Allgemein

Meine Muse

Sag mir den Grund geliebte Muse. Du reichst mir nicht mehr deine Hand? Wo bleiben Phantasie, die schönen Worte? Wo bleibt dein Musenkuss der uns so eng verband? Die Seelenrädchen stehen stumm und still. Sie brachten Wort und Zeile stets ans Ziel. Nun muss ich alte Werke wiederkäuen. Muse, bist du etwa schon senil? Günter […]

Meine Muse Weiterlesen »

Heruntergekommen

Zerlumpt, verloren, ohne Licht, die Hoffnung weicht dem Angesicht. Die Scham vor Freunden – einst vertraut, hat dir fremde Wege gebaut. Dein Blick ist traurig, unsicher, leer, die Liebe bleibt dir fern und schwer. Du lebst in Kreisen, die nicht passen, bei denen Träume schnell verblassen. Gammler, Diebe – rau und laut, doch sie sind

Heruntergekommen Weiterlesen »

Ich bin keine Leiche

Ich trat in eine fremde Bar, der Rauch lag schwer, das Licht war klar. Ein Lächeln traf mich wie ein Schein, ihr Blick – so still, so ganz allein. Ein Drink, ein Wort, ein kurzes Spiel, ihr Wesen warm, nicht viel zu viel. Sie nahm mich auf, ganz ohne List, als wär ich mehr –

Ich bin keine Leiche Weiterlesen »

Ausstieg

Manchmal will ich alles lassen, will ausbrechen aus den stillen Gassen. Doch dann fehlt mir wieder der Mut – vielleicht ist das sogar gut. Ich denk zurück an jenen Mann in Berlin, der mich um ein paar Münzen bat – ganz kühn. An den Junkie in Wien, der mir sein Leben zeigte, und dabei leise

Ausstieg Weiterlesen »

Das falsche Spiel

Ich spüre deutlich, was hier läuft: das Spiel ist falsch, es ist erkauft. Drum steige ich nun frustriert aus, mein Weg führt heim, ich geh nach Haus. Bei euch läuft’s nicht mit rechten Dingen, ihr könnt nur durch Betrug gewinnen. Beweisen kann ich’s nicht genau, doch eure List ist nicht sehr schlau. Ich bin kein

Das falsche Spiel Weiterlesen »

Musik

Verträumt auf staubigen Straßen, wie einst bei Easy Rider-Phasen. Da lag die Freiheit noch im Klang, die Liebe trug uns lebenslang. Doch bald erhob sich kalt der Profit, die Leute sahen es – und machten mit. Was einst als Botschaft war gedacht, hat Kommerz laut zum Kauf gemacht. Musik – sie wollte Frieden tragen, von

Musik Weiterlesen »

Marktwirtschaft

Man nennt sie frei, man nennt sie stark, ein goldener Tempel, hell und markant. Doch hinter Glanz und surrendem Rad verliert so mancher seinen Pfad. Die einen löschen still ihr Licht, verglühen leise, wie Sterne im Nichts. Die andern nehmen Gift und Rauch, bis jeder Traum im Nebel zerbrach. Und wieder andre schlagen Wunden in

Marktwirtschaft Weiterlesen »

Fans

Ich habe nichts gegen Leidenschaft – sie fließt wie Feuer, pulst mit Kraft. Doch Fan zu sein heißt nicht: Gewalt, kein Sturm, der blind das Spiel durchschallt. Man muss den Glanz im Gegner sehen, die Würde seines Spiels verstehen – ein Licht, verborgen, doch bereit, im Schatten dunkler Rivalität . Wer Hass schon vor dem

Fans Weiterlesen »

Gegen den Strom schwimmen

Ein Mensch, der sich nicht so schnell anpasst, lässt sich ungern dirigieren, jede Anweisung wie die Pest hasst, kann sich selber motivieren. Von seiner Meinung er nie abweicht, mit ihr oft gegen den Strom schwimmt, nicht mit der Masse nach vorne schleicht und alles stillschweigend hinnimmt. Doch mit Macht stromaufwärts zu schwimmen, ist sicherlich ungemein

Gegen den Strom schwimmen Weiterlesen »

Der Weg zum Herbst des Lebens

Ein Mensch vor der Tür zum „Herbst seines Lebens“ steht, doch diesen Lebensabschnitt noch nicht betritt, letztendlich er den Weg des „Zweiten Frühlings“ geht, hält mit Jüngeren bemerkenswert gut mit. Zwar sind seine Haare mittlerweile ergraut, aber lichte Stellen sind nicht zu sehen, den jungen Mädchen sehr gerne hinterherschaut, denn es ist schwer, ihnen zu

Der Weg zum Herbst des Lebens Weiterlesen »

Werde Meer

Wenn man sich ängstigt vor der eigenen Tiefe, lebt man am Ufer wie auf geliehenem Boden. Man sagt: Das Leben ist zu viel. Die Welt ist zu laut, die Liebe zu unsicher. Aber niemand wird verschont. Es kommt alles: Liebe, Verlust, Sturm. Wer glaubt, er sei für das Ufer gemacht, wird an jeder Welle krank.

Werde Meer Weiterlesen »

Ein älterer Herr

Im Alter muss der Mensch sich häufig quälen, denn jede Bewegung fällt meist sehr schwer. Letztendlich ihm Kraft und Ausdauer fehlen, ist dennoch ein älterer, netter Herr. Lässt manchmal sein Leben „Revue passieren,“ Vergangenes in Erinnerung nimmt. Kann das Veranlasste noch akzeptieren, sogar auch aus heutiger Sicht zustimmt. Sein Leben hat gute und schlechte Seiten,

Ein älterer Herr Weiterlesen »

Die größte Anerkennung

Er ist clever und beherrscht jeden Kniff, hat sogar alles souverän im Griff. Manch einer ist von ihm hell begeistert, wie er Probleme des Lebens meistert. Selbst die größten Schwierigkeiten bezwingt, was er auch anfasst, stets bestens gelingt. Verfolgt eifrig jedes gesteckte Ziel und pflegt einen höflichen Umgangsstil. Doch Erfolge ihm viele nicht gönnen, ihren

Die größte Anerkennung Weiterlesen »

Tanzender Stern

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären.“ Friedrich Nietzsche Lass dir dein Chaos nicht nehmen. Es ist nicht nur Verlust, es ist auch Ursprung. Fürchte nicht das Wilde in dir, nicht den Widerstreit, nicht die Stunden, in denen alles unfertig ist. Es darf in dir rauschen. Manchmal braucht es

Tanzender Stern Weiterlesen »

Zwischen Sternenstaub und Erde

Die Seele tritt alt ans Licht, mit Staub von Sternen in den unsichtbaren Falten. Sie wird sanfter, heller, durchsichtiger, während die Jahre den Körper beschweren. Der Körper blüht auf in seinem süßen Irrtum, er sei von Dauer. Die Zeit nimmt ihn langsam zurück in ihre ernste Hand. Wir alle häuten uns zur Leichtigkeit und verdichten

Zwischen Sternenstaub und Erde Weiterlesen »

Innere Jahreszeit

Der Winter arbeitete gründlich. Er schnitt die Tage kahl, legte frei, was bloß Gewohnheit war. Die Kälte nahm allem die Milde, verdunkelte den Blick, ließ nur gelten, was standhielt. Doch selbst unter Schnee vergaß etwas in mir nicht, wie Frühling geht.

Innere Jahreszeit Weiterlesen »

Asche im Neonlicht

Die Nacht – ein schwarzes Feld, auf dem Lichter zucken und Menschen gesetzt werden wie Figuren ohne Wert. Die Musik hämmert. Nicht laut – sondern unerbittlich. Ein Bass, der tiefer geht als jedes Wort. Schönheit flackert auf in Gesichtern, als hätte das Neon sie nur ausgeliehen, doch hinter der Schminke nur ein Blick, der niemanden

Asche im Neonlicht Weiterlesen »

Neonkäfig

Im Käfig der Nacht, wo Neon die Sterne ersetzt, verkauft sich die Seele für Takte aus Stahl. Gesichter wie polierte Scheiben, maskiert von Schminke und Pose, sprechen in Dialogen ohne Gewicht – ihr Lachen klingt wie Münzen, die in dunkle Schächte fallen. Die Superfrau – ein Idol aus Reklame, glänzend, unverwundbar, doch hinter der Fassade

Neonkäfig Weiterlesen »

Rückflimmern

Eines Tages wird mein Leben in mir zurückflimmern, Bild für Bild wie Staubpartikel im Licht eines alten Projektors. Nicht die Tage werden bleiben, die sich sauber erzählen lassen, an denen alles funktionierte, und niemand stolperte. Bleiben werden eher die aufgeschlagenen Knie. Am Ende zählt nicht, wie behutsam ich gewesen bin, sondern ob ich gebrannt habe

Rückflimmern Weiterlesen »

Himmelskörper

1 Du magst der Himmelskörper Bahn entworfen haben, doch sie weiß, wir habn die Wahl und kein Geheiß von Dir und dies ist nicht Dein Plan, nein, dies ist nicht Dein Plan. Du magst wenn´s auf der Erde Nacht ist, handeln wollen, doch sie glaubt, Du wirkst durch den nur, der´s erlaubt, und hast an

Himmelskörper Weiterlesen »