Chandrika Wolkenstein

Man wird doch noch

Man wird doch noch lachen dürfen,
sagen sie

und machen aus ihrem Körper
eine Pointe,
aus ihrem Namen
eine Mutprobe,
aus ihrer Angst
eine Übertreibung.

Sie lacht kurz mit.

Dieser Reflex,
sich selbst zu verlassen,
bevor es die anderen tun.

Später im Bad
hält sie sich am Waschbecken fest.

Im Spiegel
das mühsam gerettete Gesicht.

Hinter der Tür
geht das Lachen weiter,
hell, beiläufig,
unschuldig wie immer.

Sie flüstert ihren Namen,
nur einmal,
um zu hören,
ob er noch da ist.

Er klingt wie jemand,
der im Dunkeln
um Hilfe ruft,

und die Hand
vor den eigenen Mund hält.

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