Kiew: bedroht von wilden Reitervölkern sowie mongolischen Reiterheeren.
Es sind den Türken verwandte Stämme von turanider Rasse – Polowzer und Kumanen
die sich in der südrussischen Steppe festsetzten und Kiew bedrohen.
Der Schutz eines Landes liegt- so heißt es – liegt im Mut seiner Soldaten!
Fürst Igor zieht in den Krieg gegen „die Heeres Übermacht“ der Kumanen
der Feldzug endet in einer katastrophalen Niederlage.
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Der Weg führt dahin – mit Heerespracht
gleich aufgescheuchten Schwänen,
es kreischen die Wagen der Heeres Macht
Gott gab zum Feldzug den Segen.
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Igor’ führt die Krieger zum Don zur Mitternacht
doch lauert Unheil auf Wegen – Tiefen
Wölfe die großen Schrecken gebracht
der Schluchten viel mit wilden Tieren.
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O, Ukrainische Heimat – 0 russisches Land
schon liegst du hinter dem Grenzhügel!
Lange und dunkel dämmerte die Nacht.
nun Nebel bedeckt die Felder und Hügel.
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Der Morgenschein entzündete das Tages Licht
das Schlagen der Nachtigallen schlief ein,
das Geschwätz der Dohlen nun laut aufbricht
schon bald bricht die Schlacht herein.
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Sie suchten Ehre für sich – Ruhm für Igor den Fürsten.
Am späten Morgen des Freitags der Angriff begann,
dort zertraten sie die heidnischen Felder der Kumanen
zerstreuten sich wie Pfeile über das Feld – und rückten rasch voran
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Sie griffen sich die schönen kumanischen Mädchen,
mit ihrem Gold reichlich Brokate,
auch teure Seide, Decken – und Mänteln samt Pelzen
sie überbrückten Sumpf, Morast am Tage.
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Erbeuten allerlei schön gemustertes kumanisches Tuch.
Manch Fahne und manches Feldabzeichen,
eine goldene Quaste, ein silberner Speer, mit lautem Ruf
noch konnten sie – am Feinde sich bereichern.
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Am stillen Don der Tag anbricht
sehr früh dann schon am Tag zieht einher das Heer,
es verkündet die blutige Morgenröte das Licht.
Tief schwarze Wolken sie kommen vom Meer.
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Die Säbel schlagen gegen kumanische Helme,
am Kajala – Fluss beim großen Don,
es wehen vom Meer her tödliche Pfeile
gegen Igors tapferes Heer an der Front
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Die Erde dröhnt, die Flüsse sie fließen trübe daher
Staubwolken bedecken die Flur die Felder,
Die Kumanen kommen vom Don und vom Meer
das Heer Igors – umzingelt auf dem Felde.
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Von der Morgenfrühe bis hin zur Nacht
vom Tage bis zum letzten Licht
fliegen gehärtete Pfeile, es schlagen Säbel gegen der Helme Schaft
es fliegen sehr viel stählerne Lanzen.
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Im Unbekannten, weiten Feld des Kampfes
inmitten des kumanischen Landes.
Schwarz ist die Erde unter den Kumanen ihrer Pferdehufen
mit Knochen war das Land besät voll Blut – Ein Jammern – Rufen
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Sie hatten sich geschlagen den ersten Tag
sie hatten sich tapfer geschlagen den zweiten Tag.
Am dritten Tag gegen Mittag da sanken die Feldzeichen
Igor geschlagen – die Brüder getrennt – mussten- weichen.
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Es neigt sich das Gras in tiefer Trauer
ein Baum hat sich voll Kummer zur Erde gebeugt.
Die Heiden von allen Seiten nun auf der Lauer
das Heer von Igor in die Knie – gebeugt
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Gar weit der Falke „Fürst Igor“ war gezogen
zu schlagen, das kumanische Heer!
Igors tapfere Heerschar den Kampf verloren
Ein bitteres Wehklagen ging nun einher.