Allgemein

Kalte Zeit

Ein Tag in der Stadt wie immer beginnt, am frühen Morgen die Stunde verrinnt, das Bild vom Ich im Spiegel zu sehen, zu heiß der Kaffee beim hinausgehen, Menschen stehen wartend an der Ecke, ein Bettler kommt gehüllt in einer Decke, der fragende Blick ohne Hoffnung getan, gehört er mit zu dem alltäglichen Wahn, die […]

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Zum Affen gemacht

Er ist ein Mensch, der gewaltig übertreibt, anderen einen Bären aufbindet. Prinzipiell dann nicht bei der Wahrheit bleibt, immer mehr neue Lügen erfindet. Wird deshalb von vielen nicht ernstgenommen, trifft mitunter auch auf taube Ohren. Ist in keiner Gesprächsrunde willkommen und zählt zu den störenden Faktoren. Da sich dieser Mensch äußerst peinlich aufführt, bis auf

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Ohne Anschrift

In einer Flasche treiben Verse ohne Anschrift. Die Nacht umschließt die Schrift mit salzigem Schweigen. Auf wogender Zunge trägt die See die suchenden Worte. Sie hören das ferne Flüstern der Küsten. Und irgendwo liest eine fremde Hand die Einsamkeit zu Ende.

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Schutzengel

Du standst bereits am Fuße meiner Wiege und warst bei mir auf allen meinen Wegen. Du streckst mir deine warme Hand entgegen, wenn ich dem Schmerz zu sehr erliege. Du willst mich durch dunkle Tage treu begleiten, Du willst mir niemals von der Seite weichen. Du willst mir deinen starken Arm stets reichen und bist

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was ist Heimat ?

Was ist Heimat? Ist es Stolz dem Vaterland? Ein abgegrenztes Stück Erde, abgegrenzt von Menschenhand. Was ist ein Bruder, eine Schwester? Ist es ein Mensch mit gleichem Blut? Ein Vertrauter, eine Freundin, Eine Familie ausgesucht. Was ist Freiheit? Was ist Leben? Was ist richtig, was ist falsch? Was ist eine wahre Liebe? Was ist Politik?

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Kreise der Macht

Man sagt, dass Gold stets hell erglänzt und wahres Glück sich nie begrenzt. Doch hinter all den stolzen Fassaden lag früher wie heute derselbe Schaden. Die Systeme wandeln sich, Namen fliehen, doch Macht wird weiter Kreise ziehen. Der Gierige greift nach dem, was er braucht, während die Ehrlichkeit langsam verraucht. Es gab schon immer jene

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Mehr Farbe

Auf dem Regenbogen finden wir uns wieder in einem federleichten Farbenmeer. Die Welt dort unten wird für uns viel leiser, als käme sie aus weiter Ferne her. Wir ruhen über all‘ den grauen Tagen. Nichts muss heut‘ Sinn sein. Nichts ist Maß. Kein Leben, das uns drängt mit seinen Fragen. Nur dieses warme Licht, wie

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Negativ gesehene Winterzeit

Der Winter lässt sich nicht vertreiben. er ist noch immer sehr präsent. Eisblumen auf den Fensterscheiben, liegen selbstverständlich im Trend. So bringt der Winter mit Schnee und Eis, viel Freude als auch arge Last. Wird deshalb wie nun mal jeder weiß, von einigen enorm gehasst. Doch selbst im traumhaften Winterkleid, lässt er sich nur schwer

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In einem fernen Land

Auf meinem Badewannenrand liegt eine Muschel, die ich fand. Beim Baden lausche ich gespannt dem Ruf des Meeres in einem fernen Land, und ich erinnere mich an jenen Strand und deine Fußspuren im Sand. Ach, wie fand ich dich charmant. Du warst so herrlich braun gebrannt. Dein Akzent hat mich gebannt. Du nahmst ganz einfach

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Bring mich zu den Sternen

Bring mich zu den Sternen, bitte. Hier ist mir alles viel zu laut. Nur in der Stille find’ ich meine Mitte. Hab mir das Schweigen abgeschaut. Nimm mich aus den grellen Räumen, aus dem Muss, das ständig schreit. Ich will nicht nur von Freiheit träumen. Ich will bei mir sein – ganz befreit. Über mir

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Die Konstante der Macht

Ob auf dem Dorf im tiefen Tal oder im Saal aus Glas und Stahl, die Gier trägt viele Masken hier und bleibt doch stets dasselbe Tier. Man spricht von Werten, laut und weit, doch wenn es brennt, herrscht Einsamkeit. Dann zählen Namen, zählt das Geld und nicht das Wort, das man noch hält. Im Glanz

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Der Mönch

. Der Mönch Er suchte das Licht, doch fand er nur Flammen. Der Affe, an dem man nicht denken soll, fraß sich in sein Herz. und die Gedanken kamen – wie Staub auf stillem Wasser. Je mehr er wollte, desto weiter wich das Ziel. Ein paar Sekunden Wahrheit – ein Blick durchs Schlüsselloch, zu groß

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Gott gibt Gott nimmt

Gott nimmt Gott gibt Der Wind kam von hinten, trug flirrenden Glanz, wie Versprechen aus Fernen, im taumelnden Tanz. Er wirbelte Scheine, als riefen sie leis, es griff meine Hand – und griff doch ins Eis. Ein Reichtum so nah, doch aus Luft nur gemacht, ein Trugbild, das lockt – und im Winde lacht. Ich

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Der vorgezeichnete Pfad

Zwischen Hobelbank und Grenzverlauf hielt dich dein Lebensfaden auf. Die Werkstatt roch nach Holz und Leim, als sollte sie dein Schicksal sein. Die Schule lag im fahlen Grau und jeder wusste es genau: Du brauchst kein Wissen, keinen Traum, nur füge dich dem engen Raum. Wer dennoch nach dem Warum gefragt, ward bald schon leise

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Die Ballade vom Traumhändler

Es kam ein Mann mit Aktenmappe, der sprach charmant, ganz ohne Klappe: „Ich bringe Freiheit, Glück und Sinn – man muss nur kaufen, das bringt Gewinn!“ Er zeigte Bilder, bunt und glatt, ein Leben das kein Warten hat. Ein Ring, ein Sofa, ein Gerät, das die Arbeit für dich tät’. „Die Waschmaschine denkt für dich

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Undank

Oft schleppt ein Esel ohne Rast, eine gewaltig schwere Last und wird, macht er mal schlapp beim Tragen, zum Dank dafür auch noch geschlagen. Hält ein Esel, der mit ganzer Kraft tagein und tagaus brav geschafft, plötzlich mit Jüngeren nicht mehr Schritt, dankt man es ihm mit dem „Eselstritt.“ Ob Mensch oder Esel, es bleibt

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gleich alt

Meine Puppe ist in die Jahre gekommen. Sie sitzt am Fenster im Sonnenlicht. Verfilzt das Haar, ein Auge erlischt. Doch hat ihr die Zeit nicht das Lächeln genommen. Ihr Kleid ist müde – Motten fraßen dran. Die Säume dünn, der Stoff schon zernagt. Er hat sich stumm durch die Jahre geplagt. Das Kleid hält trotzdem,

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Die Leihgabe

Die Leihgabe Gott sprach: „Hier, ein Garten – klein, doch mein, dieses Kleinod will ich euch reichen, pflanzt, pflegt, wandelt weise, erkennt das Geschenk, die Gabe aus Gnade.“ Der Mensch nahm – in Eile, griff mit gieriger Hand, baute Mauern, schuf Maschinen, Grenzen, Waffen, Beton. Vergaß das Lied der Erde, verlor den Blick fürs Ganze.

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