Der März ist kein Ereignis.
Er ist Freigabe.
Nicht Frühling –
Entwurf.
Im Tauwetter zerfällt
das Gewordene.
Nicht aus Schwäche,
aus Notwendigkeit.
Die Erde gibt frei,
was im Frost verharrte.
Freigabe ist kein Trost –
sie ist Entzug.
Knospen brechen nicht auf.
Sie entwerfen sich.
Vogelgesang ist kein Schmuck.
Er ist Daseinsbehauptung
im Offenen.
Der Mensch steht
im Märzwind
als Geworfener.
Zwischen Nicht-mehr
und Noch-nicht
öffnet sich die Lichtung.
Hier geschieht Entwurf.
Hier entscheidet sich
Sein im Vollzug.
Wandel ist kein Versprechen.
Er ist Zumutung des Offenen.
Das Seinslicht
macht nichts schöner –
es macht sichtbar.
Und Sichtbarkeit
nimmt Deckung.
Der März ist Schwelle.
Kein Halt.
Wer sie betritt,
tritt ohne Sicherung.
Doch gerade im Ungegründeten
beginnt Freiheit.
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