Max Vödisch

Die flüchtige Krone

Ein Morgen wie ein blasser Thron,
geformt aus Nebel, Angst und Hohn.
Die Sorgen schleichen, stumm wie Diebe
und rauben dir, was Hoffnung bliebe.

Die Flucht – ein Kleid aus trübem Licht,
doch hinter dir: dein wahres Ich.
Du wanderst durch ein ödes Feld,
allein wie die Dämmerung in der Welt.

Die Liebe – einst ein heller Stern,
sie glühte nah und schien doch fern.
Das Glück – ein Ruf im Morgenwind,
verweht, doch zeigt, wo Träume sind.

Gerechtigkeit – ein ferner Klang,
Freiheit – ein nie gesungener Gesang.
Die Krone, die das Leben schmiedet,
bleibt dir verwehrt, bleibt unvermietet.

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