Allgemein

Die Unterschrift

Am Ende konnte sie ihren Namen nicht mehr schreiben. Der erste Buchstabe gelang. Dann hielt sie den Stift über das Papier, als müsste jemand den nächsten vorsagen. Mit diesem Namen hatte sie eine Wohnung gemietet, eine Ehe beendet, mich für den Schulausflug angemeldet. Ich legte meine Hand um ihre. Sie ließ es zu. Wir schrieben […]

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Zwei von fünf

So, nun habt ihr endlich euer Kreuz gemacht Und es brauchte nicht besonders viel Mut Mit nie da gewesener Selbstverständlichkeit Nur mit Stolz und Trotz und jede Menge Wut Ein Kreuz in dem ihr eine Alternative seht Aus einer chronischen Unzufriedenheit Für starke Taten erwartungsvoller Lenker Gegen all die demokratische Unfähigkeit Ihr fühlt euch stark,

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Unterschiedliche Fragen

Du stellst mir die unterschiedlichsten Fragen. Ich soll dir hierzu meine Meinung sagen. Doch immer wieder sich dann rasch herausstellt, dass meine Antwort dir jedoch nicht gefällt. Darüber hinaus du noch beleidigt bist, weil meine Antwort nun mal nicht „deine“ ist.

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Hundeleben

Mein Hund ist mit mir seelenverwandt und mir treu ergeben, wird deshalb meine Lebensqualität und Stimmung heben. Mir so ein gesundes Leben garantiert, meinen Blutdruck senkt und den Stress reduziert. Denn ein Leben ohne Hund ist nun mal ein „Hundeleben.“

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Das benötigte Wissen

Im Leben ist so manches kompliziert, nicht alles auf Anhieb funktioniert. Häufig Können und Erfahrung fehlen, die zu den Erfolgsgaranten zählen. Ohne Können man keinen „Laden schmeißt.“ Hierbei sich sogar die Zähne ausbeißt. Muss sich daher aufraffen und zwingen, benötigtes Wissen beizubringen. Schlie0lich haben die Götter nicht zuletzt, vor den Erfolg nun mal den Schweiß

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Der ewige Verlierer

Sein Leben war nicht von Erfolg gekrönt. Er hatte sich an Misserfolg gewöhnt. Konnte immer machen, was er wollte, selten Mal etwas gelingen sollte. Das Glück machte um ihn einen Bogen, hat ständig andere vorgezogen. Wenn er etwas tat, sich redlich mühte, häufig sogar vor Energie sprühte. Stand trotz enormer Mühen und Kosten, letztendlich auf

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Die Zeit totschlagen

Der Mensch Langeweile oft nicht erträgt. Wenn er nichts zu tun hat, die Zeit totschlägt, sie meist ohne jeden Nutzen verbringt, was Sinnvolles so gut wie nie gelingt. Trotz der Langeweile er aktiv bleibt, sich mit neuen Dingen die Zeit vertreibt. Doch seine intensive Energie, ist häufig Beschäftigungstherapie. Letztendlich dann jede Aktivität, mehr für Quantität

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Die Bildung

Für einen Gebildeten, der viel weiß, bedeutet der Wissensreichtum Macht. Mit Zähigkeit und beharrlichem Fleiß, hat er sich einiges beigebracht. Die Bildung mit der Neugier beginnt, denn fast jeder ist auf Neues erpicht. Wer neue Erkenntnisse gewinnt, dessen Geist erscheint im helleren Licht. Bildung wird geistiger Reichtum genannt, gerade in der heutigen Zeit hat der

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Von nebenan

Du fragst, wo deine rote Tasche ist. Die Worte kommen nicht zu mir herüber. Du sagst, dass du den gelben Schal vermisst. Nur deine Stimme streift an mir vorüber, so nah wie das an jedem Abend war, wenn einer in der Küche noch hantierte, und einer schon im Bett, dem andren unsichtbar, mit halber Stimme

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Masche für Masche

Bis zum Briefkasten kostest du mich den Saum. Bis zu dem Wagen, der seit Tagen falsch parkt, die linke Seite. Ich wusste nicht, wie viel Straße in einen Pullover passt. Du gehst ganz gewöhnlich. Weichst einer Pfütze aus. Lässt jemanden vorbei. Hier rutscht mir der Ärmel von der Schulter. Ich hebe ihn an wie etwas,

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Der kleine Thron

Auf Stühlen aus Papier und Zeichen erhebt sich stumm ein kleiner Thron. Wo freie Gedanken langsam weichen, setzt er für alle seinen Ton. Wer anders denkt, wird abgewiesen, sein Einwand zählt schon lang nicht mehr. Nur was sich fügt, wird laut gepriesen, das macht den Widerspruch so schwer. . Man setzt die Regeln nach Belieben,

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Grundierung

Nach der Beerdigung des Vaters streicht er den Flur. Die Bleistiftstriche verschwinden unter drei Schichten Weiß. Nur die Acht kommt wieder, dünn und grau. Hinter ihm das langsame Ziehen des Gürtels aus den Schlaufen. Sein Rücken wird wieder acht.

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Choreografie

Wir übten das Vorübergehen, bis es wie Zufall aussah. Die Schultern im richtigen Winkel, der Blick eine Sekunde zu früh zur Seite. Als der Satz seinen Einsatz hatte, vollführten wir dieselbe saubere Drehung. Kein Zögern. Kein Fehler. Nur der Abstand gelang uns jedes Mal.

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Der Funke in dir

Du musst noch bleiben, musst bestehn, denn deine Flamme darf nicht gehn. Du trägst ein Licht, das leise brennt, das dich in allen Tiefen kennt. Du bist kein Schatten, keine Spur, du gehst nach deiner eignen Uhr. Dein Wesen leuchtet, weit und sacht, trotz aller Last und dunkler Nacht. Erspür, was in dir weiter glüht,

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Passform

Die Angst nimmt Maß. Schulterbreite. Blickhöhe. Tiefe des Schweigens. Die Maske passt nicht. Noch nicht. Also wird das Gesicht zurechtgedrückt, der Mund begradigt, der Zweifel entfernt. Dann sitzt sie. Fest genug für den Gleichschritt. Leicht genug, um das Gewissen nicht zu drücken. Am Ende jubelt die Menge über ihre Verwandlung und jedes Gesicht ist die

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Einverleibt

Ein Splitter steckt im Fleisch. Die Muschel schließt ihre gerippte Faust um das, was sie nicht haben will. An der scharfen Stelle setzt sie ihr Innerstes ab: Perlmutt, Schicht um Schicht ein erhärtetes Nein. Das Fremde bleibt. Um seine Kanten wölben sich die Jahre. Grün läuft über Rosa, verliert sich in milchigem Blau. Keine Farbe

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Falten aus Schweigen

Ein schweres Tuch, aus Angst und Schuld gewebt, legt sich auf den, den fremde Blicke meiden; es nimmt ihm Raum, bis kaum noch etwas lebt, und lässt ihn tief in stiller Kälte leiden. Die Blicke fallen wie ein gefrorener Stein, die Stimmen schneiden, ohne aufzuschreien; was gestern Nähe war, wird plötzlich Nein, und Türen schließen

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Mit wem?

Wenn du einmal eine Frau hast, sagt sein Vater und reicht ihm die Kartoffeln. Er ist siebzehn. Unter dem Tisch drückt er beide Füße auf den Boden. Seit Wochen erzählt er von einem Menschen nur in Sätzen, die ohne Fürwort auskommen. War schön. Waren am Fluss. Komme später. So viel Grammatik für eine Hand, die

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Vor dem Frost

Der Frost wird wiederkommen. Heute werden die jungen Bäume eingewickelt. Unter der Rinde ruht der nächste Frühling noch verletzlich. Noch passen ihre Schatten zwischen zwei Hände. Wer sie schützt, wird unter ihren Kronen vielleicht nie sitzen. Eines Tages wird in diesen Ästen ein Sommer rauschen, der nichts mehr weiß von den Händen vor dem Frost.

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