Max Vödisch

Asyl im Jetzt

Die Stunden liegen still wie leere Räume,
ich falle aus den Fugen meiner Träume.
Ein Wind reißt mich aus allem, was ich lerne
und trägt mich fort in namenlose Ferne.

Ich treibe durch ein Meer aus lauten Tagen,
die Stimmen branden, ohne mich zu fragen.
Die Welt wird groß, zu groß für meinen Schritt,
denn ich verlier’ mich ganz in ihrem Tritt.

Drum schenk mir einen Ort, der nicht klagt,
der meine Wunden nicht nach Gründen fragt.
Ein kleines Licht, das mich im Dunkel hält,
ein leiser Hafen in der lauten Welt.

Gib mir ein Dach aus Ruhe, nicht aus Stein,
lass mich einen Atem lang sicher sein.
Nur einen Platz, an dem ich bleiben kann,
bis mich das Paradies zieht in den Bann.

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