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Die Sonne trägt schon Herbst im Herzen.
Der August zieht ins reife Land, gekrönt vom Gold der Ährenfelder; die Sonne ruht am Waldesrand, ihr Licht durchglüht die stillen Wälder. Die Birne schwillt am schweren Ast, der Wiesensalbei steht in Flammen; die Erde trägt der Fülle Last und hält noch Glut und Duft zusammen. Doch Tau liegt kühl im frühen Gras, der Abend…
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Winternebel im Bergischen Land
Der Nebel sinkt ins Bergische Land, legt Grau auf Dächer, Feld und Rand. Die Hügel treten aus der Sicht, als nähme sie das fahle Licht. Die Eichen stehen schwarz und schwer, kein Blatt bewegt sich in den Kronen mehr. An kahlen Zweigen hängt der Reif, der Morgen bleibt noch blass und steif. Der Bach zieht…
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Wolken
Weißt du noch, als wir im weichen Gras lagen, die Sonne unser Gesicht wärmte und der Himmel unendlich schien? Wir schauten den Wolken hinterher, sahen Drachen, Schiffe und Gesichter, Burgen aus weißer Watte, die nur für uns existierten. Die Zeit spielte keine Rolle, kein Handy, keine Termine, nur der Wind, das Lachen und ein Herz,…
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Deutscher Wald im Licht
O Täler weit, o Höhenrand, du Wald im frühen Morgenlichte, dein Atem zieht durch Baum und Land und schreibt sich ein in die Geschichte. Durch Buchenlaub und Eichenkronen geht Wind wie eine alte Sage; in deinen tiefen, grünen Zonen verhallt des Tages laute Klage. Wo Wurzeln unter Steinen tasten und Quellwasser die Moose nährt, lernt…
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Herbstgedanken
Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich sterben. Wenn die Blätter sich braun und orange färben. Wenn die Welt wieder Eigentum der Dunkelheit wird und jedes Feld langsam stirbt. Der Regen wird es sein der mir meinen Hunger verdirbt und der nasse Asphalt der wie deine Augen wirkt. Die fehlende Wärme wird ihr Spiel mit…
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Deutschland
Schwarz, so wie der Hintergrund der Sterne in der Nacht; Rot, so wie das stolze Blut uns liebend glücklich macht; Gold, so wie des Reichtums Glanz uns machte einst bekannt; die Farben sind, die für uns stehen, für unser Heimatland!
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Herbst – Nach Übermaß
Die Blätter fallen nicht aus Schwäche, sie lösen sich aus Übermaß; wer festhält wider seine Fläche, verliert am Ende mehr als Maß. Was reift, beginnt sich abzugeben, nicht aus Verlust, vielmehr aus Sinn; denn alles volle, drängend Leben strebt irgendwann nach außen hin. Der Baum bewahrt nicht durch Behalten, er ordnet sich durch stillen Schnitt;…
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Die Rose fiel…
Die Rose… Gefühle sangen keine Lieder. Gaben nur noch Pflichten wieder. Die hellen Wolken wurden grau. So manche Gesten wirkten flau. Die Liebe nicht mehr spürbar war. Beziehung wurde nüchtern klar. Es verschwamm der Beiden Ziel. An einem Tag die Rose fiel. Bernd Tunn Tetje
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Morgenstimmung im neuen Heim
Ein Neues Heim ist wie Musik – Akkorde klingen durch die Räume – Sechsachteltakt mit Edvard Grieg, Ihr tanzt übers Parkett der Träume! „Morgenstimmung“ überall – Es naht der Sonne erster Strahl, Die Amsel stimmt ins Lied mit ein Und lässt die gute Laune rein. Hier ist es nun, das Home, sweet Home! Für Euch…
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Meister Petz
Willst du viele Grizzlys sehn, Musst du nach Alaska gehn. Der große Bär ziert hier die Fahne! Gestattet, dass ich trotzdem mahne: Denn auch im Land der tausend Abenteuer Wird Meister Petz nun immer rarer! Vom Yukon bis zum Yellowstone Sitzt Petzi nur noch auf dem Thron. Dreihundert Jahre ist es her, Da stand an…
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La Mer – Das Meer
Wenn man bedenkt, dass fast drei Viertel Der Erde unter Wasser steht, Wundert es nicht, dass vielen Menschen Dies Element sehr nahe geht. Das Segeln ist ein schöner Sport, Der Wind trägt einen weit hinfort! Hier kann man wunderbar entspannen, Ganz hart am Wind ziehn wir von dannen! Man sieht von fern Delfine springen, Die…
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„Im Garten des gelben Schlosses“
Der Weg zieht hell durch Sand und Zeit, gerad’ hin zum Schloss in Morgenlicht. Ein Himmel, weit wie Ewigkeit, spannt Wolkenschrift ins Angesicht. Die Türme tragen, stolz und fest, den Atem längst vergangner Jahr’; ihr Gold im Wind, ihr stilles Nest, bewahrt, was menschlich wandelbar. Am Wasser steht in Erz gebannt ein Fürst, der schweigend…
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Schilda-Salat
Wollt ihr eine Reise planen, Ists schwer mit Deutschlands Autobahnen: Denn im Land der freien Fahrt Herrscht der reinste Schildersalat. 100, 80, 120 wechseln sich hier fleißig ab, Auf nicht mehr als 1000 Metern halten Schilder uns auf Trab! Ohne Grips und ohne Sinn, Knallt man sie da grad mal hin. Wie in Schilda: Deutschlands…
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Lektüre
Wenn die Sonne aufgeht und die Erde leicht beleuchtet, öffnet sich ein Buch aus ältesten Tagen, unablässige Lektüre. Die Steine im Vorgarten haben mächtig viel zu sagen, schweigen sich aber alle aus. Die welken Blätter auf dem Boden wissen schon lange, was ihnen blüht in der kalten und dunklen Zeit. Die kalte Luft streicht wortlos…