Nach Schneegestöber, grau und dicht,
tritt leis der Wandel ein;
kein lautes Wort, kein grelles Licht –
nur Tau auf Feld und Stein.
Ein Märzenhauch zieht sacht durchs Land,
als wollt er heimlich künden,
dass unter Eis und kaltem Rand
schon neue Kräfte gründen.
Ein Vogel singt ein halbes Lied,
als prüf er noch die Zeit;
die Sonne lächelt, kommt und geht –
noch ohne Sicherheit.
Doch plötzlich klingt es hell im Hain,
ein leises, süßes Klingen;
als wollten Blüten, klein und rein,
dem Winter Abschied bringen.
So kommt der Lenz auf leisen Sohlen,
halb Traum und halb Verheißung;
wer still ihm nachgeht ohne Grollen,
findet im Wandel leis Erlösung.