Jörg Stahlschmidt

Ferne Ziele

Der alte Mann, mit jungem Geist.
Gebrochen nicht, jedoch gekrümmt.
Gedanken wirr auf endlos Pfaden.
Was ist der Weg?
Was ist das Ziel?

So hält er inne, zögerlich.
Schaut mal nach links, zurück,
und nimmt den Weg gleich rechter Hand,
nicht weit der Mitte oder Links.

Im Gang bedächtig,
keine Hast verbreitend
und zieht den Staub in kleinen Wolken
an einer Perlenschnur einher.

Noch fern, sehr fern, doch eher etwas links,
Gesträuch inmitten Tannenholz, gekrönt von Eichen.
Kneift man die Augen etwas zu,
mag es dem Wellenspiel bei leichter Brise gleichen.

Ein aufgescheuchter Blätterschwarm kreuzt nun den Weg
und grüßt in wildem Tanz, den rechten Fuß des „Alten“.
Der zögert wieder, fängt ein Blatt,
lässt eindrucksvoll den Rest, Minute um Minute walten.

Wie lang er steht? Egal!
So viel die Blätter seiner Zeit verstreichen.
Die Ferne wartet sicherlich
und sicher ist, er wird sie auch erreichen.

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.9 / 5. Anzahl Bewertungen: 104

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert