Gott nimmt Gott gibt
Der Wind kam von hinten, trug flirrenden Glanz, wie Versprechen aus Fernen, im taumelnden Tanz. Er wirbelte Scheine, als riefen sie leis, es griff meine Hand – und griff doch ins Eis. Ein Reichtum so nah, doch aus Luft nur gemacht, ein Trugbild, das lockt – und im Winde lacht.
Ich lief mit dem Sturm, das Ziel stets vor Augen, doch immer entrückt, wie flüchtiges Glauben. Die Hände gespannt, doch der Griff blieb leer, der Wind ein Tänzer, mein Glück blieb mir fern. Je mehr ich mich mühte, je ferner das Ziel – ein Jagen nach Schatten, ein endloses Spiel.
Erschöpft blieb ich stehen, der Atem war schwer, kein Hoffen, kein Rennen, das Herz und die Hände einfach leer. Ich wandte mich um, ließ das Streben vergeh’n, da spürte ich plötzlich das Schimmern gescheh’n. Wie Blätter, die sanft an den Körper sich schmieg’n – was ich suchte im Außen, begann mich zu wieg’n Kein Ringen, kein Drängen, der Wind wurde Gnade, und staunend fand ich Ruh.