Allgemein

Die flüchtige Krone

Ein Morgen wie ein blasser Thron, geformt aus Nebel, Angst und Hohn. Die Sorgen schleichen, stumm wie Diebe und rauben dir, was Hoffnung bliebe. Die Flucht – ein Kleid aus trübem Licht, doch hinter dir: dein wahres Ich. Du wanderst durch ein ödes Feld, allein wie die Dämmerung in der Welt. Die Liebe – einst […]

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Der Wanderer im Labyrinth

Mit Hoffnungen beladen, die wie Blüten vergeh’n, zieh ich von Ort zu Ort, um mich selbst zu versteh’n. Ein Flüstern im Wind nimmt mir die Gesichter fort, zurück bleibt nur Schweigen an jedem neuen Ort. Die Wege sind endlos, staubig und voller Zeit, ein Meer aus Enttäuschung, aus Sehnsucht, aus Leid. Ich suche nach Türen,

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Im Atem der Sehnsucht

Du suchst das ferne Blau der weiten Himmelsbahn, den warmen Blick der Frau, der tief ins Herz dir fahr’n. Du willst fort von diesem Ort, der an dir zehrt und klebt, wo jeder Tag wie Staub zerfällt und nichts mehr wirklich lebt. In dir brennt ein Geist, der hell und ungestüm noch lacht, doch das

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Landkarte der Sterne

Die Dämmerung vergangener Tage, doch deine Schritte bleiben leicht. Ein Herz, das träumt trotz aller Klage, das offen ist und selten jemand erreicht Du greifst nach den Sternen, der Nebel will dich entfernen. Manchmal glimmen ferne Lichter – und du siehst vertraute Gesichter. Die Jahre fluten wie ein Fluss, sie tragen Last und Überfluss. Doch

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Aufbruch und Rückblick

Was hat das Leben mir gezeigt? Mal heller Aufbruch, mal Schmerz zugleich. Die Wege, die ich suchend ging, trugen schon Kindheitsschatten im Ring. Die Jugend – ein Erwarten ohne Halt, ein warmes Träumen – manchmal kalt. Manches Ziel war nur ein Schein und oft fühlte ich mich still und allein. Manche Hoffnung verschwand, doch Neues

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Rädchen im System

Fragst du dich noch, was du wohl bist, ein Mensch, der längst vergessen ist, ein Rädchen nur an jedem Ort, das man benutzt – und wirft es fort. Du träumst von Sinn, von Glaubensschein, doch darfst nur Teil des Systems sein. Man lenkt dich stumm, man zählt dich bloß, dein Herz – ein Werkzeug, nutzlos

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Gutmütige Bescheidenheit

Du stehst gelassen über die Dinge, verzichtest still auf große Gewinne. Kein Laut begleitet Deinen Schritt, Du trägst das Herz der Güte mit. Dein Wissen bleibt ein stiller Schatz, Du suchst nicht Ruhm, noch den hohen Platz. Du hilfst, wo andre zögern still, weil Dich kein Eigennutz mehr will. Doch manchmal, leise, wird’s zur Qual,

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Nasser Sand

Nach allem steht sie allein am Meer. Nach der Liebe, nach der Arbeit, nach einer Hoffnung, die zu lange ihren Mantel anbehielt. Genauer muss man es nicht sagen. Das Meer fragt nicht, welche Art von Ende man mitgebracht hat. Es nimmt alles mit derselben nassen Hand: Muscheln, Plastikdeckel, Fußspuren, Namen, die jemand zu spät noch

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Damals…

Damals! Hier gewohnt. Frische Farben. Quälen noch manche Narben. Schaut befangen. Fast gelähmt. Sein Erinnern schnell gezähmt. Sich umgedreht. Dumpfe Wehr. Nie, nie wieder kommt er her. Bernd Tunn Tetje

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Kunstgenuss

Die Nachtigall wunderschöne Lieder singt, für die Menschen der Gesang wohltuend klingt. Nachts -in freier Natur- gibt sie ihr Konzert, legt dabei auf eine Gage keinen Wert. Vertreibt so durch kostenlose Sangeslust ein wenig den Menschen ihren Alltagsfrust. Erheblich anders dagegen liegt der Fall bei der singenden „menschlichen Nachtigall,“ denn diese singt lediglich in einem

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Meinungsaustausch

Man sitzt zusammen und diskutiert und seine Meinungen austauscht, Wirr durcheinander geredet wird, Unwichtiges kräftig aufbauscht. So sprechen sie alle frank und frei, doch mancher nicht richtig zuhört, reden oft aneinander vorbei, was verständigungsmäßig stört. Wer sich am lautesten artikuliert, mit seiner Stimme Eindruck schindet, wird im Allgemeinen voll akzeptiert, nicht selten auch Zustimmung findet.

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Übertriebene Aktivität

Ein Mensch immerzu im Leben seinen Mann steht, es sich meist um Erfolg und Anerkennung dreht, für diesen Zweck alles auf eine Karte setzt und von einer Aktivität zur nächsten hetzt. Ehrgeiz und Fleiß ihn gewaltig motivieren, will letztlich keine wertvolle Zeit verlieren. Deshalb zielstrebig Geplantes zu Ende bringt, Faulheit sowie Bequemlichkeit in die Knie

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Das Monster

Beim Blick in den Spiegel es dir arg graute, ein fürchterliches Monster dich anschaute, das den Platz deines Spiegelbildes einnahm und gewaltig unangenehm rüberkam. Der Schreck dir gehörig in die Glieder fuhr, dein Gleichgewicht kippte sofort aus der Spur. Der Fall hatte dir die Sprache verschlagen, warst nicht fähig, auch nur ein Wort zu sagen.

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Seltsamer Diebstahl

Ein Dieb ist asozial und gemein, verwechselt immer wieder mein und dein. Nutzt hierbei mit großer Wahrscheinlichkeit, jede sich bietende Gelegenheit. Übeltäter werden selten erwischt, weil die Polizei meist im Trüben fischt. Den Kampf gegen die Diebe nicht gewinnt, die zahlenmäßig überlegen sind. Doch wenn wirklich mal einer ins Netz geht, dann die Tat zu

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Als Verlierer dastehen

Um in seinem Leben was zu erreichen, muss solides Können vorhanden sein. Stellt die Glücksgöttin dann geschickt die Weichen, hat man reichlich Glück und gleichzeitig Schwein. Doch jeder ist allein seines Glückes Schmied. Für sein Glück er die Verantwortung trägt. Wer aber die besten Chancen übersieht, später kaum etwas erfolgreich bewegt. Oft hat ein Mensch

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Das lebenswichtige Komma

„Komm wir essen Opa,“ hört sich äußerst unfein an. Doch mit einem Komma man den Satz entschärfen kann. Wird das Komma an die richtige Stelle gesetzt, der Satz dann keine menschlichen Gefühle verletzt. So dieses Komma erheblich die Wogen glättet und darüber hinaus sogar noch Leben rettet.

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Das Haar in der Suppe

Der Ober einem Gast die Suppe servierte, doch bevor dieser sie genüsslich dinierte, tatsächlich ein Haar in der Suppe entdeckte, das nicht gerade seinen Appetit weckte. Diese Beilage in ihm Ekel erregte, sich deshalb recht schroff mit dem Ober anlegte, der ihn nun beträchtlich beruhigen musste, das Haar in der Suppe zu erklären wusste. So

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Schatten an der Wand

Warum kehrt stets der Tag zurück, und bringt mir kein bleibendes Glück? Ein Leben frei von Angst und Sorgen – verweht wie Tau im neuen Morgen. Ohne Arbeit, ohne Halt, die Welt verlangt – und urteilt bald. Ein ehrliches Lob – so fern, so rar, die Kälte regiert, unsichtbar. Die Stunden fließen, leer und schwer,

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Licht des Glaubens

Der Glaube ist des Lebens Herz, er lindert still den tiefsten Schmerz. Wer ihn verliert, verliert sich selbst, im Lärm der Welt, die lockt und fällt. Doch wer ihm treu, dem Sturm zum Trotz, steht fest wie Baum in sicherem Schutz. Verwurzelt tief in Zuversicht, bewahrt er Wärme, Hoffnung, Licht. Wenn Dunkelheit die Seele deckt,

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Im Tempel des Rauschlichtes

Ich taumle durch das Neonlicht, mein Herz – ein müder Widerspruch. Die Nacht verspricht, doch hält sie nicht, ihr Glanz – ein Trugbild, ein fließender Bruch. Im Tempel aus flackerndem Schein tanzt mein Schatten müde Kreise. Ich greife nach Sternen, klein und rein – sie zerspringen, lautlos, leise. Die Göttin dort – ein flüchtiges Bild,

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