Chandrika Wolkenstein

Es gibt mehr

Wir wissen so viel
und verstehen so wenig.

Wir kartieren den Himmel,
zählen Sterne,
berechnen Bahnen,
simulieren das Ende der Welt
auf glatten Bildschirmen –
und scheitern doch
am eigenen Herzen,
an einem Blick,
an der Stille nach einer Nachricht.

Die Welt ist größer
als ihre Verwaltung.

Etwas entzieht sich immer.
Nicht trotzig,
nicht feindlich –

einfach, weil es nicht dafür gemacht ist,
in Begriffen zu wohnen.

Vielleicht beginnt Weisheit dort,
wo wir das Staunen
nicht länger zähmen.

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