Februarsonne
grüßt
unter dem kalten
stahlblauen Himmel,
sie will uns aufwärmen
und aus den Mänteln
hervorlocken.
Unter den Bergen
hockt die Stadt,
noch etwas eingefroren
im Wüstensand,
Kakteen allenthalben
geben sich selbstwusst,
trotzig die Hitze
und monatelange Trockenheit
ignorierend.
Nur die Kälte im Winter
macht ihnen zu schaffen.
Hoch über dem Meeresspiegel
in Sonora gelegen,
können die Temperaturen
rapide fallen,
und ein kalter Wind
lässt die Knochen erzittern.
Aber, das ist jetzt vorbei
Wildblumen
breiten sich allenthalben aus,
sie warten immer auf ihre Gelegenheit,
und bei weichem Regen während des Jahreswechsels
stehen ihre Chancen
gar nicht so schlecht.
Jetzt blühen sie bei mir zu Hause
in voller Pracht.
Sogar alte Eichenbäume
stehen hie und da herum,
Fremdlinge in der Wüste,
knorrig und stumm,
gib ihnen nur ein wenig Wasser.
Die Palo Verdes schaffen es von alleine,
und so auch die Rhus Lancias
nenne sie ruhig Searsia lancea,
hier im halbtrockenen Sonora.
Nur wir Menschen dürsten
und wissen uns nicht zu helfen.
Verschwender und Räuber
mitten in der Hochebene,
Wasserdiebe überall.