Allgemein

Erinnerung!

Erinnerung… Im Lampenlicht eingehüllt. Ist eine Zeit die ihn erfüllt. Zeilen fließen gerade sehr. Etwas Wein muss nun her. Sucht die Worte immerzu. Denn sie geben keine Ruh` So mittendrin sieht er sich. Erinnerung ein Herzensstich. Bernd Tunn Tetje

Erinnerung! Weiterlesen »

Was ihn nimmt

Das alte Gehäuse drückt bereits ins Fleisch. Das neue liegt eine Körperlänge entfernt. Dazwischen offener Sand. Der Krebs verlässt seine Spirale und läuft nackt. Über ihm die offenen Schnäbel. Vor ihm das leere Gehäuse. Beides hat Platz für ihn.

Was ihn nimmt Weiterlesen »

Vor dem Nagetiergehege

Ein Ehepaar, das im Zoo spazieren geht, plötzlich vor dem Nagetiergehege steht. Die kleinen Nager intensiv betrachtet, auf ihre Lebensgewohnheiten achtet. Die Ehefrau dann die Erkenntnis gewinnt, dass Nagetiere ihr unsympathisch sind. Deshalb auch ein vernichtendes Urteil fällt, diese Viecher für dumm und gefräßig hält. Ihre Meinung sie dem Mann nicht vorenthält, der kurzentschlossen sehr

Vor dem Nagetiergehege Weiterlesen »

Ja und Nein hinterfragen

Die Worte „Ja und Nein“ haben häufig Gewicht. Der Mensch sollte deshalb, bevor er sie ausspricht, sich über hierdurch entstehende Tatsachen, vorab sehr ausführliche Gedanken machen. Muss Vor- und Nachteile gegenüberstellen, um dann die richtige Entscheidung zu fällen. Und somit kein fieses „Eigentor“ produziert, großer Ärger mit Sicherheit vermieden wird. Darf auf keinen Fall spontan

Ja und Nein hinterfragen Weiterlesen »

Kein sicherer Weg zum Erfolg

Der Mensch den sicheren Weg zum Erfolg sucht, den es aber leider Gottes nicht gibt, das erfolgreiche Suchen häufig verflucht, immer wieder werden Chancen versiebt. Egal, welchen Weg dieser Mensch nun einschlägt, ein Scheitern ist stets dann vorprogrammiert, wenn sein Handeln es allein darauf anlegt, dass er es jetzt allen Recht machen wird.

Kein sicherer Weg zum Erfolg Weiterlesen »

Schlagfertigkeit

Bei manchen Wortgefechten man plötzlich feststellt, dass einem keine passende Antwort einfällt. Das Grübeln nach entsprechenden Worten nichts bringt, eine spontane Schlagfertigkeit nicht gelingt. Oft fällt einem die Antwort sehr viel später ein, Spontanität sollte daher gut geplant sein.

Schlagfertigkeit Weiterlesen »

Solange es heute ist

Das Rad fragt nicht, wohin du willst. Es braucht keine Richtung, nur deine Füße. Du läufst, füllst Kalender und Konten und nennst den Verschleiß Leben. „Morgen gibt es Marmelade und gestern gab es welche, nur heute gibt es nie Marmelade“, sagt die Weiße Königin zu Alice im Land hinter den Spiegeln. Zwischen gestern und morgen

Solange es heute ist Weiterlesen »

Häutung

Eines Tages wird mein Körper an mir hinabgleiten wie das nasse Schweigen eines Schwimmers. Ich werde nichts darunter tragen. Nur Wasser. Nur Dunkelheit. Und irgendwo am Ufer wird meine Haut liegen, noch warm von der Mühe, ich zu sein.

Häutung Weiterlesen »

Das Lied im Schweigen

In engen Straßen wohnt das Schweigen leise, zieht wie ein Schleier durch die dunklen Hallen. Die Stumme wandert auf verborgner Reise, wo ihre Schritte lautlos niederfallen. Sie ist das Licht, das nachts die Fenster weckt, ein Ton, der sacht durch jede Ritze dringt. Doch wenn der Tag sie in die Kälte streckt, verstummt das Lied,

Das Lied im Schweigen Weiterlesen »

Man wird doch noch

Man wird doch noch lachen dürfen, sagen sie und machen aus ihrem Körper eine Pointe, aus ihrem Namen eine Mutprobe, aus ihrer Angst eine Übertreibung. Sie lacht kurz mit. Dieser Reflex, sich selbst zu verlassen, bevor es die anderen tun. Später im Bad hält sie sich am Waschbecken fest. Im Spiegel das mühsam gerettete Gesicht.

Man wird doch noch Weiterlesen »

Nach Feierabend

Wenn die Stadt ihre Reste abstellt, beginnt ihr Weg. Sie geht langsam, als müsse sie jeden Schritt aus einem zu kleinen Vorrat nehmen. Ihre Hände verschwinden in den dunklen Mündern der Straßen, kommen wieder zum Vorschein mit etwas, das leise gegeneinanderschlägt. Sie ordnet das Gefundene behutsam in ihren Wagen, als wären es keine Überbleibsel, sondern

Nach Feierabend Weiterlesen »

Im Nebel stochern

Das Leben ist meistens sehr kompliziert, deshalb man es nicht immer meistern wird. Kämpft oft gegen unfaire Attacken, hat so manche harte Nuss zu knacken. Ist fleißig und sogar intelligent, dennoch nicht alles aus dem Effeff kennt. Stochert daher blind im Nebel herum und erreicht höchstens mal das Minimum. Kein Wunder, wem schließlich der Durchblick

Im Nebel stochern Weiterlesen »

Vieraugengespräch

Weil jeder seine eigene Meinung hat, findet ein Gespräch unter vier Augen statt. Man will die Schwierigkeiten überwinden und einen gemeinsamen Nenner finden. Jeder redet nun auf den anderen ein, will mit seiner Ansicht der Klügere sein. Hält hieran dann ohne wenn und aber fest, sich auch keinen Deut hiervon abbringen lässt. Erst wenn einer

Vieraugengespräch Weiterlesen »

Zu lösende Probleme

Zeit hast du im Leben häufig nicht, doch du solltest sie dir nehmen. Lege deshalb auf Dinge Gewicht, mit zu lösenden Problemen. Fass diese Probleme mutig an und lass dich nicht unterkriegen. Sei dabei kein herrschender Tyrann, lass dich dennoch nicht verbiegen. Diese Aktion viel Zeit verschlingt, die Lösung auf sich warten lässt. Auch manche

Zu lösende Probleme Weiterlesen »

Ballast

Über den Feldern öffnet ein Ballon seinen farbigen Bauch. Aus dem Korb fallen Sandsäcke, Wasser, ein Mantel. Die Häuser schrumpfen auf Briefmarkengröße. Ein Fluss passt plötzlich zwischen zwei Finger. Höher. Die Karte folgt, ein Schlüsselbund, ein Foto mit vier Gesichtern. Es fällt mit den Gesichtern nach oben. Über den Wolken nur noch der Brenner und

Ballast Weiterlesen »

Tropfen auf heißer Platte

Gehen heißt Tragen, Liegen auf kalten Stein, und die Tropfen, die aus den Augen fallen, landen auf einer heißen Platte. Nur, wenn man leere Patronen in eine weißes Feld schießt, entbergen die Schatten ihr wahres Gesicht. Der Wind, der sich aus den Segeln nimmt, ist eine Geschwister der Stürme au vergangener Zeit. Rauch eine letzte

Tropfen auf heißer Platte Weiterlesen »

Schattenlicht

Du gehst durch die Ränder der Nacht, wo dein Atem einst schwer war und jeder Schritt tiefer führte. Doch ein stilles Leuchten dringt durch die Risse der Dunkelheit und öffnet den Morgen. Die alten Stimmen – Rauch, Rausch, Versprechen – flackern nur noch wie vergessene Neonreklamen. Sie wollten dich halten, doch ließen dir nichts als

Schattenlicht Weiterlesen »

Pflege

Hinter dem Haus verwildert der Garten. Brennnesseln vernähen den Weg. Gras wächst über die Beete. Nur um den Rosenstock liegt die Erde frei. Ein Pfahl. Eine Schnur. Eine volle Gießkanne. Jeden Morgen kehren dieselben Hände zurück. Sie schneiden totes Holz, binden neue Triebe an, drücken Dünger in die Erde. Ein Dorn dringt in den Daumen.

Pflege Weiterlesen »

Außer Gebrauch

Die Münder offen. Die Augen geschlossen. Vier Hände unfähig, ein Glas zu halten. Unter dem Tisch zittern die Knie. Darüber scheitert jeder Satz an seiner ersten Silbe. Zwei Körper, über die Tischkante gefaltet. Für einige Minuten sind zwei Erwachsene zu nichts zu gebrauchen. Zum Glück.

Außer Gebrauch Weiterlesen »