Wo Freiheit nicht erkämpft nur bleibt,
sondern von Hand zu Hand getragen,
da wird sie still zur Tradition,
die mehr ist als vergangne Tage.
Im Wandel, der die Zeiten bindet,
bewährt sich, was Bestand bewahrt;
denn Freiheit lebt nur, wenn sie findet
im Tun des Menschen ihre Art.
Und draußen, wo die Felder atmen,
wo Wald und Wiese Heimat sind,
liegt nicht Besitz, sondern Verstehen
im leisen Wort von Blatt und Wind.
Die Natur fragt nicht nach Grenzen,
sie gibt und trägt, was Leben hält;
so wird sie uns zur wahren Heimat,
die ohne Anspruch dennoch zählt.
Wo beides sich im Herzen findet –
die Freiheit, die Verantwortung kennt,
und die Natur, die uns verbindet –
wird Menschsein still und konsequent.