Was blieb?
Was blieb? Als die Zuneigung starb, blieb die Erinnerung. Bilder liefen. Doch das Gefühl regte sich nicht mehr. Bernd Tunn Tetje
Was blieb? Als die Zuneigung starb, blieb die Erinnerung. Bilder liefen. Doch das Gefühl regte sich nicht mehr. Bernd Tunn Tetje
Gib dein Leuchten nicht her. Lass es dir nicht nehmen von Stimmen, die Angst mit Kritik verwechseln, von Blicken, die Glanz für Übermut halten. Du musst dich nicht dimmen, damit andere bequemer wegsehen können. Du musst nicht Schatten werden, nur weil jemand Angst vor Helligkeit hat. Es wird Menschen geben, die nicht geblendet sind, sondern
Tageslicht! Sie hofft auf das Tageslicht. Gedanken tragen sehr Gewicht. Muss so vieles überdenken. Kann das nicht alleine lenken. Tränen laufen mit den Bildern. Nichts kann die Gefühle mildern. Sie betet oft in letzter Zeit. Es mildert ihr so manches Leid. Bernd Tunn Tetje
Nichts beginnt sauber. Ein Schlag splittert im Raum, Kabel glühen, der Boden denkt in Kreisen. Eine Trompete bricht durch die Wand. Metallischer Atem, ein Tier aus Elektrizität mit Funken im Fell. Der Bass taumelt nicht, er beschwört. Die Orgel schwitzt Licht. Das Schlagzeug baut ein Gewitter aus Knochen, Kupfer, Puls, Benzin. Hier wird nichts geglättet.
Riss aus Messing Weiterlesen »
Wiedergefunden im Chaos der Welt, mein Versprechen an Dich hält. Wiedergefunden in schweren Zeiten, werde Dich hindurch begleiten. Wiedergefunden den Glauben an sich. Vertrauen wirkt bekanntlich ewiglich.
Einsamkeit – ein stilles Leid, das viele sehn, doch kaum verstehn. Wenn man sich langsam selbst verliert und jede Nähe sanft erfriert. Wenn Stimmen schweigen, Türen sind zu, hat selbst der Tag nicht mehr viel Ruh. Kein Blick, kein Wort, kein Gegenlicht – nur Schatten, der durchs Fenster bricht. Dann wächst in dir ein leeres
Hörst du nicht die Melodie, die weich und voller Sehnsucht zieht? Sie klingt so still, so sanft, so frei – ein Lied aus Wald und Vogelschrei. Siehst du nicht die Harmonie, die dir ein Stück von Frieden lieh? Hier draußen, wo sich Atmen lohnt, wo jeder Schritt noch Sinn bewohnt. Doch auch hier wächst Gier
America, was ist dir geblieben? Nur die Erinnerung an den Frieden. Wo sind Jimi Hendrix und Janis Joplin? Wo lebt jetzt James Dean? Wo bleiben deine Helden? Sie schweben in anderen Welten. America, ich gehe weit, ich suche deine Freiheit. America, wo ist sie nur? Du läufst doch gegen deine eigene Uhr! Dein Spießertum hat
Du hast so oft über dein Leben nachgedacht, und spürst: Noch ist kein Werk vollbracht. Du bist noch immer wie ein Kind – naiv, verträumt, vom Leben blind. Erfahrungen hast du kaum gewonnen, manch Traum ist dir davongeronnen. Du greifst nach Sternen, suchst den Sinn, und reifst dabei nur langsam hin. Du möchtest wachsen, möchtest
Noch wie ein Kind Weiterlesen »
Im Leben fallen oft Angelegenheiten an, die man nicht zur Zufriedenheit abrupt lösen kann. Entscheidungen bis zum Sankt-Nimmerleinstag dauern und daher auf der „langen Bank“ liegend versauern. Leider Gottes man hierbei immer wieder vergisst, dass dennoch eine Entscheidungsfindung möglich ist. Innere Stimme und Gefühle behilflich sind. Jede Entscheidung sich spontan zu bilden beginnt. Folglich heißt
Gefühlsbetonte Entscheidungen Weiterlesen »
Er trägt den Hut als hätte die Nacht ihm die Hand auf die Stirn gelegt. Darunter: kein Rockstar, kein Denkmal mit Sonnenbrille kein lauter Prophet aus Barlicht, sondern ein Ohr, das noch hört, wenn die Nacht ihre Verletzten zählt. Hinter Glas blinkt ein Verstand, hell wie ein einsames Hotelzimmer über der Reeperbahn, nachts um halb
Der Mann mit dem Hut Weiterlesen »
Ein Mensch bekanntlich dann erwachsen wird, sobald sein Wachstum nach oben stagniert und dabei die Höhe allein bestimmt, auf des Menschen Wunsch keine Rücksicht nimmt. Der Mensch kann das Maß nicht korrigieren, muss es letztendlich auch akzeptieren. Dennoch hat er in der Breite nun echt, sogar tatsächlich ein Mitspracherecht. Zur Erweiterung der Breite beiträgt, indem
Noch bist du sehr jung an Jahren, dazu äußerst unerfahren. Doch du solltest jetzt schnell reifen, worauf es ankommt, begreifen. Allein Können, Wissen und Fleiß, haben im Leben ihren Preis, wichtige Fähigkeiten sind, jeder Erfolg hiermit beginnt. Fällt dir mal einiges zur Last, was du mit Eifer geplant hast, gebe diese Pläne nie auf, nimm
Vergesslichkeit im Alter Weiterlesen »
Zwei Hunde mal eine Parkuhr sehen und bleiben davor verwundert stehen. Diese sodann äußerst interessiert, von beiden intensiv beschnüffelt wird. Doch den Hunden die Parkuhr nicht gefällt, weil jeder sie für ein Pissoir hält. Will man, wenn Hunde hier urinieren, etwa für „Hundepippi kassieren?“ Dabei wären doch Bäume angebracht, hätte den Hunden ein Geschenk gemacht,
Pflege Deine Gedanken wie einen Garten. Nicht alles muss bewertet werden, nur weil es wächst. Manches darf gehen. Manches braucht Wasser. Manches war nie für Dich bestimmt. Was bleibt, wird Wurzel. Was Wurzel wird, wird Haltung. Was Haltung wird, wird Licht. Und dieses Licht musst Du nicht erklären. Es ist einfach da, in Deiner Stimme,
Was bleibt, wird Licht Weiterlesen »
Jahr für Jahr verrinnt die Zeit, das einstige Ziel wirkt nun so weit. Gesichter ändern, Träume flieh’n, das Ich beginnt sich neu zu zieh’n. Was jung gehofft, blieb unerreicht, mancher Wunsch hat sich davon geschleicht. Der Tag trägt immer neues Licht, doch nie das gleiche Angesicht. Das Leben bleibt ein Wechselspiel, nicht immer hat man
Wechselhaftes Leben Weiterlesen »
Was soll ich tun? Mir ist nicht zum Lachen, mein Herz will sich nicht beruhigen lassen. Ich hab mich in ein Callgirl verliebt – ein Traum, der mir den Schlaf entzieht. Ich kann nicht fassen, dass es sie gibt, dass mein Gefühl ins Leere zieht. Warum trifft mich das Unmögliche stets, als wär mein Herz
Ich sitze stumm im grellen Licht eines Ladens, der vom Trieb verspricht. Bilder flimmern billig, laut und leer, mein Inneres bleibt kalt und schwer. Die Luft ist dicht, von Rauch durchzogen, der Profitgedanke bleibt verwogen. Die Leere schreit, steril und grell – ein Ort, der bricht die Würde schnell. Kein Funken Wärme, kein Gefühl, bis
Wieder ein verlorener Tag Weiterlesen »
An manchen Tagen, ohne Plagen, fahr’ ich mit meinem schnellen Wagen. Er glänzt im Licht, so kühl, so fein – ein Traum aus Stahl, Besitz und Schein. Ich spür die Kraft, das leise Beben, als würd’ ich über Wolken schweben. Doch bald schon fragt’s mich still der Sinn: Wohin führt all mein Streben hin? Was
Der superschnelle Wagen Weiterlesen »
Es klingt, als sei es neu gesagt, doch längst ist’s Denken fest verpackt: Wer keine Arbeit hat, sei faul, wer anders lebt, dem traut man kaum. Wer Haare trägt, die länger sind, der weht wie eh der alte Wind, ein „Gammler“, heißt es, „nicht normal“ — das Urteil fällt meist ohne Wahl. Wer demonstriert, gilt
Es klingt, als sei es neu Weiterlesen »