Nicht alles blüht aus Zuversicht,
manches wächst trotz der Jahre;
der Boden vergisst den Winter nicht –
doch trägt er schon das Wahre.
Was lange unter Frost gestanden,
lernt langsam wieder, sich zu heben;
nicht jedes Grün stammt aus Verstanden,
oft nur aus dem Zwang zu leben.
Der Same kennt kein Hoffnungswort,
er kennt nur Druck und dunkle Pflicht;
und gerade dort, am kältesten Ort,
entsteht das erste Gegenlicht.
So ist der Lenz kein bloßes Versprechen,
kein Trost, den man sich selber gibt;
er zwingt das Starre aufzubrechen –
weil Leben nur im Bruch sich übt.
Ein Gedicht in Schönschrift publizieren? Nutze den Handlettering-Generator und verwandle dein Gedicht in ein visuell ansprechendes Kunstwerk.