Olga Sadlowski

Antwort

Wir sollten uns nicht bemitleiden, die Welt trägt schlimmeres mit sich
Bericht der Hölle fördert Leiden, des Dichters bittere Absicht
Diktat beginnt mit erster Strophe, tu dass und jenes…für mein Wohl
Umgeh Verdammnis, denk an Lichter…ich bin bereit der Herr, jawohl…

Dein Licht reicht allen, danke dir, die Wärme spüren wir bald
Dann lasse ich mein Leid bei mir, ich bleibe unter „Vorbehalt“
Seit Jahren kämpfe ich um Gnade, für mich, für die… Für irgendein
Ich meide billig Promenade, zieh mich zurück, und meist allein

Gesuchter Sinn, Anklang, die Neigung erfand mein „Ich“ in Schatten Lug
Ich lag im Dreck- ersehnte Steigung…und hasste mich für diesen Trug
Bereits geschafft, ja ich, genau, entschied zum Leben…immer noch
Ersehnten Straßen ohne „Stau“, kein Schloss, kein Atem durch das Loch

Du sagst, es gibt genügend Elend, wir müssen dies und müssen das
Gewiss… Vorrang zum Ruhm ist quellend, an grüner Ampel gibt’s du Gas…
Ich lass von niemanden Diktieren und Freiheit nehmen für mein Werk
Ich kann das „Leid“ nicht definieren, für mich ist jeder Wert, Ja! Wert!

Ich schütze Menschen, die verlassen, die niemand will-du auch nicht
Geschichten schreiben über Rassen- die freie Bühne steht für Dich
Die hohen Ziele, Ideale verfolgen uns von Tag zu Tag,
Wir schwimmen mit, wie Knisterquallen und blättern Bücher von Gulag

Ich war nicht dort, kann schlecht mitreden, für mich zählt heute, jetzt, und nun
Ich meide Worte wie das „Streben“, nicht Streben -einfach nur tun!
Vielleicht ist meine Hilfe winzig in Anbetracht der „Ewigkeit“
Mag sein, ich schreibe manchmal „hitzig“, verzeih Genosse…Auszeit

Die „Schwäche“ haben wir alle, die „Schwäche“ zeigen fordert Mut
Daher ziehen wir Schnalle, verbergen Kummer, Leid und Wut
Denn immer gibt es Demagoge, der Ideale bevorzugt
Der ist ein „Macher“, „Sager“, „Lenker“, der alles besser macht und trügt

Ein kleines Lächeln wirkt ein Wunder, ein nettes Wort, ein Herzensgruß
Verständnis tropfen für den Sünder, weil ich das will-nicht, weil ich „muss“
Denn jeden Tag fängt Kampf ums Neue: Gedanken, Sorgen, weiße Wand…
Ich gebe ab, und nicht bereue, ich höre zu, und reich die Hand…

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