Allgemein

Der Idiot

Ich bin der Narr in deinem Spiel, zahl deinen Preis und zahle zu viel. Ich trag die Last, die du verheimlichst, auch wenn dein Handeln ist schleimig. Ich kehr den Staub aus deinem Blick, verlier mich selbst in fremdem Glück. Du nimmst, du forderst, bleibst bequem – mein Herz erstickt in deinem System. Du zählst […]

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Filmvirus

Erotik flimmert, wild und heiß, mein Denken schweigt im Bilderkreis. Die Fantasie springt auf und lacht, die Wirklichkeit verliert ihre Macht. Horror kreischt im grellen Licht, mein Herz verkrampft, mein Blick zerbricht. Die Mauer kommt – zu spät erkannt, die Wahrheit sticht mit scharfer Hand. Western stauben, müde und leer, der Held verblasst, sein Glanz

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Spiegelungen

Grelle Blicke im Neonlicht, Ausstrahlung ohne wahres Gesicht. So glatt, so rein, so aufgebläht – verloren im Glanz, der sie umweht. Wir passen hier nicht hinein, nicht Teil vom Glanz, vom gold’nem Schein. Der Raum – so leer, so matt, so still, die Frauen – schön, doch ohne Will’. Sie wirken fern, sie strahlen bloß,

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Der leise Takt der Stadt

Das Pflaster dämpft den Schritt der Vielen, ein Strom aus Zeit, der uns umschließt. Wir treiben still in Zwischenzielen, solang die Nacht vorüberfließt. Die Fenster sehen ohne Blick, sind aus blind gewordenem Glas gebaut. Und was uns trägt, fällt Stück für Stück in eine Stille, die sich staut. Kein Wort, das bleibt, kein Hauch, der

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Seelenschnupfen

Miese Laune oft manchen Zeitgenossen prägt, der sein Gesicht nie in freundliche Falten legt. Sich weder richtig freut noch nach Herzenslust lacht, ein Gesicht wie „drei Tage Regenwetter“ macht. Erfolgreich im Leben nur die anderen sind, er als Pechvogel keinen „Blumentopf“ gewinnt. Auch wenn dieser Mensch bei allem viel Aufwand treibt, dennoch letztendlich nur der

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Am Meer…

Am Meer… Bin gedanklich gern am Meer. Mag die Bilder immer mehr. Sehe wie die Wolken gleiten. Die meine Blicke gern verleiten. Mag Wellen die sich brüsten. Auch die Winde die sich rüsten. Ich ahne Weiten ohne Ende. Am Horizont sind keine Wände. Lausche Möwen beim kreischen. Wollen Beifall wohl erheischen. Sehe wie ein Schiff

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Artgerechte Haltung

Ein Mensch, der sich fleißig für den Tierschutz engagiert, weil ihm die bedrohte Tierwelt am Herzen liegt, oft durch unpopuläre Maßnahmen aktiv wird, hat schließlich genügend Tierelend mitgekriegt. Gegen Tierversuche er vehement opponiert, selbst ein Tier besitzt nun mal das Recht zu leben. Dass es bei Versuchen meist fürchterlich gequält wird, dürfte es ein für

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Der Poet

Er ist ein durchaus erfolgreicher Poet, dem Frau Muse jederzeit zur Seite steht und ihn stets mit Einfällen spickt, damit er poetisch durchblickt, garantiert so seine Dichterqualität.

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Aus der Tiefe…

Aus der Tiefe… Aus der Tiefe viel gedacht. Gedanken liefen nicht nur sacht. Vieles wurde ernsthaft wahr. Versteckte Bilder wuchsen klar. All die Fehler trugen Schmerz. Ein Vergeben braucht das Herz. Bewegtes Flehen in dem Leid. Gebete hoffen in der Zeit. Bernd Tunn Tetje

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Pessimistisch

Ein Mensch, der pessimistisch geprägt, deshalb im Leben wenig bewegt, sich stets von vornherein scheitern sieht, nicht loslässt, was ihn nach unten zieht. Seine Erfolgslosigkeit ihn quält, das gesunde Selbstvertrauen fehlt, nur auf das Können anderer schaut, aber sich selbst zu wenig zutraut. Doch weil er sich zu wenig zutraut, nicht hin und wieder auch

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Weiterbildung

Das Arbeitsleben ist sehr kompliziert, man muss sich für´s Fortkommen schinden, wer den Anschluss schon frühzeitig verliert, wird in der Versenkung verschwinden. Ständig zu lernen ist oberste Pflicht, denn der Fortschritt kennt kein Erbarmen. Solides Wissen letztlich Macht verspricht, mit recht lukrativen Einnahmen. Dass ein Meister nun nicht vom Himmel fällt, ist logisch und hinreichend

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Am Rand

Ewig nur am Rand gestanden, nie gehörte ich richtig dazu. Suchte Halt in fremden Landen, doch fand ich nirgends Ruh’. Ob ich Kind war oder Mann, niemand fragte, wer ich bin. Keiner sah, was ich begann, niemand hörte, was ich bin. Selbst in jedem Vers von mir war Außenseitertum nie mein Ziel. Leise trag’ ich,

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Vorsichtiges Handeln

Das tägliche Leben steckt voller Gefahren, um diese sich nun weitgehend zu ersparen, heißt es: „Die Augen aufhalten und aufpassen, stets Vorsicht und Achtsamkeit walten zu lassen.“ Die Gefahr herauszufordern ist äußerst dumm, denn wer sie sucht, kommt häufig sogar in ihr um. Vorsichtiges Handeln mit entsprechender List, letztlich die Mutter der Porzellankiste ist. So

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Glas und Äther

Das Wort, aus hartem Glas geformt, ein Echo, das im Äther wacht. Was einst nach altem Maß genormt, versinkt nun in der tiefen Nacht. Kein Anker hält im bleichen Licht, wenn Zeilen sich im Strom verlieren. Doch was der Geist in Stille flicht, entzieht sich selbst dem ew‘gen Frieren.

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Neue Besen kehren gut

Dass neue Besen gut kehren, steht nun mal fest, dennoch sich diese Feststellung bestreiten lässt. Zwar hat ein neuer Besen sicherlich mehr Kraft, einen Bereich viel schneller zu reinigen schafft. Eine enorme Dynamik an den Tag legt, vielleicht sogar eine größere Fläche fegt. Doch die Routine alter Besen schwerer wiegt, weil sie nämlich wissen, wo

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Wenn du…

Wenn Du… Wenn du mehr von mir wüsstest. Vielleicht meine Wange küsstest. Die Schicksalswege mit mir siehst. Empfindung in den Augen liest. Mit ernsten Gesten mich bedenkst. Durch Vergeben mein Herz lenkst. Mir die Hand hältst nach der Zeit. Bist du dann für mich bereit? Bernd Tunn Tetje

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Zu hoch hinaus

Er ist ein Mensch, der immer nach oben strebt, nur für Erfolge und Anerkennung lebt, der als ehrgeiziger Perfektionist, mit seinem Erreichten nie zufrieden ist. Deshalb er höhere Ziele anvisiert, sein unbändiger Ehrgeiz ihn motiviert. Das neue Ziel nicht aus den Augen verliert, sehr viel Mühe und Fließ hierin investiert. Doch so manches Mal geht

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Aus dem Häuschen

Ein Mensch mal aus dem Häuschen geriet und gewaltig resignierte. Es als arges Missgeschick ansieht, ungehalten reagierte. Dieses Missgeschick sehr teuer wird und sogar an den Nerven zerrt. Der Schlüsseldienst hierfür abkassiert. Der Mensch hatte sich ausgesperrt.

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Glück?

Er hört gerade keine Stimmen. Können ihn so nicht bestimmen. Doch er will sich tiefer spüren. Wird dabei am Schicksal rühren. Tablettenschachtel liegt leer da. Wieder kommt die Not so nah. Früh am Morgen wacht er auf. Stimmen wispern arg zu Hauf` Sie locken ihn zum Fenster hin. Hat dein Leben so noch Sinn? Doch

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Das Luxusweib

Sie hat ihn äußerst listig und geschickt umgarnt, seine Freunde haben ihn zwar vor ihr gewarnt, doch er war nun mal hoffnungslos in sie vernarrt, hat daher nicht mit Aufmerksamkeiten gespart, weder lästigen Aufwand noch Mühen scheute und sie mit diversen Geschenken erfreute. So war das Beste gerade noch gut genug, was jedoch finanziell stark

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