Allgemein

No Future – die Lüge

„No Future“ – einst ein Punkparolen-Schrei, doch heute wirkt er leer und einerlei. Ein Slogan, laut, doch längst verflogen – der ist – wie vieles – verlogen. Auch wenn das Leben dich hart trifft und jede Hoffnung ist nur Pflicht, auch wenn du dich verloren fühlst und Schmerz dein Innerstes durchwühlt – es muss doch […]

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Xenokratie

Ihr nennt es frei, ihr nennt es Staat – doch wer bestimmt, was Gültigkeit hat? Wer lenkt die Worte, die wir lesen, wer formt das Bild von Welt und Wesen? Es sind nicht Ketten, nicht das Schwert, das unser freies Denken still verwehrt. Es sind Institutionen, die uns formen, Medien, die Gedanken normen. Es sind

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Unsichtbar und nah

Ich lebe in einer Welt aus Glanz und Lärm, doch mein Herz bleibt dem Unsichtbaren warm. Nicht Geld, nicht Macht, nicht schneller Gewinn – mein Glaube trägt, wo ich selbst nur bin. Man nennt mich träumerisch, vielleicht naiv, doch ich weiß, was mich im Innersten rief. Wenn alles fällt, bleibt er mein Licht: ein Gott,

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Der DDR-Musiker und ich

Ich fahr am Abend durch die Stadt, die Straße glänzt, ist feucht und glatt. Ein DDR-Musiker winkt mir zu, ich halte – und nehme ihn mit im Nu. Wir fahren Richtung Hotel Strauß, die Stimmung ruhig, fast wie zu Haus. Auf einem Parkplatz, still und leer, reden wir – das wiegt umso mehr. Er sagt,

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Der einsame Vampir

Wenn ich erwache, stehen die Sterne günstig. Es ist Mitternacht, mein Herz schlägt unruhig. Ich steig aus meinem Sarg, die Zähne noch zu schärfen, schleiche durch den Park, alle schlafen, keiner merkt es. Da sitzt ein junges Mädchen, ihr Atem tanzt im Mondlicht. Ich möchte sie nicht verletzen, nur teilen, was in mir brennt. Ich

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Vorurteile zur Zeit

Es klingt neu, doch alt ist das Geschehen, wie Menschen voreilig im Urteil stehen. Wer keinen Job hat, gilt schnell als faul, wer anders denkt, der stört die Moral. Wer leise lebt, den nennt man schwach, wer widerspricht, der sucht den Krach. Wer Leder trägt, sei voller Gewalt, wer sich still verhält, wirkt schon kalt.

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Zwischen Gassen und Gewitter

Ich liebe Städte, ihr Flüstern im Wind, die flackernden Lichter, das Leben ist geschwind. Doch manchmal, ganz leise, zieht etwas mich fort— ein Schatten, ein Schrei, ein verstörter Ort. Ein Sonntag, verregnet, im Spätsommergrau, wir fuhren durch Straßen – kein Himmelsblau. Ein Viertel, das fluchte in rostigem Ton, wo Hoffnung zerbrach und Misstrauen wohn’. Ein

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Wenn alle Stricke reißen

Ein Mensch hadert riesig mit dem Leben, seine Lebensplanung ging daneben. Will nun seelisch nicht mehr länger leiden, drum kurzfristig aus dem Leben scheiden. Doch sollten jetzt alle Stricke reißen, muss er in den sauren Apfel beißen und den Gedanken, sich aufzuhängen, endgültig aus seinem Kopf verdrängen. Zwar ist dieser Mensch etwas sensibel, aber dennoch

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Immer positiv bleiben

Im Leben läuft nicht immer alles streng nach Plan, denn manches Geplante gerät rasch aus der Bahn. Ärger und Enttäuschung nicht zu vermeiden sind, der stressige Aufwand nun von vorne beginnt. So sollte man jetzt auf keinen Fall verzagen, sondern selbstbewusst neu anzufangen wagen, bittere Enttäuschungen außen vorlassen, Erforderliches mutig ins Auge fassen. Nur wer

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Lebensregeln

Wer die folgenden Lebensregeln berücksichtigen wird, sich auf allen Wegen seines Lebens nicht vergaloppiert: Du solltest deine Zukunft mit Zufriedenheit genießen, deshalb endlich Frieden mit deiner Vergangenheit schließen. Dir muss stets egal sein, was andere über dich denken, brauchst den kritischen Urteilen keine Bedeutung schenken. Vermeide strikt, dich mit anderen Menschen zu vergleichen und setze

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Die Diagnose

Ein Mensch fühlte sich gesundheitlich arg lädiert, hat deshalb besorgt seinen Hausarzt konsultiert, ließ, um hierfür die Ursache zu entdecken, sich nun vom Kopf bis zu den Füßen durchchecken. Der Arzt ihn intensiv „unter die Lupe“ nahm und sodann zu folgender Diagnose kam: Als Ergebnis eines äußerst schweren Falles, dem Patienten nichts fehlt, denn er

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Im Namen der Macht

Sie reden von Ordnung und meinen Unterwerfung. Sie reden von Glauben und meinen Kontrolle. Sie reden vom Volk und meinen sich selbst. Die Demokratie fällt nicht auf einmal. Sie wird ausgehöhlt durch Angst, Gehorsam und Lüge. Machtzirkel bauen keine Zukunft. Sie errichten Fassaden. Wenn ihre Herrschaft bröckelt, erfinden sie Heiligkeit. Sie brauchen keine Wahrheit. Nur

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Worte wie Waffen

Wenn Worte wie Waffen durchs Netz sich verbreiten und Lügen als Wahrheit uns blindlings begleiten, wenn Stimmen sich heben, doch niemand mehr hört, weil jeder den anderen im Eifer zerstört – dann sucht man den Ort, der noch Menschlichkeit kennt, ein Gesicht ohne Maske, ein Wort, das nicht brennt, ein Blick, der dich hält, wenn

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Eigentlich zufrieden

Ich sah die vielen Städte dieser Welt und fragte selten nur nach Macht und Geld. Ob Amsterdam, ob Prag, Berlin oder Wien – was ich dort sah, ist tief in mir gediehen. Ich sah das Licht, das Dunkle nahm ich auch, den schnellen Glanz und jenen leisen Hauch. Nicht nur der Schein bestimmte meinen Blick,

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Die andere Klarheit

Musik. Sonst nichts. Und doch wird etwas in uns weit, als hätte jemand ein verborgenes Fenster geöffnet. Sie braucht keinen Begriff für das, was wir sofort erkennen. Manchmal erfährt ein Mensch in einem einzigen Lied mehr von sich als in langen Jahren voller Gedanken.

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Sterne über der Gosse

Wir liegen alle in der Gosse, manchmal tiefer, als wir zugeben. Wir zweifeln, sehen mehr Boden als Himmel. Und doch heben manche den Blick, trotz der Risse, trotz der Müdigkeit, trotz der Welt. Und dann sind da Sterne, weit weg, aber da. Vielleicht retten sie nichts, aber sie erinnern uns daran, dass über uns noch

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Diese Stadt

Diese Stadt riecht nach Benzin, nach Asphalt, laut und gemein. Kein Grün, kein Wald, kein stiller Ort – nur Lärm und Menschen, immerfort. Bar an Bar, das Licht ist grell, Kneipe an Kneipe, laut und schnell. Ich bleibe hier, ich mag das Spiel, die Nacht, den Rausch, das schnelle Ziel. Ich liebe das Tempo, den

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Angebliche Freunde

Wenn ich mein Leben still betrachte, spür’ ich, wie sich Bitterkeit entfacht. Die meisten, die sich Freunde nennen, sind selten ehrlich, sich mir zu bekennen. Sie haben Zeit, doch nur für sich – ihre Ausreden ermüden mich. Sie kommen nur, wenn sie was brauchen, ruft man sie, hört man ihr Schweigen hauchen. Sie sind verschwunden,

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