Allgemein

Wirr War(r. Oder ist.)

Ich habe ein Grasgummi intus. Dieses Gedicht liest man im Jambus. Ich könnte sein komisch, und doch immer noch ikonisch. Das könnte sich anhören suspekt, aber wenigstens ist das hier grammatikalisch korrekt. Ich nenn das ganze hier lyrisch, obwohl es objektiv nur Wirr ist. Der Interpret entdeckt Synbolik. Ich entdeck eine Kippe. Logik. Ich bin

Wirr War(r. Oder ist.) Weiterlesen »

Bergsee

Am Bergsee ziehst du die Schuhe aus. Unser Streit ist mit heraufgekommen. Jetzt sitzt er mit uns auf dem einzigen trockenen Stein. Du gehst ins Wasser. Ich halte es bis zu den Knöcheln aus. Komm, sagst du. Ich schüttle den Kopf. Als du herauskommst, rücke ich zur Seite. Du setzt dich dicht neben mich, tropfst

Bergsee Weiterlesen »

Die Fullbrass!

Die Fullbrass! Das große Fährschiff glitt sanft durch die Wellen der Nordsee. Auf dem freien Oberdeck saßen und standen die Fahrgäste und genossen die Reise. Tetje der Schiffsjunge trug einen Mülleimer (Fullbrass) mit Abfall aus der Küche ins Freie. Er achtete nicht auf Luv und Lee. Er schwang den iEmer um ihn zu leeren. Leider

Die Fullbrass! Weiterlesen »

Der unbesungene Wächter

Du schreibst im Verborgenen, wo kein Feuer brennt, auf Blättern, die die stampfende Menge nicht kennt. Du sezierst diese Welt, scharf, unerbittlich und bloß, wo ihr Glanz alles frisst und die Leere wird groß. Du nennst dich Antiheld, frei von jedem Kalkül, kein Ruhm hält dich fest, kein erkauftes Gefühl. Du siehst in dem Gelde

Der unbesungene Wächter Weiterlesen »

Vermögensbildung

Durch Bildung mancher Mensch Wissensreichtum anvisiert. Hiervon er dann sogar finanziell profitiert, denn sein Wissen im Job zu Buche schlägt und folglich lukrative Früchte trägt. Letztendlich die Bildung zur Vermögensbildung wird.

Vermögensbildung Weiterlesen »

Vom hohen Ross aus

Ein Mensch, der das hohe Ross besteigt, von oben auf andere herab schaut, sich hochmütig und arrogant zeigt, den Mitmenschen nur recht wenig zutraut. Er sich für etwas Besseres hält, der Mensch da unten für ihn nicht viel zählt, sein Wirken sehr oft infrage stellt, soziales Verhalten zu ihm fehlt. Auch nimmt dieser Mensch alles

Vom hohen Ross aus Weiterlesen »

Immer Glück ist Können

Ein Mensch, dem immer alles gelingt, andere nicht nur zum Staunen bringt. Einige davon so weit gehen, den Erfolg sehr missgünstig sehen. Doch mancher Mensch sich arg überschätzt, stets auf gute Beziehungen setzt. Aber das Glück ihn höhnisch auslacht, um ihn einen großen Bogen macht. Wer ständiges Glück in Frage stellt, sich keineswegs sehr korrekt

Immer Glück ist Können Weiterlesen »

Nur mit Qualität

Wer auf welchen Gebieten auch immer, ein lukratives Amt anvisiert, ohne Qualität doch nie und nimmer, einen Superjob erhalten wird. So heißt es sich vorab arg zu quälen und alles zu geben ist normal. Anstrengungen stets positiv zählen, denn Qualität kommt letztlich von Qual.

Nur mit Qualität Weiterlesen »

Frohen Mutes

Angst zu haben, ist kein Grund sich zu schämen, doch man sollte sie nicht dauernd hinnehmen. Folglich ein wenig gelassen mal wagen, die Angst möglichst so lange zu ertragen, bis man sie frohen Mutes schon recht bald dann, fröhlich gestimmt endgültig vergessen kann.

Frohen Mutes Weiterlesen »

Reich werden

Ein Mensch hat sich ernsthaft vorgenommen, zu Reichtum und Vermögen zu kommen, damit er im Leben mal dann und wann, seine Wünsche auch finanzieren kann. Doch wenn im Lotto kein „Sechser“ gelingt, nur ab und zu ein „Dreier“ herausspringt, ist hiermit kein Gewinn zu verbuchen, man muss es jetzt mit Arbeit versuchen. Tagtäglich der Mensch

Reich werden Weiterlesen »

Selten

Eine freie Seele erkenne ich daran, dass meine innere Zensur ihren Einsatz verpasst. Ich werde übermütig, sage etwas Unfertiges, lasse es gelten. Ich gefalle mir aus Versehen. Du hast nichts dafür getan. Du bist so unbefangen hier, dass ich vergesse, mich zu beaufsichtigen. Freie Seelen sind selten. Bei dir erwische ich mich beim Glücklichsein.

Selten Weiterlesen »

Entzug

Die Betäubung reicht noch für alle. Ein Schrei löst den anderen ab, bevor er wehtun kann. Wir sind bis an die Lider voller Welt. Im Dunkeln sucht der Daumen weiter. Etwas in uns darf nicht zu sich kommen.

Entzug Weiterlesen »

Vorbild

Man lobte meine Mutter, weil sie sich nie etwas gönnte. Beim Essen nahm sie das kleinste Stück und sagte, sie habe keinen Hunger. Wir glaubten ihr. Es war genug für uns da. Später machte ich es genauso. Bis meine Tochter ihren Kuchen zu mir schob. Sie hatte das größere Stück genommen und sah mich an,

Vorbild Weiterlesen »

Ganz die Alte

Du hast dich gut gehalten, sagt jemand nach zwanzig Jahren. Ich bedanke mich, bevor ich weiß, wofür. Ich habe mich nicht gehalten. Ich habe mich verloren. Neu zusammengesetzt. Ansichten weggeworfen, die einmal mein ganzes Gewicht getragen hatten. Ich habe jemanden geliebt, der mich heute nicht mehr erkennen würde. Aber das Gesicht scheint noch zu stimmen.

Ganz die Alte Weiterlesen »

Ungestillt

Auch die Zärtlichkeit hat keinen Schlaf gefunden. Sie liegt zwischen zwei Körpern, mit offenen Augen. Ein Kuss auf die Schläfe. Das vertraute Gewicht auf der Matratze. Wie wenig fehlt für eine Umarmung. Wie lange kann ein Herz so nah am anderen warten.

Ungestillt Weiterlesen »

Vergebung

Die Disteln dürfen ihre Köpfe behalten. Noch gestern wollte ich nichts als die Wurzel, bloßgelegt, verdorrend. Nun dieses Weiß über den Stacheln. Der Wind nimmt nicht die ganze Distel mit. Nur das, was sich lösen kann. Ich stehe in den fliegenden Samen und lasse den Sommer unbeaufsichtigt.

Vergebung Weiterlesen »

Die Unterschrift

Am Ende konnte sie ihren Namen nicht mehr schreiben. Der erste Buchstabe gelang. Dann hielt sie den Stift über das Papier, als müsste jemand den nächsten vorsagen. Mit diesem Namen hatte sie eine Wohnung gemietet, eine Ehe beendet, mich für den Schulausflug angemeldet. Ich legte meine Hand um ihre. Sie ließ es zu. Wir schrieben

Die Unterschrift Weiterlesen »

Zwei von fünf

So, nun habt ihr endlich euer Kreuz gemacht Und es brauchte nicht besonders viel Mut Mit nie da gewesener Selbstverständlichkeit Nur mit Stolz und Trotz und jede Menge Wut Ein Kreuz in dem ihr eine Alternative seht Aus einer chronischen Unzufriedenheit Für starke Taten erwartungsvoller Lenker Gegen all die demokratische Unfähigkeit Ihr fühlt euch stark,

Zwei von fünf Weiterlesen »