Am Ufer steht die Birke weiß,
der Abend liegt auf Gras und Steinen;
im dunklen Wasser schwimmt der Himmel,
als müsse er um gestern weinen.
Das Haus dort hinter Busch und Rain
trägt still sein Dach durch Jahr und Wetter;
noch rauscht im Hof der alte Brunnen,
noch zittern an der Tür die Blätter.
Ein schmaler Weg führt durch das Grün,
denselben ging ich einst als Kind;
doch fremd sind mir die alten Schritte,
verweht vom langen Lebenswind.
Die Mutter stand am Gartenzaun,
des Vaters Ruf kam aus der Scheune;
nun schweigt der Hof, nur Schwalben kreisen
hoch über einer leeren Tenne.
Ich neige mich zum stillen Teich,
doch keine Stunde kehrt mir wieder;
nur aus dem Schilf steigt, kaum vernommen,
der Klang vergangner Sommerlieder.
So bleibt die Heimat nicht der Ort,
den Zeit und Ferne uns entziehen;
sie ist das Licht in unserm Innern,
das selbst im tiefsten Abschied glüht.