Max Vödisch

Ein Augenblick im Grau

Kein Geld, kein Job,
viel Grund zur Hoffnungslosigkeit.
Keine Wertschätzung, kein Trost, kein Lob,
ein Spiegelbild unserer Zeit.

Wenig Freunde, keine Frau,
viel Grund zur Hoffnungslosigkeit.
Der Himmel färbt sich bleiern grau,
und überall herrscht Ungerechtigkeit.

Kaum glückliche Gesichter,
die Müdigkeit überwiegt.
Zu viele erloschene Lichter —
nur das Leid, das siegt.

Kein natürliches Lachen mehr,
Nächstenliebe gilt als Fremdwort.
Gedanken werden dunkel, schwer,
und alle Träume ziehn fort.

Das Leben sinnlos vergeudet,
die Ziele nie erreicht,
der Sturz schon sorgsam vorbereitet,
der Entschluss fiel nicht leicht.

Und doch, ein Funken bleibt zurück,
versteckt im Staub der Tage,
ein stiller Traum, ein Augenblick,
der stärker ist als jede Klage.

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 13

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Ein Gedicht in Schönschrift publizieren? Nutze den Handlettering-Generator und verwandle dein Gedicht in ein visuell ansprechendes Kunstwerk.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert