Freude bricht aus dunklen Gründen,
wo der Winter eisig stand;
neue Kräfte sich verbinden,
heben jubelnd Flur und Land.
Seht, wie durch die kalten Schranken
junges Leben siegend dringt,
wie aus frostumhüllten Ranken
hell der Blüten Odem klingt!
Auf, o Mensch, aus trägen Banden!
Fühl der Erde frischen Mut;
was im Innern lang vergraben,
kehrt zurück in Lebensglut.
Wie die Sonne mild und mächtig
alles Dunkel überstrahlt,
so erhebe dich andächtig,
da der Lenz die Welt bemalt.
Denn im ewigen Erneuen
liegt des Daseins wahre Kraft:
Wer den Wandel nicht will scheuen,
der gewinnt die Lebensmacht.