Johann Schwarzmayr

Herbstgedanken

Der Himmel ist in hellem grau. Die Nässe im Gras trocknet nicht mehr auf.

Die Sonne lässt sich nur mehr selten sehen, und wenn, so ist es, als würde sie sich gegen das grau fast nicht mehr wehren können. Ihre Wärme ist nur mehr zögerlich zu spüren. Und doch ist es so, wenn ihre Strahlen die letzten Blumen treffen, so recken diese ihre Blütenkelche empor, als wüssten sie, es könnte das letzte mal sein.

Viele von ihnen sind schon den Weg des Lebens gegangen und haben uns mit ihrer Pracht den Sommer versüßt.

Auch die Bäume richten sich auf ihren Winterschlaf ein, um im nächsten Jahr ihre Kräfte für die Früchte bereitzustellen.

Langsam lassen sie ihre Blätter verfärben, die uns auch in dieser Phase des Sterbens noch mit wunderbaren Farben verzaubern.Ihr herabfallendes Laub bedeckt den Boden wie ein Teppich aus dem Orient mit seiner Farbenpracht.

Es ist die Zeit, in der wir erinnert werden, dass alles vergänglich ist!

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 2.4 / 5. Anzahl Bewertungen: 26

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert