Um Mitternacht, wenn still der Atem ruht,
zieht sacht ein Bach durch dunklen Wiesengrund,
als trüg er fort, was schwer im Innern tut,
und spräche leis: „Die Nacht macht alles kund.“
Ein kühler Hauch streift sanft das müde Herz,
der Mond legt still sein Silber auf den Lauf,
und was noch pocht von altem, leisem Schmerz,
löst sich im Fließen langsam in sich auf.
Kein lauter Trost, kein flüchtig helles Wort,
nur Wasserklang, der leise weiterzieht,
und trägt die Last, fast unbemerkt, schon fort,
bis still im Grund ein neuer Rhythmus glüht.
So wirkt die Nacht, nicht hart, doch tief und klar:
Was sich ihr fügt, wird still und tragbar wahr.
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