Allgemein

Aspekte der Feigheit

Wenn ein Mensch sich sehr feige verhält, es vielen Mitmenschen arg missfällt, sie ihn als Versager betrachten, sein Handeln allgemein verachten. So wird häufig feiges Geschehen, äußerst negativ angesehen, für das jegliches Verständnis fehlt, denn nur mutiges Verhalten zählt. Doch auch ein positiver Aspekt, durchaus im feigen Verhalten steckt. Wendet man die Feigheit geschickt an, […]

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Engstirnigkeit

Er ist ein Mensch, der sich engstirnig verhält, deshalb nie von seiner Meinung abweicht. Meinungen anderer meist in Frage stellt, macht es den Mitmenschen keineswegs leicht. Dieser Mensch nie über den Tellerrand schaut, andere Auffassungen nicht wahrnimmt. Nur der eigenen Meinung voll und ganz traut, was wichtig ist, letztlich allein bestimmt. Kompromisse er grundsätzlich nicht

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Zwischen uns

Du gehst aufrecht durch fremde Blicke, trägst, was du bist, in stillem Mut. Die Welt ist laut, nicht immer gütig, doch du bleibst offen, bleibst dir gut. Du zeigst dich ehrlich, ohne Maske, dein Lächeln trägt kein falsches Licht. Und was du fühlst, das hat Gewicht – nur meines trifft dein Hoffen nicht. Ich seh

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Blumenrote Schwärze

Eine schwarze Mauer, blumenrot, steht stumm im Tal von Traum und Not. Kein Wort erklärt, warum sie steht, nur Schweigen, das durchs Denken geht. Sie teilt kein Land, sie teilt den Blick, hält manchen fest, treibt ihn zurück. Was hier beginnt, ist dort nicht wahr, der Weg verschwimmt, das Ziel bleibt klar. Aus Stein gebaut,

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Der Rufer in der Brandung

Im Wechselspiel von Trug und klarer Sicht erscheint die Welt wie ein Schauspiel ohne Licht. Man trägt die Maske auf der großen Bühne, so dass die Lüge dort vor Neid ergrüne. Die Liebe glimmt, ein fernes Feuerlein, der Hass hingegen schlägt in Flammen ein. Dazwischen stehst du, fest wie harter Stein, vom Sturm umtost, doch

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Disco-Dämmerung

Unter grellem Neonlicht entfaltet sich eine Szene ohne Gesicht. Aufgeblasen, makellos poliert, von Spiegeln umstellt, vom eigenen Bild verführt. Und wer sind wir? Man blickt herab, als trüge unser Glanz nicht ihren Maßstab. Die Halle – künstlich, glatt und leer, Gestalten darin, schön und seltsam schwer. Sie leuchten, doch die Wärme fehlt, ein Funkeln, das

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Tief in Büschen…

Tief in Büschen… Mondeslicht dringt in den Wald. Doch irgendwie wirkt er sehr kalt. Tief in Büschen Schatten hocken. Die Tiere lassen sich nicht locken. Baumkronen im Winde sprechen. Doch hin und wieder Äste brechen. Die Wanderwege einsam scheinen. Mit sanften Dunkel sich vereinen. Im nahen Dorf die Lichter neigen. Mystik tanzt sanft ihren Reigen.

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Cash

Da die Vergütung einer Rechnung fällig wird, will man sie mit einem Lächeln begleichen. Doch die Art der Begleichung nicht funktioniert, ein Lächeln allein wir hierzu nicht reichen. So ist die Freundlichkeit nur von geringem Wert, kommt gegen eine harte Währung nicht an. „Mit Cash in der Hand“ man sicher viel besser fährt, seine Schulden

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In meiner Phantasie

In meiner Phantasie, hab ich Lindenberg getroffen. Ich gewann seine Sympathie und wir beide haben gesoffen. Welch ein Spektakel, wenn sich Persönlichkeiten unterhalten. Welch ein Spektakel für alle kommerziellen Fernsehanstalten. Wir beide haben ziemlich viel Kritiker, aber wir bleiben immer „in“, Udo als Musiker und ich als Lyriker und das ist unser gemeinsamer Sinn. Die

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Blutspur im Satz

Du sagst: Du siehst heute wieder gut aus, und ich merke, wie ein einzelnes Wort den gesamten Satz beschädigt: wieder. Ein kleines Wort, kaum größer als ein Kratzer, aber tief genug, um darin Vergleiche zu lagern. Ich lächle kurz und bedanke mich für die präzise Beleidigung. Du meinst es nicht so. Das ist das Schlimme.

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Falsche Papiere

Der Kühlschrank hat Vorstrafen. Er hat ganze Diäten verschwinden lassen, Pläne vereitelt, Vorsätze kaltgestellt und die Nacht portioniert in Tupperdosen. Ich komme zu ihm mit leerem Mund und vollen Händen. Er fragt nicht, woher die Unruhe stammt. Er nimmt sie entgegen, legt sie neben die Butter, hinter das Glas mit den sauren Gurken. Er hält

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Fast frech

Es lag nicht dort, wo ich gesucht hatte. Nicht im Schrank mit den alten Rechnungen, nicht in der Schublade, die alles verschluckt, was einmal wichtig war. Ich hatte mich schon an das Fehlen gewöhnt. Dann fand ich es wieder. Es lag einfach da. Fast frech. Als hätte es die ganze Zeit gewusst, dass mein Verlust

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Mit Leben an den Rändern

Deine Stimme macht das Licht an. Jetzt stehen wir da, älter, vorsichtiger, mit Leben an den Rändern. Wir lachen zu früh, umarmen uns zu lange, und die Jahre zwischen uns legen sich hin wie ein Hund, der endlich nach Hause gefunden hat. Für einen Moment ist nichts zurückgedreht, aber etwas kommt näher: die alte Vertrautheit,

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Die Marionetten im Glaspalast

Man fragt sich leise, Nacht für Nacht, wer hat den Nordstern ausgelacht? Die Zeiger kreisen ohne Ziel, der Kompass schweigt, das Land steht still. Hoch über Straßen, kalt und klar, sitzt Macht aus Glas, so fern, so nah. Hände aus Licht, Gesichter stumm, sie zählen nur Zahlen – warum? Sie werfen Würfel blind vor Gewinn,

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Die flüchtige Krone

Ein Morgen wie ein blasser Thron, geformt aus Nebel, Angst und Hohn. Die Sorgen schleichen, stumm wie Diebe und rauben dir, was Hoffnung bliebe. Die Flucht – ein Kleid aus trübem Licht, doch hinter dir: dein wahres Ich. Du wanderst durch ein ödes Feld, allein wie die Dämmerung in der Welt. Die Liebe – einst

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Der Wanderer im Labyrinth

Mit Hoffnungen beladen, die wie Blüten vergeh’n, zieh ich von Ort zu Ort, um mich selbst zu versteh’n. Ein Flüstern im Wind nimmt mir die Gesichter fort, zurück bleibt nur Schweigen an jedem neuen Ort. Die Wege sind endlos, staubig und voller Zeit, ein Meer aus Enttäuschung, aus Sehnsucht, aus Leid. Ich suche nach Türen,

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Im Atem der Sehnsucht

Du suchst das ferne Blau der weiten Himmelsbahn, den warmen Blick der Frau, der tief ins Herz dir fahr’n. Du willst fort von diesem Ort, der an dir zehrt und klebt, wo jeder Tag wie Staub zerfällt und nichts mehr wirklich lebt. In dir brennt ein Geist, der hell und ungestüm noch lacht, doch das

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Landkarte der Sterne

Die Dämmerung vergangener Tage, doch deine Schritte bleiben leicht. Ein Herz, das träumt trotz aller Klage, das offen ist und selten jemand erreicht Du greifst nach den Sternen, der Nebel will dich entfernen. Manchmal glimmen ferne Lichter – und du siehst vertraute Gesichter. Die Jahre fluten wie ein Fluss, sie tragen Last und Überfluss. Doch

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Aufbruch und Rückblick

Was hat das Leben mir gezeigt? Mal heller Aufbruch, mal Schmerz zugleich. Die Wege, die ich suchend ging, trugen schon Kindheitsschatten im Ring. Die Jugend – ein Erwarten ohne Halt, ein warmes Träumen – manchmal kalt. Manches Ziel war nur ein Schein und oft fühlte ich mich still und allein. Manche Hoffnung verschwand, doch Neues

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Rädchen im System

Fragst du dich noch, was du wohl bist, ein Mensch, der längst vergessen ist, ein Rädchen nur an jedem Ort, das man benutzt – und wirft es fort. Du träumst von Sinn, von Glaubensschein, doch darfst nur Teil des Systems sein. Man lenkt dich stumm, man zählt dich bloß, dein Herz – ein Werkzeug, nutzlos

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