Allgemein

Der trügerische Trost

Dein Leben schreitet durch gedämpften Schein, die alten Dämonen schleichen still hinein. Die Welt, ein Spiel aus falscher Nacht und Licht, verspricht dir Halt und lässt dich doch im Stich. Du greifst nach Rausch, nach einer kurzen Ruh, du lauschst den Lügen, und sie sprechen zu. Sie flüstern Trost und nehmen heimlich mehr, am Ende

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Die Faszination des Autoritären

„Die Faszination des Autoritären“ (Zitat von Friedrich Merz, 20.09.2026)* Ein wüster Wind weht durch die Welt, durchströmt auch uns und die Nation: Autoritäres nun wieder gefällt, mit fesselnder Faszination. Seid ihr verrückt, habt ihr vergessen: Den autoritären Vater, der euch erzog, den Lehrer, der euch verbog? Den autoritären Coach, der euch trainiert‘, den Chef, der

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Goldener Mond

Wenn die Straße im Dunkel schweigend versinkt und die Kälte durch Mantel und Glieder dringt, steht am Rande der Nacht ein sanfter Schein, lädt der Goldene Mond zur Einkehr ein. Ich blickte hinauf in das schwärzeste Blau und malte mir aus, wie er leuchtet genau. Ein Mond, nicht aus Silber, nicht frostig und kalt, ein

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Dressur

Eine Attraktion ist die Dressur mit möglichst großen und wilden Tieren, die entgegen der tierischen Natur einem mutigen Dompteur parieren. Doch der Mensch nicht allein Tiere dressiert, mit seinesgleichen auch oft so umspringt, immer wieder zum „Menschendompteur“ wird, der anderen seinen Willen aufzwingt.

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Mondmeer

Dort angekommen, würden wir uns nach der Erde sehnen. Das Blau. Die Wolken. Regen auf ungeschützter Haut. Diese Stille aus erstarrter Lava. Darüber der schwarze Himmel. Unser Blick verhungert an der Weite. Am Grund des Mondmeers wären wir Schiffbrüchige.

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Seifenblasen

Ein Kind lässt Seifenblasen steigen. Der Wind trägt sie zum Wasser hin. Das Ufer mit den Weidenzweigen spiegelt sich mit uns darin. Ein Haus wird rund, ein Baum steht schief. Die Brücke zieht im Wind vorbei. Der Fluss, zuvor noch breit und tief, schwebt mit – dann bricht das Bild entzwei. Es platzt die zweite.

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Arbeit adelt

Zu den pflichtbewussten Menschen er gehört, jegliche Art von Faulheit ihn mächtig stört. Keiner Arbeit dieser Mensch aus dem Weg geht, selbst wenn es sich um schwere Knochenjobs dreht. Jederzeit man sich auf ihn verlassen kann, bietet ohne Aufforderung Hilfe an. Sieht seine Arbeit nie als lästige Pflicht, dass „Arbeit adelt“ hat für ihn stets

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Rauch und Sehnsucht

Vieles hat man dir genommen, was verloren schien so lang; im Rauch bist du dir neu entglommen, als ein neuer Traum begann. Du nimmst den letzten Zug im Schweigen, die Sehnsucht hebt zum Flug sich an; als würden ferne Sterne steigen und wiesen dir die stille Bahn. Zurück bleibt mancher alte Schmerz, verblasst im Dunst

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Der Pelzmantel

Mutter äußerst stolz den neuen Pelzmantel trägt, sich wie eine Diva in dem Gewand bewegt. Ihr kleiner Sohn, ein durchaus aufgeweckter Wicht, altklug und in vorwurfsvoller Art zu ihr spricht: „Dem armen Vieh hat es doch sicher nicht gepasst, dass du von ihm den Pelzmantel bekommen hast.“ Die entsetzte Mutter nun vor Scham rot anlief

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Am FKK-Strand

Es ist nun mal bekannt und seit Jahren Fakt, am FKK-Strand sind die Menschen stets nackt. Doch einer sich von allen unterscheidet, ist von Kopf bis Fuß elegant gekleidet. Dennoch als FKK-Fan anerkannt wird, weil eine kahle Fläche seinen Kopf ziert. So ist seine Glatze auf dem „Hochplateau,“ letztendlich FKK auf höchstem Niveau.

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Fernwehmut

Manchmal fehlt mir ein Ort so sehr, dass ich mich setzen muss. Ich war nie dort. Und doch zieht sich etwas unter meinen Rippen zusammen, wenn der Wind am Abend dreht und durch das offene Fenster ein Geruch kommt, für den ich keine Erinnerung habe. Dieses Ziehen, bis in die Fingerspitzen. Als hätte ich eine

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Die Welle

Ich lag am Strand, an sicherer Stelle, sah fernab eine Gefahrenquelle. Diese rückte mir plötzlich in Schnelle, in Form einer Welle auf die Pelle. Es war jedoch keine Monsterwelle, sondern eine der harmlosen Fälle. Lediglich nur eine Bagatelle, eine gefahrlose „Mikrowelle.“

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Allwissende Menschen

Dumme Menschen ihre Dummheit nicht sehen, drum mitten im Leben „ihren Mann“ stehen. Sich sogar für äußerst gebildet halten, jede Dummheit mit Cleverness entfalten. Gehen mit ihren Entscheidungen dann dreist, vielen Mitmenschen gewaltig auf den Geist. Immer wieder sie mit chronischer Dummheit, sowie ihrer sehr lässigen Dreistigkeit, ihre „Dümmlichkeiten“ stolz offerieren und die Nerven anderer

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Gemütlichkeit

Tropfen an die Fenster pochen, aber ich hab’s warm hier drin. Einen Tee werd‘ ich mir kochen und dann lege ich mich hin. Eine schöne warme Decke, ja, die gibt Geborgenheit in der kühlen Zeit des Herbstes, wenn der Winter nicht mehr weit. Märchenfilm und Schummerlicht, Räucherduft in dieser Zeit; das Schöne, was wir alle

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Kluge Dummheit

Ein Mensch mit enorm viel Grips im Kopf, zählt zu den Klugen und Schlauen, nimmt jede Gelegenheit beim Schopf, auf seine Klugheit zu bauen. Er besitzt die große Fähigkeit, sein Können geschickt zu zeigen, um schon nach relativ kurzer Zeit, zum Shooting-Star aufzusteigen. Doch dann hat er sich verkalkuliert, seine Gegner unterschätzte, hat eine Bauchlandung

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Revue passieren lassen

Du lässt deine Jahre Revue passieren und blickst auf das Vergangene zurück. Wirst das Erlebte oft glorifizieren, hattest allerdings nicht immer nur Glück Pleiten, Pech und Pannen waren Begleiter, immer wieder lief mal einiges quer. Dennoch ging dein Streben nach Erfolg weiter, energisch durchhalten ist letztlich schwer. Doch hielten sich Glück und Pech meist die

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Die Rache des Gewissens

Sobald der Mensch etwas Unrechtes anstrebt, das Gewissen warnend die Stimme erhebt, dem Vorhaben kritisch gegenübersteht und hiervon aus diversen Gründen abrät. Durch die Warnung das Gewissen oft erreicht, dass der Mensch nicht vom Weg der Tugend abweicht. Wer die Stimme des Gewissens ignoriert, letztendlich sein Unrechtbewusstsein verliert. Das Gewissen so zum Tugendwächter wird, weil

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Nur gute Seiten

Die Menschen sind ziemlich unterschiedlich gestrickt und haben bekanntlich immer zwei Seiten. Während die eine Seite meist ganz normal tickt, besteht die zweite oft aus Schlechtigkeiten. Dass aber Ausnahmen gar nicht so selten sind, ist bei den Heiratswilligen zu sehen. Bei ihren Annoncen man den Eindruck gewinnt, dass sie nur aus guten Seiten bestehen.

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Das letzte Rot

Mir geht es gut, trotz leiser Ahnung, dass ich einst vieles lassen muss, dass nichts für immer bleibt auf dieser Welt, wie welkes Laub, das der Wind verweht und lautlos sinkt auf dunkle Straßen. Hoffnung vergeht im Sturm der Zeit, hinter manchem Lächeln schweigt die Wahrheit. Heuchelei verletzt wie ein Dorn, doch Niederlagen zeigen, was

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