Chandrika Wolkenstein

Bergsee

Am Bergsee ziehst du die Schuhe aus.
Unser Streit ist mit heraufgekommen.
Jetzt sitzt er mit uns
auf dem einzigen trockenen Stein.

Du gehst ins Wasser.
Ich halte es
bis zu den Knöcheln aus.

Komm, sagst du.
Ich schüttle den Kopf.

Als du herauskommst,
rücke ich zur Seite.
Du setzt dich dicht neben mich,
tropfst auf meine Hose.

Ich lasse dich.

Auf dem Weg ins Tal
greifst du nach meiner Hand.
Deine Finger sind noch kalt.

Was ich dir vorhin
unbedingt noch sagen wollte,
hat Zeit bis morgen.

Wie gefällt dir das Gedicht?

Klicke auf die Sterne um es zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 1

Gib die erste Bewertung für dieses Gedicht ab.

Ein Gedicht in Schönschrift publizieren? Nutze den Handlettering-Generator und verwandle dein Gedicht in ein visuell ansprechendes Kunstwerk.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert