Der Winter steht.
Nicht drohend, nicht verzehrend,
sondern sammelnd
wie ein Hüter des Wesentlichen.
Die Erde hält ihr Wort zurück,
die Felder schweigen im klaren Gesetz,
und über den ruhenden Linien der Hügel
spannt sich das Licht
in strenger Milde.
Kein Blatt irrt mehr.
Kein Wasser eilt.
Alles hat sein Maß gefunden
im Atem der Kälte.
So wird die Welt nicht leer,
sondern wahr.
Denn was sich entzieht dem Lärm,
tritt näher an sein Sein.
Die Bäume wissen dies.
Sie tragen nichts
und sind doch ganz.
Sie stehen im Frost
wie Gedanken,
die endlich zu Ende gedacht sind.
Und tief im weißen Grund
ruht schon das Kommende,
nicht drängend, nicht verlangend,
sondern bereit.
Denn nur, was durch den Winter ging,
tritt reif
ins Offene des Lichts.