Werner Siepler

Der gute Geist

Mancher Mensch ist in der Firma der gute Geist,
der täglich äußerst pflichtbewusst den Laden schmeißt.
Morgens als erster an seinem Arbeitsplatz steht,
abends als letzter in den Feierabend geht.

Seine Arbeit er mag, sie ganz besonders liebt,
deshalb niemals „eine ruhige Kugel schiebt.“
Legt jederzeit gekonnt und energisch Hand an,
auf ihn sich der Chef immerzu verlassen kann.

Als Leistungsträger man ihn in der Firma schätzt,
der stets sein Können für ihren Erhalt einsetzt.
Häufig sich bis an den Rand der Erschöpfung plagt,
auch unbezahlte Überstunden nicht beklagt.

Wenn die Auftragslage mal urplötzlich einbricht
und nicht im Geringsten den Planungen entspricht,
dieser Mensch nun echte Geschäftstreue beweist,
sich sanierungsbewusst seinen Hintern aufreißt.

Obwohl der Chef von seiner Leistung profitiert,
seine Arbeit aber häufig nicht honoriert,
so von einer gerechten Entlohnung absieht,
ihm letztendlich das Fell über die Ohren zieht.

Selbst des Nachts wird der Arbeitnehmer arg gestresst,
der tägliche Stress ihn unruhig schlafen lässt.
Sein Chef hat mit alledem recht wenig am Hut,
schläft, keine Gedanken hieran verwendend, gut.

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