Allgemein

Gott gibt Gott nimmt

Gott nimmt Gott gibt Der Wind kam von hinten, trug flirrenden Glanz, wie Versprechen aus Fernen, im taumelnden Tanz. Er wirbelte Scheine, als riefen sie leis, es griff meine Hand – und griff doch ins Eis. Ein Reichtum so nah, doch aus Luft nur gemacht, ein Trugbild, das lockt – und im Winde lacht. Ich […]

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Der vorgezeichnete Pfad

Zwischen Hobelbank und Grenzverlauf hielt dich dein Lebensfaden auf. Die Werkstatt roch nach Holz und Leim, als sollte sie dein Schicksal sein. Die Schule lag im fahlen Grau und jeder wusste es genau: Du brauchst kein Wissen, keinen Traum, nur füge dich dem engen Raum. Wer dennoch nach dem Warum gefragt, ward bald schon leise

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Die Ballade vom Traumhändler

Es kam ein Mann mit Aktenmappe, der sprach charmant, ganz ohne Klappe: „Ich bringe Freiheit, Glück und Sinn – man muss nur kaufen, das bringt Gewinn!“ Er zeigte Bilder, bunt und glatt, ein Leben das kein Warten hat. Ein Ring, ein Sofa, ein Gerät, das die Arbeit für dich tät’. „Die Waschmaschine denkt für dich

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Undank

Oft schleppt ein Esel ohne Rast, eine gewaltig schwere Last und wird, macht er mal schlapp beim Tragen, zum Dank dafür auch noch geschlagen. Hält ein Esel, der mit ganzer Kraft tagein und tagaus brav geschafft, plötzlich mit Jüngeren nicht mehr Schritt, dankt man es ihm mit dem „Eselstritt.“ Ob Mensch oder Esel, es bleibt

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gleich alt

Meine Puppe ist in die Jahre gekommen. Sie sitzt am Fenster im Sonnenlicht. Verfilzt das Haar, ein Auge erlischt. Doch hat ihr die Zeit nicht das Lächeln genommen. Ihr Kleid ist müde – Motten fraßen dran. Die Säume dünn, der Stoff schon zernagt. Er hat sich stumm durch die Jahre geplagt. Das Kleid hält trotzdem,

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Die Leihgabe

Die Leihgabe Gott sprach: „Hier, ein Garten – klein, doch mein, dieses Kleinod will ich euch reichen, pflanzt, pflegt, wandelt weise, erkennt das Geschenk, die Gabe aus Gnade.“ Der Mensch nahm – in Eile, griff mit gieriger Hand, baute Mauern, schuf Maschinen, Grenzen, Waffen, Beton. Vergaß das Lied der Erde, verlor den Blick fürs Ganze.

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Goldene Schatten

Geld rinnt wie Wasser durch die Hand, glänzt einen Augenblick – wird Sand. Es lockt mit Träumen, schrill und grell, doch bleibt im Kern nur flüchtig, schnell. Man jagt ihm nach, verliert die Spur, vertauscht die Freiheit gegen die Uhr. Das Konto wächst, das Herz wird klein – wie kann Besitz nur Befreiung sein? Die

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Hände im Zwielicht

Ich träumte Nächte voller Klang, von Stimmen, laut und lebenslang. Doch draußen hör ich Schritte gehen, die Straßen beben, Städte stehen. Die Nachrichten verkünden: „Alles gut“, doch irgendwo noch brennt die Glut. Zu viele Menschen, leer und kalt, die Seele sucht nach festem Halt. Dies ist das Land aus Licht und Schatten, wo wir uns

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Partybesuch

Auf einer Party man meist Leute entdeckt, die „genussvoll“ essen, was ihnen nicht schmeckt, außerdem mit anderen konferieren, obwohl diese sie nicht interessieren. Dabei es sich größtenteils um Themen dreht, von denen keiner das Geringste versteht. Auch wenn man sich rein gar nichts zu sagen hat, finden die ausgiebigsten Gespräche statt.

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Der Poet

Im Rinnsal der Zeiten, in Träumen versenkt, lauscht er dem Flüstern, das niemand erkennt. Ein Tropfen aus Dämmer, ein Funken aus Nacht – er trägt sie ins Lied, das heimlich erwacht. Er webt aus dem Schweigen ein zartes Gespinst, aus Schatten der Seele, aus Staub alter Wege. Er horcht auf das Wispern der Welten im

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Schatten im Glanz

Der Asphalt atmet die kalte Nacht, während die Stadt im Lichte erwacht. Ein Schatten kauert stumm im Wind, wo alle Hoffnungen verloschen sind. Sie bittet leise nur um ein Wort, doch jeder scheucht sie wieder fort. Man hastet weiter, den Blick verbrannt, als hätte man sie nie gekannt. Das Fenster glänzt im warmen Schein, man

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Sofortiges Handeln

Er lebt ohne jeden Frust, mit enormer Lebenslust, zwar fällt ihm nicht alles leicht, hat dennoch sehr viel erreicht. Als ständiger Optimist, seine Zweifel schnell vergisst, nicht stets alles zu schwarz sieht, sich lieber richtig reinkniet. Dieser Mensch sein Bestes gibt, nichts auf die lange Bank schiebt, niemals lauthals debattiert, sondern schnellstens reagiert. Sofort zu

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Sprachlos

Ich vermiss Dich ohne Frage, nicht nur heute- alle Tage. Hast weiter einen Platz in mir, wenn ich auch viel verlier. Du bleibst im Hier. Ich vermiss Dich ohne Frage, nicht nur heute- alle Tage. Wenn man mich fragt: Wieso bloß? Macht mich das ganz sprachlos! Ich vermiss Dich ohne Frage, nicht nur heute- alle

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Im Vorraum des Glanzes

Wir rauchten einst den Nebel der Flucht, verloren im Schweigen der inneren Sucht. Heut trinken wir bitter, was gestern begann, vergessen als Trost, so gut man es nur kann. Wir drehen uns weiter im Karussell der Mode, getriebene Träumer im flackernden Code. Was glänzt, wird begehrt, was still ist, verliert, ein Spiel, das sich selbst

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Gedanken ans Feuer

Zündet wortlos ein kleines Feuer an, nicht größer als eine Handfläche – still, warm, lebendig. 🔥 Kein Wind, kein Lärm, nur das sanfte Knistern von trockenem Holz, das sich langsam in Glut verwandelt. Siehst du das Flackern? Es tanzt nicht für uns, es tanzt nicht gegen uns. Es tanzt einfach, wie das Leben. Ich lege

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Vom ackerton zum Himmelslicht

Vom Ackerton zum Himmelslicht, die alte Not das Herz nicht bricht. Mit Freude geh’ ich nun den Gang, begleitet von der Zither Klang. Die Treue zu mir selbst erwacht, nach einer langen, tiefen Nacht. In Liebe blick’ ich auf das was mich befreit von Knechtschaft und von Einsamkeit- In Demut nehm’ ich, was nun kommt

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Bahnhofsviertel

Siehst du den Mann vor der Spielothek steh’n, mit zitternden Händen, kaum fähig zu geh’n? Ein Becher voll Kaffee, der wärmt nur die Haut, sein Mantel ist müde, der Kälte vertraut. Die Schuhe erzählen von Jahren im Dreck, die Zeit ist verschwunden, der Tag bleibt ihm weg. Und du willst mir sagen, du seist schon

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Geld ist nicht alles

Ein „gutsituierter“ und vermögender Mann, meint, dass er stets alles Mögliche kaufen kann. Und dabei nun leider Gottes total vergisst, dass dennoch manches grundsätzlich nicht käuflich ist. Er kann Uhren kaufen, allerdings keine Zeit, kann Pillen erwerben, doch keine Gesundheit, kann Bücher kaufen, aber keinen Intellekt, sogar Freunde kaufen, nur nicht ihren Respekt. So ist

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Spurwechsel

Für andere Kraft – stets unermessen- lange Zeit das Selbst vergessen. Hatte schließlich den Sinn -anderen helfen?- Lebensfreude der Gewinn. Leichter fiel diese Variante, je regelmäßiger man sie anwandte. Nun aber ist unbedingt angesagt, was zu oft wurde vertagt: Lebe den eigenen schönen Traum, schaffe Dir dafür entsprechend Freiraum, denn wer weiter nur davon träumt,

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