Allgemein

Zwischen Licht und Leere

Tief in dir, da glimmt ein Licht, auch wenn es oft die Schatten bricht. Du träumst von Weite, von dem Meer, von einem Leben hell und mehr. Du willst alles geben, um das Leben ganz zu leben. Du suchst den Sinn in jedem Blick, verlierst dich Stück für Stück. Die Welt erscheint dir wie ein […]

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Elemente der Seele

All die Zeiten, in denen wir leiden, verblasst nicht das Herz, sie tragen den Schmerz wie Ebbe und Flut, mal ruhig, mal in Wut. Wir leben, um nicht nur Glück zu zeigen, wir schwanken, wir neigen zu Tränen und Lachen, zu wilden Sachen. Denn jede Sekunde, in Freud oder Wunde, birgt beides zugleich: das Glück

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Bilanz der Leere

Sie sitzen hoch in Sälen aus Granit, wo kein Geschrei des Volkes je eintritt. Der Blick starr auf goldne Bilanzen gerichtet, was draußen brennt, wird ohne Wert gewichtet. Man misst das Kapital des Landes nur in Zahl’n, lässt Menschlichkeit und Hoffnung verstrahl’n. Es zählt der Index, nicht der einfache Mann, der seinen Alltag kaum noch

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Ein Augenblick im Grau

Kein Geld, kein Job, viel Grund zur Hoffnungslosigkeit. Keine Wertschätzung, kein Trost, kein Lob, ein Spiegelbild unserer Zeit. Wenig Freunde, keine Frau, viel Grund zur Hoffnungslosigkeit. Der Himmel färbt sich bleiern grau, und überall herrscht Ungerechtigkeit. Kaum glückliche Gesichter, die Müdigkeit überwiegt. Zu viele erloschene Lichter — nur das Leid, das siegt. Kein natürliches Lachen

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Innere Wetterlage

Momentan geht’s mir wirklich schlecht, ich komm mit der Wetterlage nicht zurecht. Ist’s das Dorf, das mich so müde macht oder bin ich nie richtig aufgewacht? Manchmal fühl ich mich wie weggeschwemmt wie Staub, den man vom Pflaster trennt. Ein Nein trifft mich wie ein Dolchstoß und Hoffnung flieht – mein stummer Trost. Kleinigkeiten bringen

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Vom Denken und Träumen

Ich bin ein Mensch, der lange denkt, der Fehler sieht – sie nicht verdrängt. Ich träume von Frieden, von Gerechtigkeit, und öffne Türen – selbst im Streit. Ich bin ein Mensch, der Fragen stellt, der nicht nur schweigt, wenn’s andern gefällt. Ich wünsche mir Liebe, ein Stück vom Glück, doch weiß: Die Zeit kehrt nie

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Das Gehirn

Das Gehirn ist ein wichtiges Organ, äußerst empfindlich und sehr filigran. Deshalb es oft geschont wird, an Aktivität verliert. So nutzen es manche nicht mal spontan.

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Stoffgebundene Sucht

Du stürzt hinein – kein Schleier, kein Versteck, man sieht es sofort: dein Blick, dein Dreck. Du bist auf der Flucht – vor dir, vor dem Staat, Kokain, Heroin: Besitz wird zur Tat. Du sagst: „Haschisch ist harmlos, Alkohol geht klar“, doch der Trip geht tiefer – du bist nicht mehr da. Du ziehst, du

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Verlorene Flügel

Es ist traurig – und leider wahr, mir ist schon offenbar: Ich hab in letzter Zeit zu viel Mist gebaut und mir die eigne Freiheit geklaut. Ich zähl wohl zu den stillen Leuten, die sich noch Hoffnungen zurechtdeuten, doch kaum etwas vermag sie zu erfreun – ihr Lachen klingt nur wie Schein. Ich hab viel

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Gutmütige Bescheidenheit

Du stehst gelassen über die Dinge, verzichtest still auf große Gewinne. Kein Laut begleitet Deinen Schritt, Du trägst das Herz der Güte mit. Dein Wissen bleibt ein stiller Schatz, Du suchst nicht Ruhm, noch den hohen Platz. Du hilfst, wo andre zögern still, weil Dich kein Eigennutz mehr will. Doch manchmal, leise, wird’s zur Qual,

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Das Jüngere Aussehen

Ein Mensch geschniegelt vor der Kamera stand, ließ sich fachmännisch fotografieren, doch die Fotografie er potthässlich fand, denn man vergaß ihn zu retuschieren. Er wirkte auf dem Foto hochbetagt, hat seine jugendliche Frische vermisst, sich nach dem Grund des Aussehens gefragt, meist es „das muss du nicht tun“ gewesen ist. So ein Foto erst viel

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Deine Nähe.

In manchen Momenten bist Du mir so nah als wärst Du im Jetzt neben mir da. Es ist als ob ich würde Dich spür´n, als vernehme ich gar ein sachtes Berühr´n. Es gibt etwas, dass können unsere Sinne nicht erklären, aber, wenn wir uns dagegen nicht wehren… dann ist es real existent, auch wenn niemand

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Döst…

Döst… Geht nicht mehr gerne raus. Ruhig geworden in den Haus. Früher war es hier sehr laut. Hat ihr oft den Nerv geraubt. Einfach war es damals nicht. Eine Not trug schwer Gewicht. Alten Narben sind verstaubt. Erinnerungen nicht erlaubt. Döst gern lieber in den Tag. Formt Gedanken die sie mag. Bernd Tunn Tetje

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Die Kielnacht

Ein Schiff aus Nacht, aus Harz und alten Speeren, getränkt vom Schweigen längst versunk’ner Zeit. Kein Steuermann – nur Sterne, die nicht kehren, ein Kranz aus Licht im Kleid der Einsamkeit. Die Planken reden in zerbroch’nen Schriften, sie zeichnen Wege, die kein Hafen fand. Die Segel, grau wie unerfüllte Pflichten, erzittern leis, wenn Wind die

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37,7%

Wie oft spielt der Verstand der Emotion Flöte, wiegt sie ein, dämpft sie, als wären sie große Kobras. Und sie lösen sich auf, es fällt Regen, sie rollen sich zusammen und tun niemandem etwas. So ist es wohl richtig, denn nicht allen Emotionen ist Platz gegeben — für Fortsetzung, Möglichkeit, Sinn. Wenn die Sonne herauskommt,

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‚Aufstehen…

Aufstehen! Fenster offen. Frische Luft. Blumen draußen geben Duft. Kleines Zimmer. Auch ein Bett. Die Alten finden es sehr nett. Vogel sitzt. Er schaut rein. Zwitschert fröhlich laut hinein. Kaffeedurst. Ist so weit. Mit kleinen Seufzern wird es Zeit. Bernd Tunn Tetje

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Bis bald

Der Zug war da. Die Uhr war unerbittlich. Du hieltest meine Hand, als ob sie bliebe. Wir umarmten uns so richtig appetitlich und flüsterten einander noch von Liebe. „Wir sehen uns bald wieder,“ sagtest du. Der Satz, ‘ne Münze im defekten Automaten. Natürlich nickte ich dir lächelnd zu, um uns nicht voll und ganz hier

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Hellwegstadt Wattenscheid

Wattenscheid unsere liebenswerte Hellwegstadt, man gegen den Bürgerwillen eingemeindet hat, obwohl es kein einziger Wattenscheider wollte, dass seine Stadt ein Vorort Bochums werden sollte. Bürgerproteste man aber nicht akzeptierte und Wattenscheid zum Stadtteil Bochums degradierte. Seit Jahrzehnten jetzt Wattenscheid zu Bochum gehört, ganz Wattenscheid ist bis heute hierüber empört. Im Herzen sind alle Wattenscheider geblieben

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Tiefer als gestern

Sie stand im Wasser zwischen Messerblock und Frühstückstisch in einem Glas, das einmal Gurken enthalten hatte. Sie sah, wie ein Teller an der Wand zerbrach. Sie sah eine Hand, die keine Hand mehr war. Sie sah, wie der Abend seine Zähne in den Türrahmen schlug. Am Morgen hing die Rose nach unten, tiefer als gestern.

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