TIMO ERTEL

Im Werk des Winters

So ordnet sich die kalte Macht,
nicht hart – nur klar in ihrer Nacht.
Sie nimmt zurück, was überstand,
und legt es still in ihre Hand.
Was zu viel war im lauten Licht,
verliert im Frost sein Übergewicht.
Die Felder schweigen weit und rein,
und lernen wieder Maß zu sein.
Denn was der Winter leise tut,
ist Sammlung mehr als strenge Hut.
Im tiefen Ruhn, im weißen Raum
wird Neues wach im alten Traum.
Nicht sichtbar noch – doch schon bereit,
atmet im Grund die andere Zeit.
Und unter Schnee, im stillen Sein,
richtet sich leis der Frühling ein.

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert