Frank Böckhaus

Rastlose Tagesschnelle

Des Morgens früher Vogelsang
Beginnt im ersten zarten Licht.
Noch schwebt der Nebel übers Land,
Ganz langsam wie ein Pinselstrich.

Das frühe Rot der Sonne steigt
In kleinen Schritten langsam auf.
Und überall herrscht Regsamkeit,
Bereit zum neuen Tageslauf.

Gewohnt zur Tat es rüstet sich
Der Mensch ganz wie am Tag zuvor.
Im frohen Schaffen sieht er nicht
Bald schreitet er durchs Mittagstor.

Kaum hält er an zur ersten Ruh’;
Zum Weiterschreiten treibt das Glück.
Sein Konto zeigt auf seiner Uhr:
Bis jetzt ist nur vorbei ein Stück.

Doch dieses Stück unmerklich wächst.
Der Sonnenschein noch blendet ihn.
So sieht er nicht, was bleibt zuletzt;
Wie alle Stunden schwindend ziehn.

Erst spät am Abend kehrt er heim.
Kaum bleibt ihm Zeit, zurückzuschaun.
Es leuchtet nur ein schwacher Schein
Erinnernd wie in einem Traum.

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