Chandrika Wolkenstein

Das andere Leben

In mir stehen Räume leer,
für die ich
ein anderes Leben bräuchte.

Vor den Fenstern
liegt die Ferne,
die ich mir längst
ausgeredet habe.

Tagsüber
halte ich die Türen geschlossen.
Es zieht sonst
durch alles Erreichte.

Im Schlaf
passt mein Körper
durch die schmalste Hoffnung.

Barfuß
bin ich dem Leben näher,
das ich
niemandem versprochen habe.

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