Fabula docet – In Mittelalterlicher Poesie
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Vor einer Bärenhöhle, laut spottend saß
ein Krähenvogel – der dort „Nüsse“ fraß,
als Bär laut brummend aus der Höhle kam
erneut voller Hohn laut zeternd sie begann.
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Sieh nur wie plump du bist! – Wie fett und schwer!
Schlägst wild mit deinen Tatzen um dich her,
du stiehlst den guten Honig von den Bienen
tust mordend durch die Fluren, Wälder ziehen!
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Du tötest die wo „Klein und Schwach“
bringst Menschen, Ärger- Ungemach.
Hör! „Meister Petz“ schau dich selbst an
ich weiß, dass du mich niemals fassen kannst!
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Dein Maul von Honig und Blut zu oft verschmiert
bist schmutzig, stinkst – hast dich gar oft blamiert.
flog frech vor Bärennase hin und her
dies wurmte nun den Braunbären sehr.
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Doch große Tiere, haben mächtige Freunde
teilen mit ihnen – oft ihre Beute!
Ein alter Steinadler war des Bären, Freund
der hörte, sah den Spott der Krähe – deren Neid.
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Als angebrochen war ein „Neuer Tag“
darin man Fabelweisheit – auch erkennen mag,
lag Krähe, stumm, tot – nun vor der Bärenhöhle
beraubt, des Spottes, des Lebens und der Seele!
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Leitheim-Gedichte
Fabeln, Poesie, Märchen, Gebete, Kurzgeschichten.
Buchautor von Spiegelbild der Seele.