S.A. Riten

Die Leihgabe

Die Leihgabe
Gott sprach: „Hier, ein Garten – klein, doch mein, dieses Kleinod will ich euch reichen, pflanzt, pflegt, wandelt weise, erkennt das Geschenk, die Gabe aus Gnade.“
Der Mensch nahm – in Eile, griff mit gieriger Hand, baute Mauern, schuf Maschinen, Grenzen, Waffen, Beton. Vergaß das Lied der Erde, verlor den Blick fürs Ganze. Er pflügte nicht – er verwüstete, erhob sich zum König der Scherben.
Gott schüttelte leise sein Haupt: „Einen großen Planeten wollt ihr haben? Vergesst es. Wenn ihr an einem Funken der Schöpfung verzagt, was wollt ihr tun mit dem Feuer der Sterne? Nein – der große Planet bleibt mein. Wer das Kleine zerstört, ist des Großen nicht würdig.“
Und der Wind trug das flüsternde Wort davon: „Hütet, was euch anvertraut.“

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