der Wind…
Der Wind! Ich spürte den Wind der nicht meiner war. Er war so anders. Lau und leise umstrich er mich. Wo war das Herbe? Das Fordernde? Das Ehrliche? Endlich entwich er. Ich mochte ihn nicht! Bernd Tunn Tetje
Der Wind! Ich spürte den Wind der nicht meiner war. Er war so anders. Lau und leise umstrich er mich. Wo war das Herbe? Das Fordernde? Das Ehrliche? Endlich entwich er. Ich mochte ihn nicht! Bernd Tunn Tetje
Hoffnung… An der Hoffnung aufgerieben. Vom Leben nichts geblieben. Alltag aus der Hand geronnen. Durch Hoffen nichts gewonnen. Fühlt sich gerade so sehr leer. Ihre Kraft gibt nichts mehr her. In Gebeten bedenkt sie`s oft. Irgendwie doch weiter hofft. Bernd Tunn Tetje
Der Wind hat das Becken ohne Eintritt betreten. Auf Bahn drei trainiert ein gelbes Blatt für keine Meisterschaft. Die Leitern reichen ins abgelassene Blau. An den Fliesen hält sich ein letzter Streifen Sommer. Hinter dem Kioskfenster verblasst ein Erdbeereis. Die aufgedruckte Waffel verschläft den ersten Frost. Niemand pfeift. Vom Zehnmeterbrett löst sich ein Tropfen. So
Freibad im Oktober Weiterlesen »
November, 11. Kalender-, 2. Schlussquartals-, 3. Herbstmonat, gehören 30 Tagen an. Ofenholz, Bauer mit Dreschflegel, Korngarbe zeigt November (1588) v. Jost Amman. Vorverlegung des Jahresbeginns 153 vC. erklärt wie Nov., l. novem neun, hervorging. Erinnert aller Heiligen und aller Seelen begeht man am 11. N. Martinstag u. Fasching. Melancholisch ist nebeliges oder windiges Schmuddelwetter zu
Es fließt der Bach, es fällt das Blatt, der Morgen wird, der Abend matt. Was gestern war, ist heut schon fern, und dennoch suchen wir den Kern. Das Feuer wandelt Holz in Glut, das Wasser trägt, was ruhen tut. Die Luft bewegt, die Erde hält – vier alte Bilder unsrer Welt. Doch tiefer noch als
Vom Wandel in der Natur. Weiterlesen »
Der Block in dem ich wohn Ist grau und aus Beton Die Miete ist mein halber Lohn Mehr kann ich nicht bekommen Die Wände warm und rauh Doch die Menschen hier sind kalt Der Himmel spiegelt Betongrau Weit und breit kein Wald Im Treppenhaus sehe ich kein Als ob sie in ihren Zimmern weinen Auch
Es war einmal um Mitternacht, da sind die Geister aufgewacht. Sie irrten durch die Zimmer, und heulten immer schlimmer. Fast hab ich in das Bett gemacht!
Wenn über stillen Höhen der Abend niedergeht, wenn durch die dunklen Buchen ein kühler Atem weht, dann klingt aus Wald und Wegen ein Ton, uns wohlbekannt: Nicht bloß aus Stein und Grenzen besteht ein Vaterland. Es lebt in alten Worten, im Pflug, der Furchen zieht, im Bach, der durch die Wiesen, im Wind, der heimwärts
Was bleibt, wenn der Abend niedergeht. Weiterlesen »
Die Jahreszeiten sie sind wunderschön und so bunte Farben – ich kann sie gut sehen Die Blätter der Bäume, so bunt und gesund, Kastanien und Eicheln- oval und auch rund. Die Jahre vergehen und auch so die Zeiten, das Lächeln der Kinder, das Singen und Streiten. Wir werden ja älter und auch viel gescheiter- das
Im Supermarkt, das ist doch klasse, ich kaufe ein, und geh´ zur Kasse. Was ich will, hab´ ich bekommen, und da steh´ ich nun benommen, und warte – warte mit der Masse! Auch zum Amt, da geh´ ich hin, denn dort hab´ ich den Termin, und so zieh´ ich da die Nummer. Schon beginnt auch
Im Supermarkt, das ist doch klasse, ich kaufe ein und geh´ zur Kasse. Was ich will, hab´ ich bekommen, und da steh´ ich, wie benommen, und warte – warte mit der Masse!
Wenn morgens Tau auf Wiesen steht und Nebel durch die Täler geht, wenn fahles Licht die Zweige streift und erstes Laub zu Boden reift, dann trägt der Herbst sein stilles Kleid, aus Kupfer, Rauch und Müdigkeit. Kastanien liegen kühl im Gras, der Morgen glänzt von Nebelnass. Die Wupper zieht durch Wald und Stein, nimmt gelbe
Wenn der Herbst an der Wupper zieht Weiterlesen »
Wenn morgens Tau auf Wiesen liegt und Nebel durch die Gärten zieht, wenn Sonnenlicht durch Zweige fällt und still die Blätter golden hält, dann trägt der Herbst sein buntes Kleid, halb Abschied schon, halb Erntezeit. Die Kastanie fällt ins feuchte Gras, ein Kind hebt sie auf und freut sich daran. Der Ahorn brennt in Rot
Wenn der Herbst durchs Land zieht Weiterlesen »
Die Hagebutte steht am Rain, vom Morgenregen blank gewaschen; im Gras liegt eine Kastanie, noch glatt und braun in grünen Taschen. Die Rotbuche hält länger fest. Der Ahorn gibt sein Gelb schon preis. Am Zaun verblüht die letzte Aster, und über Wiesen zieht es weiß. Ein Rotkehlchen prüft kahle Zweige, als wären sie für ihn
Was der Oktober weiß Weiterlesen »
Wenn die Nächte länger werden und die Kälte zieht ins Haus, sagt der Herbst mit krummen Fingern: „Nun, mein Freund, mach was daraus!“ Draußen murrt der Wind am Fenster, drinnen dampft bereits der Tee. Und die Katze kennt das Leben: Sie bleibt liegen. Das ist okay. Blätter kleben auf den Wegen, Nebel hängt am Gartenzaun.
Herbst macht was draus Weiterlesen »
Wenn Nächte länger, Tage kleiner und kalte Luft durchs Treppenhaus, wird selbst der größte Sommermeiner auf einmal gern zum Stubenherrn zu Haus. Der Regen schreibt an Fensterscheiben, der Wind verteilt das Laub im Hof. Man kann darüber Trübsal treiben — doch Trübsal bleibt, bei Licht besehn, recht doof. Drum stellt man Tee und Bücher hin,
Der Herbst kommt ohne Rücksprache Weiterlesen »
Wenn die Nächte länger werden, wenn die Kälte zieht ins Haus, holt man Wärme aus der Stille und macht aus dem Herbst was draus. Denn im Grau nur Grau zu sehen, macht die dunklen Tage schwer; wer noch Licht im Kleinen findet, braucht vom Sommer gar nicht mehr. Eine Lampe, warme Räume, Tee und Bücher,
Wenn das Dunkel früher kommt Weiterlesen »
Ährengold auf weiten Feldern gab es und in unsern Wäldern leuchten Blätter kunterbunt, denn der Herbst gibt allen kund: Äpfel, prall mit roten Backen, Nüsse reif, bereit zum Knacken, Wein, so lieblich wie im Traum; Ernte satt, man glaubt es kaum! Birnen, Pflaumen, Kohl und Mais sind, wie jeder von uns weiß, genau wie’s Korn
Jährlich ist es stets soweit, die Kirchweih´ steht bereit. Zur Andacht kommt die Kirchengemeind´ die Kirchenglocken erklingen wunderschön. Ein angenehmer Duft von Kirchweihrauch breitet sich aus im Kirchenschiff. Aus der Kirchensakristei kommt geschritten der Kirchenpriester mit der Kirchenbibel in der Hand. Kirchenlieder ertönen wunderbar aus dem Mund der Kirchgemeinde. Kirchenmusik erklingt wunderbar von der Kirchenorgel
So ist es gut, so ist das recht, wenn´s einer sagt, ist das nicht echt. Stammt dies aber von euch beiden, müssen all die andern leiden. Gemeinsam wird das ein Geflecht!