S.A. Riten Dumke

Der Poet

Im Rinnsal der Zeiten, in Träumen versenkt, lauscht er dem Flüstern, das niemand erkennt. Ein Tropfen aus Dämmer, ein Funken aus Nacht – er trägt sie ins Lied, das heimlich erwacht.
Er webt aus dem Schweigen ein zartes Gespinst, aus Schatten der Seele, aus Staub alter Wege. Er horcht auf das Wispern der Welten im Wind, bis Worte sich formen – aus Erkennen gemacht.
Er sitzt vor dem Blatt wie vor offener Tür, doch die Worte verweigern den ersten Schritt. Der Schmerz wird sein Anker, die Stille sein Schwur, aus Schweigen erwächst leise eine flüsternde Spur.
Er schaut auf sein Werk das vollendet nun steht, gewoben aus Ahnung, mit Wahrheit genährt. Ein Hauch nur vielleicht, doch tief eingewebt, wie ein leiser Traum der durch die Zeiten weht.

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