Peter Leitheim

Der Blinden ihr trauriges Lied zum Leben

Blindenschulen in den Jahren 1800 – 1900
Historien – Gedicht
Gedicht – Nr. 1237 von 1488 Gedichten
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Wohl denen die Gesund, die, Sehen, Hören Riechen und Fühlen können.
In früheren Zeiten weggesperrt, führten sie ein karges, freudloses, hartes Leben
mit oft schwerer Arbeit unter strenger Zucht – ohne Freude und Hoffnung.
Blinden – Schulen
Der Tag begann mit einem Gebet und einem Lied der Hoffnung.
Dann folgte strenge Zucht- ein karges Essen – harte Arbeit – Unterwerfung.
Ein Leben ohne Freude – Liebe – Zärtlichkeit – Hoffnung
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Der Blinden ihr trauriges Lied wurde täglich voller Hingabe gesungen.
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Ein neuer Tag beginnt sein Lauf
Mit Sonnenlicht das oben auf
Für Menschen Wärme, Licht gebracht
Doch für die Blinden bleibt es Nacht!
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Sie können nicht die Welt beschau ‘n
Nicht Blüten und nicht grüne Auen
Die Fauna, Flora sehen sie nicht
Und auch kein freundlich` Angesicht.
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Doch fühlen sie wie Sonne warm
Und wenn sie jemand nimmt in Arm.
Sie hören auch den Vogelsang
Im Herzen drinnen bleibt es bang.
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Früh morgens ganz rasch es in den Saal
Als Gottesgruß ein frommer Choral.
Dort stehen sie in Reih und Glied
Voll Inbrunst singend Morgenlied
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Dort preisen sie den Herrn und Gott
In laut Gesang an dunklem Ort.
Sie bitten um ihr Augen Licht
Auf das der Herr ihr Dunkel bricht.
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Peter Leitheim
Mensch – Humanist

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