Der März steht nicht im Kalender –
er steht im Dazwischen.
Zwischen Frost und Blüte,
zwischen Stillstand und Schritt.
Das Alte ist nicht mehr ganz,
das Neue noch nicht wirklich.
Tauwetter ist kein Trost –
es ist Auflösung.
Knospen sind keine Hoffnung –
sie sind Risiko.
Vogelgesang
ist nicht Romantik,
sondern Behauptung gegen das Nichts.
Die Saat im Boden
weiß nichts von Frühling –
sie folgt nur dem Gesetz des Werdens.
Und der Mensch?
Er steht im Märzwind
wie in einer offenen Frage.
Wandel ist keine Idylle.
Er ist Entscheidung.
Der März
ist die Schwelle,
auf der das Sein
sich selbst überholt.