Allgemein

Versagende Politiker

Man fragt sich bang, wohin wir treiben, wofür die Mächtigen Entscheidungen schreiben. Sie reden von Märkten, von Zahlen, von Macht, doch wer an das Volk denkt, wird selten bedacht. Sehen sie nicht, wie Armut wächst, wie Hoffnung schwindet, wie Würde vergeht? Sie zählen Profite, sie messen den Staat, doch Menschlichkeit bleibt im Getriebe der Tat. […]

Versagende Politiker Weiterlesen »

Small Town Love

I know a place where strangers smile and say hi, where paths cross quietly under alleys as you pass by. Kids are playing basketball in the driveways, and above it all, the sweet scent of flowers stays. I know a place where lilac and magnolia await, where rhododendron and hydrangea shades captivate. Apple trees and

Small Town Love Weiterlesen »

Schwerkraft

Menschen docken an über Schwächen. Nicht über Kontrolle. Nicht über Überlegenheit. Nicht über die sauber gefalteten Tage. Sie docken an: über das Zögern, über die kleine Erschütterung in der Stimme, über das Zittern hinter dem Lachen. Nicht die Mauern merken wir uns, sondern die Risse, durch die Licht fällt, durch die Wärme kommt, durch die

Schwerkraft Weiterlesen »

Stillstand

Die Stadt hängt schwer im gelben Dunst, kein Takt mehr, der das Blut bewegt. Verblasst ist längst die alte Kunst, die uns durch matte Tage trägt. Wir warten auf ein hartes Wort, das durch die Stille schneidend spricht, an diesem stumpfen, leeren Ort, bis endlich wieder Morgen bricht.

Stillstand Weiterlesen »

Symbiose

Symbiose Da ist ein Suchen in den Bildern, ein Geheimnis in jedem Satz. Nur ein Gefühl, das sich entfaltet, und zwischen den Zeilen … enthüllt ein Schatz. Gehört hab ich schon viele Worte und vernommen manchen Klang. Führen die Gedanken an entlegenste Orte, tragen goldenes Licht und Gesang. So möcht man glauben, es sei nur

Symbiose Weiterlesen »

Mit allem von gestern

Gestern steckt mir noch in den Knochen nicht nur als Erinnerung, mehr als Gewicht, als feiner Staub in den Kammern des Herzens, den selbst das Licht nicht fortnimmt, sondern sichtbar macht. Ich gehe nicht leer in diesen Morgen. Ich trage die ungesagten Worte, die Blicke, die geblieben sind, die Liebe in ihrem verstummten Kleid und

Mit allem von gestern Weiterlesen »

Das Elfenbeinhaus

Ein Aufstieg, kühl wie polierter Marmor, kein Atem der Fabel, kein Herzschlag aus Traum. Ein gläserner Fahrstuhl zieht lautlos hinauf, ein Schuss durch die Etagen der Stille, während Seile aus Schuld in der Tiefe beben und tragen, was keiner mehr sehen will: Leben. Dort oben erheben sich Türme aus Glas, Säle, gedehnt wie vergessene Zeit.

Das Elfenbeinhaus Weiterlesen »

Vom Getragensein

Je älter ich werde, desto leiser wird der Irrtum, ich hätte hier das Sagen. Ich habe Pläne gemacht, aber das Leben trat nie durch die Tür, die ich ihm offenhielt. Es kam ungefragt. Es nahm Platz. Es liebte mich für eine Weile. Es verließ mich ohne Erklärung. Ich lerne langsam, mich tragen zu lassen von

Vom Getragensein Weiterlesen »

Der Kandidat

Du redest viel, doch leer ist dein Wort, ich wähl dich nicht – zieh weiter fort. Du suchst nur List, du willst nur Macht, dein Lächeln trügt, dein Glanz ist Nacht. Als König trittst du auf die Bühne, mit stolzem Blick und leerer Miene. Hinter deiner Glanzparade liegt Gier, die Täuschung deiner Worte spür ich

Der Kandidat Weiterlesen »

Im Takt der schnellen Bilder

Das Schweigen lässt keinen Raum, nur Flimmern, das sich selbst vergisst, ein Strom aus Zeichen, Bild und Schaum, der unberechenbarer als Denken ist. Wir standen einst im Raum der Funken, wo Ahnung leise Formen fand, heut löscht ein Klick das Halbdunkel – noch eh es fragend vor uns stand. Die Bilder eilen uns voraus, zu

Im Takt der schnellen Bilder Weiterlesen »

Wo Worte wohnen

Wer keine Worte hat, wohnt eng. Die Freude bleibt vor der Tür. Der Schmerz liegt namenlos im Zimmer. Die Angst geht um bei Nacht, und niemand fragt sie, woher sie kommt. Arm ist ein Haus, in dem man nicht sagen kann, was in einem lebt. Doch wo Sprache wächst, wird es weit. Da öffnen sich

Wo Worte wohnen Weiterlesen »

Ganz, ganz nah…

Ganz. ganz nah… Mutig wird sie in den Tagen. Will jetzt wieder etwas wagen. Langsam öffnet sie die Tür. Für sie wird es eine Kür. Sonne schenkt milde Strahlen. Sie dringen tief in ihre Qualen. Frische Luft tut ihr sehr gut. Verstärkt so ihren Lebensmut. Steht erwartend leise da. Fühlt sich Christus ganz, ganz nah.

Ganz, ganz nah… Weiterlesen »

Mit allen Wassern gewaschen leben

Als ein Erfolgsmensch er gesehen wird, Geschäftliches perfekt funktioniert. Er sich knallhart durchzusetzen versteht, Menschen nicht leichtfertig auf den Leim geht, mit allen Wassern gewaschen ist, stets schlitzohrig und mit großer List, nur seine eigenen Vorteile sucht und lukrative Gewinne verbucht. Obwohl er den Erfolgen nachstellt, sich für einen fairen Gegner hält. Doch mit der

Mit allen Wassern gewaschen leben Weiterlesen »

Allein

In schwersten Momenten stets allein, wer nicht verbittert, kann sich befrei´n vom Wunsch nach Beistand – beim Hindurchgeh´n – nur so sind die Prüfungen des Lebens zu besteh´n.

Allein Weiterlesen »

Hafentakt

Das Wasser nagt am morschen Steg, der Rost frisst stumm am Eisen. Ein Möwenschrei verliert den Weg im Grau vergangner Reisen. Ein Kranarm beugt sich müd und schräg, als wollte er schweigend weisen. Der Diesel singt ein müdes Lied, die schweren Ketten tragen den Takt, in dem ein Schatten zieht und spricht von alten Tagen.

Hafentakt Weiterlesen »

Es gibt mehr

Wir wissen so viel und verstehen so wenig. Wir kartieren den Himmel, zählen Sterne, berechnen Bahnen, simulieren das Ende der Welt auf glatten Bildschirmen – und scheitern doch am eigenen Herzen, an einem Blick, an der Stille nach einer Nachricht. Die Welt ist größer als ihre Verwaltung. Etwas entzieht sich immer. Nicht trotzig, nicht feindlich

Es gibt mehr Weiterlesen »

Keine Hilfsbereitschaft

Wenn du anderen stets zur Seite stehst, für sie jederzeit durch dick und dünn gehst und ihnen ausnahmslos die Treue hältst, selbstverständlich nicht in den Rücken fällst, ihnen deine Freundschaft dadurch beweist, dass du dir für sie den Hintern aufreißt, findet dich jeder garantiert sehr nett, hast drum bei allen „einen Stein im Brett.“ Doch

Keine Hilfsbereitschaft Weiterlesen »

Die schwierigste Turnübung

Ein Mensch, der regelmäßig Sport betreibt, häufig fit bis ins hohe Alter bleibt, die nötige Bewegung nicht vergisst, weil sie für ihn eine Medizin ist, die für ein verlängertes Leben wirbt, sicherlich er aber gesünder stirbt. Täglich er an seine Gymnastik denkt, seine Gliedmaßen nach Herzenslust renkt, so die schwierigste Turnübung vornimmt, sie mit viel

Die schwierigste Turnübung Weiterlesen »

Delegiertes Lachen

Viele Menschen in den früheren Jahren, noch nicht so fortschrittlich wie heute waren, mussten damals über lustige Sachen, doch tatsächlich selber humorvoll lachen. Manch einer sich sogar krumm und schief lachte, bis plötzlich Bauchweh ihm zu schaffen machte. Aber heute man sein Lachen delegiert, von Smileys dieser Part übernommen wird. Um keine Energie mehr zu

Delegiertes Lachen Weiterlesen »

Der andere Weg

Manchmal beginnt ein Leben mit dem stillen Wissen, dass die vorgezeichneten Wege gut ausgeleuchtet, geordnet, beinahe freundlich sind, aber nicht für dich. Du gehst den schwereren Weg. Kein Versprechen. Keine Rettung. Nur nichts, das dir etwas vormacht. Er führt dich in eine größere Kälte, in eine ehrlichere Einsamkeit. Du weißt: Lieber gehst du durch die

Der andere Weg Weiterlesen »