Beamtenschicksal

Der Beamte kennt viele Pflichten, hat seinen Dienst hiernach zu richten, ist seinem Dienstherrn treu ergeben und führt ein tadelloses Leben. Dienstvorschriften beherrscht er perfekt, entscheidet rasch und immer korrekt, hält sich deshalb für unentbehrlich, doch man entlohnt ihn hierfür spärlich. Der Preis für den Job auf Lebenszeit ist lebenslange Bescheidenheit. So nehmen Mitglieder dieser […]

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Vergänglichkeit

Vergebens strebe ich danach, einen Gedenkstein für mich selbst zu setzen. Meine wenigen Worte verhallen im dunklen Raum, auch wenn einige Sterne weit in der Ferne enigmatisch zu mir funkeln. Küssen wir uns jedenfalls heute, lass mich noch einmal schlicht dich umarmen, und die Wärme deines Körpers spüren, ein Zeichen, dass wir doch nicht ganz

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Zur Seite stehen

Sie ist eine Frau und benötigt keinen Mann, der für sie Spinnen und auch Drachen töten kann. Sie braucht einen, der ihr immer zur Seite steht, dabei in allen Lebenslagen zur Hand geht, einen, der ihr bedenkenlos aus der Hand frisst, selbst dann, wenn sie mal spinnt oder ein Drache ist.

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Immer alles hören

So mancher Mensch einfach alles hört, seine Neugierde andere stört. Ist immer und überall ganz Ohr und funktioniert wie ein Hörrohr. Deshalb nie auf seine Ohren sitzt, um Neues zu hören, sie stets spitzt. Zwar ist nicht alles für ihn bestimmt, dennoch es gespannt zur Kenntnis nimmt. Oft hört er als Lauscher an der Wand,

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Der feuerspeiende „Steindrache“

IN ACTU! Ein Historie – Gedicht ———————- Nach einem Bild – 1870- von Adolph Menzel – Walzwerk / Berlin ——————– Düster- schmutzig – laut und kahl lärmt in der Stadt – die Stahlfabrik, sie dröhnt zur Nacht – am Tag brutal Maschinenlyrik – Fabrikmusik! ——————– Kamine, Rohre ein „Funken“ spukender Schlot der Backsteinbau in blutigem

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Paradox

Im Leben immer mal so dann und wann, die seltsamsten Dinge geschehen, obwohl es niemand richtig glauben kann, sind sie doch nicht zu übersehen. Auch wenn die Dinge kaum zu glauben sind, sind die Geschehnisse letztlich wahr, deshalb man zwar dran zu glauben beginnt, hält sie dennoch für arg sonderbar. So wie beim paradoxen Geschehen,

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Angeberei

So mancher Mensch gibt im Leben mal dann und wann mit irgendwelchen Dingen ganz gewaltig an und erweckt mit diesen Flunkereien den Schein, mehr als die anderen zu können und zu sein. Der eine produziert enorm viel Sturm und Wind, stürmt flunkernd durch das irre Lebenslabyrinth, denn er hat das Talent der unschönen Gabe zum

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Lieber nichts tun

Er ist von Natur aus faul und träge und bevorzugt die bequemen Wege. Mühen und Plagen geschickt vermeidet, den Fleißigen die Erfolge neidet. Ohne Ehrgeiz dieser Mensch prima lebt, keine lebenswerte Ziele anstrebt. Anstrengungen stets von vornherein scheut, sich den ganzen Tag am „Nichtstun“ erfreut. So verläuft sein Leben meist ungestresst, andere er für sich

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Der weite Weg

Man hat sich ein bestimmtes Ziel gesteckt, Ruhm, Ehre und Erfolg anvisiert, vor steinigen Wegen nicht zurückschreckt, der gute Vorsatz ist aktiviert. Strapazen werden in Kauf genommen und Mühen und Plagen registriert, denn man ist zu der Einsicht gekommen, dass sich mal alles auszahlen wird. Doch nach Optimismus Enttäuschung naht, Resignation macht sich nun breit,

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Spielregel

Wer beim Spiel die Regeln einhält, nicht ständig aus der Rolle fällt, seine Gegner ehrt und achtet, wird als fairer Mensch betrachtet. Kein Referee muss ihn rügen, er versucht nie zu betrügen. Sein Benehmen letztendlich lehrt, dass Ehrlichkeit am längsten währt. Obwohl er hochanständig spielt, nach Anerkennung und Lob schielt, aber einen Gewinn verfehlt und

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Arbeitssüchtig

Damit der Schornstein stets kräftig raucht, setzt der Mensch seine Arbeitskraft ein, zum Leben wird nun mal Geld gebraucht, um wirtschaftlich gesichert zu sein. Manch einer ist mit der Arbeit liiert, hält sich für außerordentlich tüchtig, ist ständig auf Geld verdienen fixiert und deshalb auch krankhaft arbeitssüchtig. Wer aber sein Leben der Arbeit weiht, anstatt

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Der Schatten im Glas

Die Welt bekommt den bitteren Geschmack, du öffnest still das Buch der alten Schatten. Ein Pakt, der dich aus Einsamkeit entfacht, doch Träume lässt er stumm und kalt ermatten. Du bist nicht du, nur noch ein blasser Geist, verloren in den Nebeln deiner Tage. In deiner Hand das Gold, das dich zerreißt, ein falsches Ruder

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Ob Gott das wohl weiß?

Im Namen irgendwelcher Religion schlagen sie Menschen tot. Kirchen brennen, Synagogen werden beschmiert, Moscheen sind belagert, Tempel sind in Gefahr, Gott ist die große Inflation, im Namen des Herrn, ja ja… Ausflüchte für die Presse, Vortäuschung falschen Glaubens, Heuchelei mit Frömmigkeit teuflisch gemischt. Schlagt sie alle tot, alle aus der Fremde! Blutrausch der rasenden Masse.

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Der König

In meinem Herz ist alles taub. Da ist zwar noch das Leben. Ich fühle aber das Ende ist nah. Und das ist wichtig. Denn ich war die wahre Liebe. Denn ich war die echte Kunst. Denn ich war das reine Denken. Denn ich war zu schön für die Welt! In meinem Kopf ist alles weg.

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Überstunden und Doppelschichten der Bergleute

Als alle Zechen noch mit Kohle „Kohle“ machten, die Arbeitskraft der Bergleute hoch im Kurs stand, die das begehrte schwarze Gold nach oben brachten, auch im Ruhrgebiet das Wirtschaftswunder stattfand. Die harte Maloche scheuten die Bergleute nicht, nahmen manch eine Akkordüberstunde mit, kloppten sogar hin und wieder eine Doppelschicht, am Monatssende zählte der „lohnende Schnitt.“

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Verzicht und Moral

Manch einer hat die Arbeit nicht erfunden, auch ohne zu arbeiten existiert, kommt auf fremde Kosten über die Runden, arger Stress ihn deshalb verschonen wird. Jede Art von Arbeit ihn mächtig frustriert, steht ohne etwas zu tun seinen Mann, den Arbeitenden sogar interessiert beim Schaffen stundenlang zusehen kann. Dennoch ist er ein Mensch mit guter

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Tod eines Humoristen

Ein immerzu lustiger Humorist, dessen Humor sein Ein und Alles ist, ganz unverhofft seinen Löffel abgab und überraschenderweise verstarb. Die Todesursache unbestreitbar, für einen Humoristen typisch war. So trat der Tod äußerst fies und gemein, schließlich nach der zweiten Attacke ein. Dieser Mensch es nämlich fertigbrache, sich tatsächlich zweimal halbtot lachte.

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Das Leben endet oft geschind

Das Leben endet oft geschwind denn alles Sein – verweht oft rasch der Wind, mit Frohsinn verlässt ein Mensch sein Haus schon abends Klage schallt aus ihm heraus. —————— Was ist geschehen? – Welche Not? Und hörst dein Vater ist gestorben, tot, die Nachricht hat dich tief betroffen vorbei des Wiedersehens – Hoffen! ………………………………………. Nie

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Gibt es Dich doch?

Still war es dem kleinen Zimmer. Im Bett lag ein kleiner Junge. Er war schwer erkrankt und siechte dahin. Seine verzweifelte Mutter sah immer wieder nach ihm. An der Wand hing ein schlichtes kleines Kreuz das kaum beachtet wurde. Doch jetzt zwang die große Not die Mutter auf die Knie. Nimm mir nicht meinen Jungen!

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Ärztliche Verordnung

Ein Mensch, depressiv, verbittert und frustriert, Hilfe heischend seinen Hausarzt konsultiert und ihn um ein helfendes Mittel bittet, das die arg geschädigte Seele kittet. Der Arzt, ein erfahrener und weiser Mann, hört sich zunächst alles ganz geduldig an, verordnet anschließend ein Medikament, das Beste, das er für kranke Seelen kennt. Als der Mensch sich nun

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