Die Sonne hebt ihr mildes Haupt
über taugetränkten Wiesen,
wo still die junge Knospe glaubt,
dem Licht sich zu erschließen.
Ein Bach trägt silbern durch das Tal
sein leises Neu-Beginnen,
und Lerchen steigen ohne Zahl
in unermüdlich Singen.
Gefilde grünen weit und klar,
als atme selbst die Erde;
der Märzwind weht noch kühl, doch wahr,
im tastenden Ge-Werde.
O Lenz, du Hoffnung junger Zeit,
du Atem aus der Tiefe,
in deinem Licht wird Endlichkeit
zu blühender Motive.
Denn was im Frost verborgen lag,
tritt nun ins offne Leben;
der neue, blütenreiche Tag
will Herz und Welt erheben.