Plag´, ohne Ärger, und Verdruss. Jede Stunde ein Genuss. Leben, so wie ich es mag!